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Ehe für alle: Traut Euch!

Da wollten alle Parteien also vier Jahre lang das Gleiche, aber bis letzte Woche ist es niemandem aufgefallen. Nun ist die „Ehe für alle“ aber beschlossene Sache. Drei Worte, die nicht nur die Welt, sondern auch Markranstädt verändern werden. Was steckt dahinter, was bedeutet das und wie wird sich die „Ehe für alle“ auf unseren Alltag auswirken?

Ehe für alle – das klingt erst mal wie eine Drohung. Müssen jetzt wirklich alle heiraten? Wenn ja, dann könnte das Standesamt gleich vom Markt in die Stadthalle oder besser noch ins Stadion am Bad umziehen. Massenvermählungen unter dem Transparent „Traut Euch!“

Vorbei wär’s dann aber mit Sprüchen wie „Alle elf Minuten verliebt sich ein Single…“ Logisch, denn wenn Ehe für alle zur Pflicht wird, gibt’s auch keine Singles mehr. Die arbeitslosen Online-Vermittler von parship & Co. hätten jedoch zumindest eine Perspektive. Sie können volley in die Standesämter wechseln, die jetzt noch händeringender als vorher nach Fachkräften suchen, um den Ansturm zu bewältigen.

Das kann kaum funktionieren und deshalb scheint es also, als wäre mit „Ehe für alle“ keine Vermählungspflicht verbunden. Was aber ist dann damit gemeint? Alle heißt alle, auch Kinder. Wird mit dieser allumfassenden Formel etwa die so genannte Kinderehe quasi durch die Hintertür legalisiert?

Kein Märchen? Dann Kopfschmerz!

Schon sieht man im Geiste einen greisen Zugereisten mit seinem Dödel in der Hand vorm Kinderbettchen stehen, aus dem eine Vierjährige mit großen Augen fragt: „Wie jetzt? Kein Märchen heute? Gut, dann habe ich Kopfschmerzen.“ und sich frustriert auf die Seite dreht.

Okay, das kanns also auch nicht sein. Zwar traut man den Regierenden in diesem unserem Lande, in dem sogar die Genitalverstümmelung von Jungen aus religiösen Gründen erlaubt ist, wirklich viel zu, aber so weit sind die da oben in Berlin wahrscheinlich doch noch nicht degeneriert. Unsere Kita am Stadtbad wird also mit Sicherheit eine Kita werden und kein Verkupplungsinstitut.

Was aber kann sonst mit „Ehe für alle“ gemeint sein? Darf man als Markranstädterin jetzt vielleicht sogar einen Hallenser heiraten, ohne sich dadurch ins gesellschaftliche Abseits zu stellen? Oder kann man seinen Hund … möglicherweise sogar den Wellensittich…? Gut, lassen wir das.

Schon die Gebrüder Grimm schufen mit dem Froschkönig ein Plädoyer für ungewöhnliche Paarbeziehungen.

Die Ehe für alle ist dann wohl doch eher in Bezug auf Ehe unter Gleichgeschlechtlichen gemeint. Da jedoch tauchen gleich ganz, ganz viele Fragen auf. Zum Beispiel die, wer da der Mann ist und wer die Frau? Das ist wichtig, immerhin gilt bei Hetero-Verbindungen für den Mann die Formel: Rechte halbieren und Pflichten verdoppeln.

Auch für Kinder, die da wie auch immer zustande kommen, wäre es wichtig zu wissen, wer da der Vater und wer die Mutter ist. Im Zweifelsfall müssen wir eben mal wieder unsere Mutter … na ja … oder eben die Vatersprache umdichten. Aus dem Vaterland wird dann ein gendergerechtes Elternland, Hintermänner können ab sofort auch Hinterfrauen werden und auch der kommende Mutterschaftstest dürfte zumindest den findigen Rechtsanwälten unseres Landes eine völlig neue Einnahmequelle sichern.

Nicht ohne Grund hat der Europarat bereits anno 2010 angeregt, die Begriffe Vater und Mutter abzuschaffen und durch die diskriminierungsfreien Verwaltungsformeln „Elter 1“ und „Elter 2“ zu ersetzen. Da kommt noch was auf uns zu! „Wenn du mich nochmal haust, geh ich heim und sag es meiner Elter 2!“

Allerdings bringt das auch für andere wissenschaftliche Disziplinen ungeahnte Herausforderungen mit sich. So müssen sich Ahnenforscher künftig neue Gewächse suchen, an die sie ihre Tafeln hängen können. Die althergebrachten Stammbäume haben nämlich bald nur noch einen Ast und der wird im Laufe der Jahre so schwer, dass aus dem einstigen Stolz des Waldes ein gebeugter Windflüchter wird.

