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Zehn Gründe, die Sie wissen müssen für das last Christmas

Fast geschafft! Der Heilige Abend steht sozusagen vor der Tür. Wir sollten ihn noch einmal genießen, denn es könnte das letzte Fest sein, das wir auf so traditionelle Art begehen. Ein wahres Last Christmas quasi. Der Grund: Es stehen Veränderungen ins Haus. Gesellschaftliche Updates. Lesen Sie hier die 10 wichtigsten Gründe, warum Weihnachten nie mehr so sein wird wie früher.

Vieles von dem, auf das wir uns aus solch niederen Instinkten wie Tradition, Religion oder Romantik besinnen, steht derzeit auf dem Prüfstand. Zum Glück für die Ewiggestrigen ist die Jamaika-Koalition geplatzt. Auf diese Weise gabs nochmal einen Aufschub. Aber irgendwann sitzen GRÜNE und/oder SPD in der Regierung und dann ist es vorbei mit solch nationalkonservativen Hohefesten, wie wir sie kennen.

Veränderungen sind des Deutschen Feind, weshalb er diesen stets mit Unsicherheit begegnet. Da wäre es schön, wenn dem Volke erklärt wird, was da so auf uns zu kommt. Macht aber niemand. Weder im Bundestag noch über die vielen anderen Tage abwärts bis hin zum Markranstädter Unterhaus oben in der vierten Etage. Also machen wir das.

Hier nun die Neuerungen, die wir nach langen nächtlichen Sitzungen (mit Pausen auf dem Balkon) gemeinsam mit Alice Dunkler, unserer Redakteurin für östrogenale Grundrechte, erarbeitet haben:

1. Künftig: Die Weihnachsmensch

Es wird keinen Weihnachtsmann mehr geben. Sowohl Begriff als auch Gestalt sind geradezu unerträgliche Überbleibsel einer längst hinter uns liegenden Epoche männlicher Dominanz in der Gesellschaft.

Weil Weihnachtsmann/männin zu lang ist und außerdem die maskuline Form zuerst genannt wird, kommt eine andere Version in den Sprachgebrauch. Die gendergerechte Ausdrucksform lautet künftig: Die Weihnachtsmensch.

2. Quotenregelung

In einer Übergangsphase von zunächst drei Jahren wird unter Hoheit der Bundesländer eine Quotenregelung eingeführt. Im Freistaat Sachsen muss demnach in Städten ab 10.000 Einwohnern mindestens jeder zweite Haushalt von einem weiblichen Weihnachtsmenschen beschert werden.

In dünner besiedelten Regionen und zänkischen Bergdörfern wie Markranstädt sind es sogar zwei von drei Haushalten.

3. Der Bart muss ab!

Aus diesem Grunde verbietet es sich von selbst, dass die Weihnachtsmensch noch einen Bart trägt. Dieses testosteronbehaftete Relikt wird endgültig getilgt.

Damit die Kinder trotzdem noch erschrecken, ist auf eine Gesichtspackung aus rechtsdrehendem Naturjoghurt zurückzugreifen, die durch das Auflegen von Gurkenscheiben abgerundet wird (unten auf den Lehrfilm klicken, Dauer: 4 Sekunden).

Zudem sollen spätestens ab 2020 auch die gefürchteten Lockenwickler zu den unverzichtbaren Accessoirs im grauenhaften Erscheinungsbild des Weihnachtsmenschen zählen.

4. Mitbestimmung der Kommunen

Um die regionale Identität zu bewahren und die Vielfalt des lokalen Brauchtums zu fördern, sind die Kommunen aufgefordert, in begrenztem Rahmen eigene Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen.

So hat der Markranstädter Stadtrat beschlossen, dass die Weihnachtsmenschen in den völlig überheizten Wohnungen der Stadt nicht mehr unter schweren, roten Mänteln  schwitzen müssen.

Statt dessen sind ab kommendem Jahr bequeme Dederon-Schürzen zwingend vorgeschrieben. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich und können samt modischer Miederhosen auch von männlichen Weihnachtsmenschen beim konfuzianischen Fachausstatter gleich neben dem Volkshaus erworben werden. Schämet Euch nicht!

