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Stilblüten-Hitliste gegen Markranstädter Langeweile

Sie haben es sicher schon gemerkt: Irgendwie ist es langweilig geworden in Lallendorf und seinen annektierten Gebieten. Das verwirrt uns. Auf der Suche nach satirisch duftenden Hormonen liegt der Weg ins Internet nahe. Aber auch da stößt man nicht gleich auf des Pudels Kern. Man muss schon zweimal hinsehen und zwischen den Buchstaben lesen, um was entdecken zu können. Aber es lohnt sich! Hier die vier jüngsten Fundsachen aus dem World Wide Web, der Presse und (siehe Titelfoto) so mancher Anschlagtafel.

Manchmal ist das Leben schier zum Kotzen. Das hat nicht nur der griechische Philosoph Erbrochenes schon vor zweitausend Jahren festgestellt, sondern auch das im Desinteresse effektiver Wertschöpfung vor Ort im fernen Borna produzierte Markranstädter Stadtjournal in seiner jüngsten Ausgabe.

Nicht auszuschließen, dass beim Muttertagsbruch sowas wie der Freud’sche Verschreiber Pate stand, wenngleich man Ausscheidungen auf diesem Wege eher der Schwieger- als der eigenen Mutter gönnt. Interessant ist es trotzdem, was eine Mutter so bricht und vor allem, wie liebevoll sie das auch noch auf dem Teller herzurichten vermag.

muttertagsbruch

Wenn man bei diesem Anblick daran denkt, was da am Männertag so alles lieblos an Straßenrändern von sich gegeben wird, wünscht man sich doch schon allein deshalb das Matriarchat zurück. Für uns die absolute Nummer 1 unter den öffentlichen Mitteilungen des vergangenen Monats.

Nachrichten aus dem Bauamt waren in letzter Zeit öfter mal Anlass für einen gepflegten Schmunzler. Der allzu achtlose Umgang mit Wassertiefen und Maßangaben wurde schließlich auch hinreichend ausgeschlachtet. Ein gewisser Imageverlust ist jedoch auch nicht von der Hand zu weisen.

Auf der Suche nach den Ursachen fängt der moderne Unternehmensberater immer bei den Humanressourcen an, also bei den Mitarbeitern. Die Business-Consulter machen sich das oft sehr einfach. In der Regel heißt es dann meist, dass die Arbeitnehmer zu teuer sind und rausfliegen müssen.

In der Öffentlichen Hand ist das jedoch undenkbar, also stellt man sich dort eher die Frage, wie man das menschliche Kapital mehr motivieren kann. Während Lokführer ihr Leben lang für ihr täglich Brot streiken müssen, verrät eine Schlagzeile auf der Titelseite der LVZ vom 6. Mai, dass das Wirken von Bauamtsleitern sozusagen verfassungsgerichtlich begründeten Anspruch auf angemessene Entlohnung hat – und sei ein Zentimeter noch so lang…

richter

Das reicht zwar nur für Platz 2 auf der MN-Hitliste, ist aber trotzdem allemal genug für einen weiteren gepflegten FB III-Schmunzler .

Eigentlich überhaupt nichts mit Politik zu tun hat Platz 3. Auf den stießen wir eher zufällig bei dem Versuch, hinter die Kulissen des Kaiserlichen Postamtes zu schauen. Sowas funktioniert ja heute ganz einfach: Man wirft Google-Earth an und schaut den Leuten im 3-D-Modus ins Gesicht. Allerdings muss man dazu wissen, wo und was man sucht.

Also gaben wir den Suchbegriff „Ruinen in der Nähe von Markranstädt“ ein. Zu unserem Erstaunen drehte sich der Erdball auf dem Monitor kurz gen Westen und  richtete sodann seinen Fokus auf „Halle an der Saale“ (rechte Spalte oben). Einfach köstlich! Probieren Sie ihn selbst, unseren Platz 3 in der Hitliste der Stilblüten und Druckfehler.

 

ruinen

Leider nur auf den 4. Platz hat es eine Meldung aus dem Rathaus geschafft. Das soll nicht heißen, dass sie nicht originell wäre, aber an Glaubwürdigkeit hat es ihr gefehlt. Witze über den Arbeitseifer der Öffentlichen Hand gibt es ja genug und jede weitere Äußerung dazu hätte den Geruch von Leichenfledderei. Aber dass öffentlich Bedienstete den Bürgern an allen anderen Tagen außer dem 15. und 16. Mai zur Verfügung stehen (wofür eigentlich???) und das auch noch gern, also das muss ein Gerücht sein.

alleTage

Bestenfalls engagierten Knöllchenverfassern würde man eine derart engagierte Arbeitseinstellung attestieren wollen, aber da es in Markranstädt laut aktueller Ausschreibungslage selbst daran fehlt, kommt für diesen netten Versuch neurolinguistischer Meinungsmanipulation bestenfalls Platz 4 in Frage. Und das auch nur, weil es keine weiteren Bewerber gab. Um das zu ändern, haben wir untenstehenden Aufruf erlassen.

AUFRUF: Wenn Sie lustige Verschreiber/-innen oder nicht ganz eindeutig interpretierbare Wort- und Satzungetüme finden, dann lassen Sie uns gemeinsam drüber schmunzeln und schicken Sie es uns zu. Jede Zusendung wird garantiert veröffenticht.



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