Auch Schneewittchen hatte vorübergehend einen eher ausgefallenen Lebensentwurf. Mit gleich sieben Männern lebte sie unter einem Dach. Wilhelm und Jacob Grimm als Vorreiter der „Ehe für alle“?

Hat aber auch Vorteile. Bei zwei Vätern und keiner Mutter erübrigt sich im Trennungsfall die Streiterei, ob das Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Balg wie immer an die Mutter übertragen werden soll.

Elter 1 zahlt, Elter 2 stillt

Bestenfalls welcher der Väter zahlen muss und wer das Kind hingegen weiter stillen darf, steht dann zur Diskussion. Aber das haben unsere Landeseltern in Berlin sicher alles bedacht, als sie die Ehe für alle mitten in der Hektik des Bundestagswahlkampfes sozusagen in Form eines vorzeitigen Samenergusses verabschiedet haben.

Vor 15 Jahren noch hatten die Karlsruher Verfassungsrichter geurteilt, dass einer Ehe „als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner“ inne wohnt. Das hat sich jetzt geändert. Wirklich!

Schaut man sich das Treiben auf den einst germanischen Straßen an, kann man in der Tat feststellen, dass deutsche Männer keine Eier mehr in der Hose haben. Selbst ihre musischen Kompetenzen stellen sie jetzt selbstbewusst zur Schau und lassen sich beim Antanzen willig führen.

Männer rasieren sich ihre Säcke, gehen mit Probiersöckchen Schuhe kaufen, setzen sich beim Pinkeln hin und lassen sich neuerdings sogar die Augenbrauen zupfen. Von der in Karlsruhe einst beschworenen Verschiedengeschlechtlichkeit ist kaum noch was vorhanden.

Nein, die Ehe für alle ist alternativlos. Allein der Mangel an Männern lässt gar keine andere Wahl.

Diese Erkenntnis reicht sogar bis tief hinein ins erzkonservative Bayern. In seiner Freude über den Beschluss des Bundestages eilte Sepp H. (39) gestern zu seinem Vater und eröffnete diesem, dass er endlich heiraten will. Der Vater zeigte sich erfreut und fragte, wen der Sohn denn zum Altar führen wolle. Der antwortete: „Den Gustl vom Schrannenhof.“ Daraufhin bekam der Vater einen Tobsuchtsanfall: „Jo bist denn du narrisch woarn? Der ist doch evangelisch!“

„… und hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau!“ … „Äh, stopp mal. Und was waren wir vorher?“

Womit wir bei der Religion wären. Unser Bundestag hat mit seiner Entscheidung die göttliche Ordnung in Frage gestellt. Kaum hatten die Landesverweser im Reichstag ihre Abstimmungsarme gesenkt, schickte der Herr seine Strafe zu Boden. Das Regierungsviertel versank in den Wassermassen einer Sintflut. Leider nur vorübergehend, aber wenn das kein Zeichen war?

Der Segen des Buchhalters

Im Grunde genommen wird vielleicht sogar für den Herrn da oben die Ehe für alle längst überfällig sein. Möglicherweise. Aber bei den Gedanken an die Hintergründe könnte er noch manches Donnergrollen über unseren Planeten schicken.

Zusammenleben konnte man ja schon vorher, also kann sich die plötzliche Euphorie wohl doch eher nur auf solch weltliche Dinge wie Ehegattensplitting, besondere Belastungen und Steuerklasse 3 beziehen.

Und genau da werden die wahren Verlierer dieses Treibens offenbar. Es sind die Singles. Die, die nicht heiraten wollen oder noch niemanden gefunden haben, den man heiraten kann. Von denen spricht niemand. Diese armen Menschen haben nichts zu splitten, sind selbst ihre besondere Belastung und haben natürlich auch die beschissenste Steuerklasse.

Und als ob das nicht reichen würde, werden sie auch noch nach Strich und Faden belogen. Von wegen alle elf Minuten und so. Insofern kann die Ehe für alle in der gegenwärtigen Fassung nur ein erster Schritt gewesen sein. Jetzt muss sie wirklich folgen, die verpflichtende Ehe für alle.

 






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