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Die Rückkehr der Büsche – Wiederaufforstung am Kulki

Die Achsel des Bösen kehrt zurück und der Bär wird wieder heimisch! Was waren das noch für Zeiten, als wir am Kulki baden gingen und es dort noch richtige Wälder gab. Nicht solche mit Bäumen freilich, sondern die, anhand derer man feststellen konnte, ob sich das Anbaggern schon oder noch lohnt. Heute fragen kleine Mädchen unter der Gemeinschaftsdusche im Spaßbad ihre Mütter verwirrt, ob die Tante da drüben krank sei, weil sie Haare unter den Armen oder gar sonstwo hat.

Damals hatten die schnittigen Korvetten noch richtig Moos am Kiel. Heute sehen alle so aus, als würden sie frisch aus der Werft kommen. Blitzeblank vom Bug bis zum Heck. Im Angesicht des lichten Ankerplatzes kann man kaum noch unterscheiden, ob der einer Luftmatraze oder einer stattlichen Fregatte gehört.

Aber damit hat es jetzt laut „Stern“, GQ-Magazin, news.de und anderen Medien ein Ende. Was in Madonnas Achselhöhlen vor knapp einem Jahr seinen Anfang nahm und die Welt zunächst in Verwirrung stürzte, wird jetzt auch für andere Körperbereiche salonfähig. „Back to Bush“ heißt die neue Bewegung, die Deutschland gerade überrollt und jetzt auch den Kulki erreicht hat.

Art Garfunkel lässt grüßen

In New York, dort ist man traditionell stets ein Stück weiter als im Rest der Welt, gibt es neuerdings sogar schon Schaufensterpuppen mit behaarten Achselhöhlen. Scham- und Achselbehaarung haben im Grunde genommen zwei Funktionen: Sie zeigen dem potenziellen Partner die Geschlechtsreife an und in ihnen sammeln sich Pheromone.

Das sind wichtige Sexuallockstoffe, die die Natur erfunden hat, damit sich die Menschen vermehren. Ist es ein Zufall, dass die Geburtenrate in Deutschland (jawollja, auch in Markranstädt!) gerade seit jener Zeit rückläufig ist, da die Frau ihre Vorliebe für Gilette und Wilkinson entdeckt hat?

Aalglatte Werbung

Am Ende waren es wohl doch wieder mal die Medien, die für diesen Enthaarungshype gesorgt haben. Genauso wie damals mit dem BH, auf den seither sogar Damen mit Körbchengröße A nicht mehr verzichten wollen und die ihre Töchter schon im Alter von zwei Jahren nur mit Bikini-Oberteil in die Wanne lassen.

Für die Männerwelt ist die Frage nach dem Haar im Schritt längst beantwortet. Die beiden Herren hier haben es mit ihrem legendären Auftritt bereits vor drei Jahren in die richtigen Worte gefasst und auch noch musikalisch untermalt.

Die spinnen, die Japaner

Nun kommt er also zurück, der Busch. Überall. Nur nicht in Japan. Da war er noch nie aus der Mode gekommen. Dort gilt ein dichtes Dreieck als besonderes Merkmal ausgeprägter Weiblichkeit.

stadtpark

Kreative Variante einer Ersatzpflanzung für die im Zuge des Kita-Neubaus gerodeten Kulturen im Markranstädter Stadtpark.

In exklusiven Tokioter Geschäften kann sich die Dame von Format sogar Toupets für den Schritt kaufen. Teuer, das Zeug. Es gibt sie in diversen Friseurgeschäften auch billiger, aber allein schon der Begriff Friseur bringt da ernste Zweifel in den Slip. Wer will schon mit so langen Zotteln rumlaufen?

Kein tropischer Regenwald

Und was die Sache mit den Achselhöhlen angeht: Es muss ja nicht gleich so dolle wuchern, dass sich bei geeigneten klimatischen Bedingungen unter den Armen Gewitter bilden.

Apropos: So einfach ist der Rückweg zur guten alten Haarkultur leider auch nicht. Erst kürzlich hörte eine Frau im Duschraum der ‚Grünauer Welle‘ ein kleines Mädchen zu ihrer Mutter sagen: „Mama guck mal, die Frau da hat Haare unterm Arm. Ist die krank?“

Kein Scherz: Die Kids wissen gar nicht mehr, dass da unten von Natur aus eigentlich Haare hingehören. Die denken, sie blättern in einem Flyer vom Zoo, wenn die heute ein Aktfoto aus den 70ern sehen.

Man muss die Menschen, vor allem die jungen, behutsam heranführen an diese neue Mode. Auch die Älteren müssen sich erst wieder dran gewöhnen. Also, liebe Damen, erstmal nur ein paar Löckchen stehenlassen! Nicht dass der Alte beim Anblick der ganzen Pracht gleich den Arzt ruft, weil er denkt, dass Sie gerade Art Garfunkel entbinden.

Aber das kann sowieso nicht passieren. Sie können sich heute getrost dazu entscheiden, Ihren Rasierer oder Epilierer in die Mülltonne zu werfen, ohne untenrum gleich wie Bob Ross auszusehen. Wissen Sie, wie lange es dauert, bis Schamhaare komplett und in natürlichem Ausmaß nachgewachsen sind? Genau! Runde drei Jahre. Bis dahin ist längst wieder „blank“ in Mode gekommen.

Sie glauben das alles nicht? Hier mal ein paar Links: „Stern“, GQ-Magazin, news.de, wunderweib, Virtual Nights, Kölner Express.

 






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