5. Neue Pflichten für Eigentümer

Ab 2019 ist jeder Haushalt verpflichtet, einen behindertengerechten Zugang für den Weihnachtsmenschen vorzuhalten.

Hintergrund ist die Tatsache, dass es sich bei ihm um ein Wesen mit Handicap handelt. Jahrhundertelang hat man die Augen davor verschlossen, dass er den Sack auf dem Rücken hat. Mit dieser unerträglichen Ignoranz muss nun aufgeräumt werden.

6. Gendergerechte Kamine

Die Bezirksschornsteinfeger sind angewiesen, ein spezielles Augenmerk auf die Dimensionen der Kamine zu legen.

Da weibliche Weihnachtsmenschen oft mit einem kompakter gebauten Becken ausgestattet sind und in der Regel über größere Herzkranzgefäße als ihre männlichen Kollegen verfügen, ist ihnen der Zugang über die Abluftanlagen der häuslichen Feuerstätten oft nur erschwert möglich.

Hier sind vom Eigentümer des Hauses die erforderlichen baulichen Voraussetzungen zu schaffen, dass auch sowohl weibliche als auch adipöse Weihnachtsmenschen am Arbeitsprozess teilhaben können.

7. Das Recht auf Wahrheit

Auf eine Neufassung der Weihnachtsgeschichte wird verzichtet. Gleichwohl muss sie jedoch vor dem Hintergrund der wirklichen Geschehnisse historisch korrekt interpretiert werden.

Eine unbefleckte Empfängnis ist laut einer gemeinsamen Studie von ratiopharm, VW und BASF definitiv ausgeschlossen. Vielmehr wollte die Kirche als führender Religionsanbieter damit bislang nur verheimlichen, dass Josef und Maria in Wirklichkeit ein gleichgeschlechtliches Paar waren.

Deshalb ist Josef bereits ab 1. Dezember 2018 aus sämtlichen Krippendarstellungen zu entfernen und durch ein lebensgroßes Abbild von Conchita Wurst zu ersetzen.

Auch andere Darstellungen, wie beispielsweise historische Gemälde, sind dahingehend zu ändern und bei der Gelegenheit auch gleich alle Farbigen weiß anzumalen. Dies soll zugleich den Schlussstrich unter den unerträglichen, bereits über Jahrhunderte grassierenden Rasissmus in der Kunst markieren.

8. Neue Könige, neue Gaben

Die Mär von den Heiligen Drei Königen muss dagegen völlig neu geschrieben werden. Es gilt als ausgeschlossen, dass Männer nach dem Weg fragen oder sich gar von einem Stern leiten lassen.

So hat das bereits in drei Wochen auszusehen!

Außerdem ist diese Darstellung ein Fausthieb ins Angesicht der Emanzipation. Künftig handelt es sich also um zwei Heilige Königinnen, die von einem männlichen Quotenkönig begleitet werden.

Ihre Namen lauten Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth und Cem Özdemir. Dementsprechend gibt es jetzt auch nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe, sondern Hartz IV, Marihuana und Irre.

Obwohl das bisherige C+M+B nichts mit den Anfangsbuchstaben der Könige zu tun hatte, sind Hauseigentümer ab sofort verpflichtet, am Dreikönigstag die Initialien E+R+Ö über ihren Haustüren anbringen zu lassen.

Auch wenn es bald keine Weihnachtsmänner mehr gibt, wird es aber auch weiterhin noch ausreichend Hintermänner geben. Und wahrscheinlich auch Hinterfrauen.

9. Toleranz geht durch den Magen

Gravierender sind dagegen die Einschnitte an den heimischen Festtafeln. Die Veränderungen sind in diesem Bereich derart umfangreich, dass man bereits von einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel sprechen muss. Zu viel, um es in der gebotenen Kürze darlegen zu können. Deshalb hier nur ein paar Eckpunkte:

> Da der Bestand an Weihnachtsgänsen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, kommt diese Spezies auf die rote Liste. Alle Markranstädter Händler dürfen ab kommendem Jahr deshalb nur noch die Tofu-Gans im Sortiment führen. Das gilt übrigens auch für die Martinsgans und für Enten aller Art. Ausgenommen ist ausdrücklich die WC-Ente, die allerdings nur dann verkauft oder verarbeitet werden darf, wenn der Kunde nachweisen kann, dass seine Schwiegermutter über Weihnachten ihren Besuch angekündigt hat (Vorlage der schriftlichen Androhung reicht!).

