+ + + Witz erobert die Charts: Ein Ostfriese bei der Übergabe seines neuen Hauses. Im Flur hängt bereits ein Spiegel. Verzückt blickt er hinein und lobt den Innenarchitekten: „Toll, sie haben sogar ein Bild von mir gemalt und schon aufgehängt!“ + + + Altranstädter äußert sich zu Familiendrama unterm Christbaum: „Erst muss ich meinem Kind klar machen, dass ich der Weihnachtsmann bin und dann muss ich meine Frau davon überzeugen, dass ich es nicht bin“ + + + Datenschutz-Eklat in Markranstädter Bekleidungsgeschäft: Verkaufsberaterin forderte von Kundin, ihre Konfektionsgröße preiszugeben + + + Nach Gebührenerhöhung für Kitas und Stadtbibliothek: Auch Ampel am Fußgängerüberweg Leipziger Straße soll gebührenpflichtig werden + + +

Ein Wöchelchen nur: Weil wir’s verdient haben …

Während ein Drittel der MN-Besatzung quer durch Deutschland kurvt oder auf diversen Baustellen jenseits der Elbe dem Projekt „Aufbau West“ frönt, wechselt das andere Drittel grade seinen Wohnort und der Rest fragt sich, was er hier noch soll in dieser ach so sonnigen Urlaubszeit. Die Standortmerkmale des Kulki sind schließlich international. BILD kann man auch in Kroatien lesen, Pommes mit Majo gibt’s in fremden Gestaden genauso häufig wie Ausländer und ins Gebüsch oder Wasser pinkeln kann man auch an der Ostsee. Also: Tschüss Markranstädt! Zumindest mal für ’ne Woche.

Wer Markranstädt in Richtung Urlaub verlassen will, der sollte das jetzt tun. Noch ist wenigstens die Tür nach Süden offen. Also dann: Eine Woche Sommerpause! Tschüssikowski und demnächst in alter, neuer Frische!

Hoch in den Norden wird es dagegen schon eng. Schkeuditzer Straße gesperrt, in Höhe Frankenheim droht landwirtschaftlicher Durchgangsverkehr und wer es über Bad Dürrenberg schafft, wird spätestens in Dessau zum Stehen kommen.

Schlechte Aussichten für die Lallendorfer Flüchtlinge auf der Ost- oder Nordseeroute. Trotzdem ist der Geruch nach Räucherfisch ebenso verlockend wie der Gedanke an Strand, Salzwasser und Fischerhütten.

Chronisch unterbesetzt sind die Markranstädter Nachtschichten bereits seit Wochen und nun haben sich auch noch die gesellschaftlichen Alleinunterhalter aus der vierten Etage in die Sommerpause verabschiedet.

Da bleiben Satirikern nur noch zwei Möglichkeiten. Sie machen sich selbst aus dem Staub oder reiten im Sommerloch wochenlang auf den fehlenden Erleichterungsmöglichkeiten am Kulki rum. Anders gesagt: Ostsee oder Urinoko…

Nö, da macht sich der verbliebene Rest lieber aus dem Staub. Noch sind die Grenzen nach McPomm offen. Es wird ja gemunkelt, dass die Nato Mecklenburg-Vorpommern bei Putin gegen die Krim eintauschen will.

 



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2 Comments to Ein Wöchelchen nur: Weil wir’s verdient haben …

  1. Ulrich Baader-Deinhoff sagt:

    Genial! Ich lese die Beiträge immer wie es mal passt, also zeitversetz. Bin dadurch aber immer auf dem Laufenden was in in meiner Heimat passiert und der Clou: wenn ich Tagesschau im Internet sehe zeitversetz später… macht doch niemand. Ist „eine Zeitung von gestern und langweilig“. Aber hier kann ich auch mal Wochen später etwas über M’std und gebunden lesen und erfahren, und es liest sich wie neu. Weil Ihr Realität mit Satire klasse kombiniert.Danke.
    Ulli Deinhoff, Ranstädter Allee Fünf ( kurz RAF)

  2. Olaf sagt:

    Einen schönen Urlaub wünschen wir dem ganzem Team Markranstädter Nachtschichten. Kommt erholt wieder und schreibt wie gehabt locker flockig über unser geliebtes Lallendorf und seiner näheren Umgebung!!!

    Ganz liebe Grüße von Elke und Olaf Karl

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