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Auch Schildbürger haben mal klein angefangen

Freitag ist’s! Sonnenschein, Frühling und Wochenende rufen. Wieder mal Zeit für einen Wochenrückblick. Und was sieht man so im Rückspiegel? Klar: Schilder.

In Markranstädt sind in den letzten Tagen ein paar ganz besondere Exemplare aufgetaucht. Das Spektrum reicht von Irreführung der Verkehrsteilnehmer bis hin zu … aber sehen Sie selbst. Hier also unsere Fotos der Woche mit bestem Dank an die Einsender. Macht weiter so!

Was will uns dieses Schild am Ortseingang von Frankenheim sagen? Ist es vielleicht ein Hinweis auf den kommenden Erdbeer-Gottesdienst im Lindennaundorfer Dom? Gewiss nicht.

Die Lösung des Bilderrätsels ergibt sich aus dem Kontext mit dem Schild darunter. Das ist die Lindennaundorfer Mühle und mithin sagt die Komposition beider Grafiken klar aus, dass die Mühle nicht nur zur Erdbeerzeit rund um die Uhr besetzt ist und Besucher einfach nur zu klingeln brauchen. Der Müller wartet schon sehnsüchtig auf seinem Glockenstuhl. Also enttäuschen Sie ihn nicht: Am Sonntag ist wieder Mühlentag!

Gefunden von unserem Chef persönlich in Frankenheim. Wegen reiner Pflichterfüllung also kein Dank!

Das zweite Beispiel ist da schon deutlicher in seiner Aussage. Was haben präpubertierende Jungs nicht schon für schlaflose Nächte verbracht angesichts Muttis Drohung „Nach tausend Schuss ist Schluss!“ Heute wissen wir, dass es ihr nur um das Bettzeug ging, denn nachdem die tausend Kerben am Bettgiebel voll waren, ging trotzdem immer noch einer.

Und jetzt kommt Onkel McDonalds aus Amerika und sagt uns, dass wir alle schon längst blind sein müssten. Oder anders gesagt: Wer das Schild lesen kann, ist kein Wichser. So sexistisch darf Werbung sein.

Gefunden von unserer Leserin Agathe an der Zuckerfabrik (Agathe, such Dir bitte ein neues Pseudonym! Agathe geht gar nicht!) Herzlichen Dank trotzdem!

Wie einfach Parken sein kann, wenn man auf Schilder pfeift, zeigt dieses interessante Beispiel. Weil gleich um die Ecke ein betagter Drittwagen in signalfarbenem Anstrich 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche einen der begehrten Parkplätze blockiert, wird’s langsam knapp mit Stellflächen im Parkstraßenviertel.

Schön jedoch, wenn man ein Auto unter dem Hintern weiß, dessen Aufschrift nicht nur eine serienmäßig eingebaute Überall-Parkerlaubnis, sondern auch eine Egal-Wie-Hinstellen-Berechtigung verheißt. Und ganz nebenbei hat der einfallsreiche Problemlöser damit auch noch eine beispielhafte Vorbildwirkung entfaltet.

Gefunden von unserem Leser Pjotr Tasse in der Parkstraße (Pjotr: siehe Agathe!!!). Auch ihm herzlichen Dank. 

 






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