> Weihnachtsgebäck darf nur noch aus Dinkelmehl gefertigt werden.

> Wer bei einer Kinderweihnachtsfeier Kakao ausschenkt, der nicht zu 100 Prozent aus lactosefreier Milch besteht, macht sich strafbar!

> Der Christstollen bleibt uns in seinen wesentlichen Bestandteilen erhalten, jedoch dürfen nur noch geschächtete Rosinen verwendet werden und die Backröhre darf zuvor noch nie in Kontakt mit Schweinefleisch gekommen sein. Darüber hinaus muss der Christstollen einen neuen, religionsneutralen Namen erhalten. Als Favoriten werden von den Lobbyisten derzeit die Bezeichnungen multikultureller Jahresendkuchen und Fritz-Abdul-Schnitten gehandelt.

> Für alle zum Fest servierten Speisen ist eine Liste mit sämtlichen Inhaltsstoffen zu erstellen und für jeden Gast gut sichtbar auf der Festtafel anzubringen. Das Tischgebet wird durch das Verlesen dieser Liste ersetzt, damit auch ältere Personen und Gäste mit Sehschwäche wissen, welche Menge des weihnachtlichen Gewürzes Glyphosat sie verzehren müssen. Das Wort „Amen“ am Abschluss dieses Vorgangs wird gestrichen und durch E 501 ersetzt.

10. Ach kommet doch all

Weihnachten ist ein Fest für alle und alles, was zu Deutschland gehört. Das gilt auch für die Religionen. Wundern Sie sich also nicht, wenn aus den Orgelpfeifen auf der Empore Zielfernrohre ragen, der Pfarrer bei der Mette einen Turban trägt und vor dem Altar ein Gebetsteppich ausgerollt wird.

Ein erstes Fazit

Und auch wenn es unter der Burka Ihrer Platznachbarin auf der Kirchenbank tickt, muss Sie das nicht beunruhigen. Das gehört jetzt alles zu uns. Wir werden uns bald daran gewöhnen, so wie wir uns an vegane Schnitzel, die gendergerechte Salzstreuerin oder an Betonwände sowohl rund um die Weihnachtsmärkte als auch in unseren Köpfen gewöhnt haben.

Nur dass Frauen ihre Männer am Heiligen Abend in der Kirche nicht beschneiden lassen können, sollte vielleicht noch erwähnt werden. Über die Einführung eines solchen Brauches wird in den Sondierungsgesprächen noch verhandelt.  Man muss die Gesellschaft ja nicht gleich überfordern.






4 Comments to Zehn Gründe, die Sie wissen müssen für das last Christmas

  1. Snu sagt:

    Wir als Ungläubige hatten Probleme mit Punkt 10, was ist eine „Mette“ ? Einige meinten, ihr hättet zu später Stunde das t mit dem s verwechselt, ich dachte, der Kürschnermeister aus der Leipziger Straße hat seine eigene Veranstaltung in der Kirche. Ein Gastronom aus Altranst hat uns dann aufgeklärt.

    • -st- sagt:

      Logisch, es heißt ja auch wirklich Oettinger und nicht Oessinger. Wer schon mal einen Lehrgang im Maschineschreiben besucht hat (immer dieses ewige, später dann sogar mit geschlossenen Augen zu tippende „asdf jklö), der weiß, dass das S und das T auf der Tastatur viel zu weit auseinanderliegen, um versehentlich angeschlagen werden zu können. Kann also wirklich nur die Mette gemeint sein. Den Unwissenden, die sich mithin als Ungläubige outen, sei ein Besuch in der Kirche ans Herz gelegt.Aber aufpassen: Nach dem Passus „in Ewigkeit“ heißt es dann „Amen“ und nicht „Prost“ 😉

  2. Waldsiedler sagt:

    Bissige Satire vom Feinsten!

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