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Fragezeichen hinter der Blitzersäule

Was die historische Tragweite ihrer Geschichte angeht, so scheint die Causa „Blitzer“ in der Zwenkauer Straße der Frankenheimer Schranke den Rang ablaufen zu wollen. Gestern wurde der verbliebene Fotoapparat stadtauswärts auch für Aufnahmen in stadteinwärtiger Richtung ertüchtigt. Irgendwie scheint aber auch das nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Folgt da bald noch ein Kapitel? Was bisher geschah: In der Zwenkauer Straße wurde für jede Fahrtrichtung je eine Blitzersäule errichtet. Weil es der Deutsche aus Gründen des Rechts am eigenen Bild nicht mehr gewohnt ist, ungefragt fotografiert zu werden, setztlesen


Digital-Offensive: Wenn Visionen real werden


Eindrucksvolles Votum für nichts

Die MN-Umfrage zur Namensfindung für die neue Kita ist abgeschlossen. Sie endete mit einem geradezu überwältigenden Ergebnis. Eine eindrucksvolle Mehrheit hat bekundet, dass es ihr scheißegal ist, wie die in Bau befindliche Kinderaufbewahrungsanstalt später mal genannt wird. Also wird’s dann wohl doch auf die originelle Variante „Kita am Stadtbad“ hinauslaufen. Im Gegensatz zu den politischen Wahlverfahren fußte die Umfrage der Markranstädter Nachtschichten von Beginn an auf demokratischen Grundfesten. Wenn beispielsweise zur kommenden Bundestagswahl niemand hingeht, würde Angie ihre eigene Stimme reichen, um wieder Kanzlerin zu werden. Bei den Markranstädter Nachtschichtenlesen


Der letzte Sonnenstrahl

Sonntagabend kurz nach 18 Uhr. In London geht der Siebenkampf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften gerade in die entscheidende Phase, da ertönt die englische Nationalhymne. Siegerehrung im Siebenkampf. Auf dem Treppchen stehen nur zwei Frauen, dazu noch in „Zivil“. Eine von beiden ist sogar schwanger. Und weil die andere Frau in Markranstädt wohnt, haben wir mal genauer auf die ungewöhnliche Szene geschaut. Sportinteressierte Leserinnen und Leser wissen natürlich um die besonderen Umstände dieser besonderen Siegerehrung. Die vor wenigen Wochen zurückgetretene Siebenkämpferin Jennifer Oeser ist seit gestern offiziell zweifache Vizeweltmeisterin. Ihren einstigen drittenlesen


Einschulung (noch) ohne Christbaum

Wer selber keine Kinder hat und auch nicht in der Verwandtschaft, der hat spätestens am Samstagabend mitbekommen, dass da was abgeht. Unter lautem Geknalle stiegen Feuerwerksraketen in den Markranstädter Nachthimmel. Nein, es war nicht Silvester und keine Reminiszenz an den Klimawandel oder die Verschiebung der Jahreszeiten. Nur Einschulung. Die feiert man heute so. Allein die Natur weiß das nicht und so begab sich die wechselwarme Tierwelt nach der samstäglichen Knallerei vorsichtshalber in den Winterschlaf. Früher gabs eine Zuckertüte und den gebrauchten Ranzen vom großen Bruder und fertig war der Lacklesen


Geschützt: Die zweite Wahrheit über das Hotel

Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Beitrag ist.


Ausgesessen und Gras drüber

Was bisher geschah: Irgendwann anno 2011 kam ein Vorschlag auf den städtischen Tisch, wonach es wieder mal an der Zeit wäre, Markranstädt mit einem weiteren Kunstwerk heimzusuchen. Der metallene Schneckenphallus vorm alten Friedhof wird ja schließlich irgendwann mal langweilig und im Zuge der Eingemeindungen war auch nicht so viel Beutekunst an die Kernstadt gefallen, dass sich damit international punkten ließe. Also musste mal was Neues her für die Kunststadt am See. Da kam die Idee eines Markranstädter Künstlers mit norddeutschem Migrationshintergrund gerade recht. Eine Art Dach sollte es werden, getragenlesen


Table-Dance auf ausgesessenen Schulbänken?

Fast schon hätte der Satire-Laden der Nachtschichten mangels Ware vorübergehend schließen müssen. Sommerloch oder so. Aber grade als unsere Tippse mit dem Schild zur Tür gehen wollte, tat sich plötzlich was in der Stadthalle. Handwerker waren zu Gange. Das muss ein ganz besonderer Auftrag sein, wenn die sich bei über 30 Grad im Schatten noch emsig bewegen. Also flink mal nachgeschaut und die Ohren gespitzt. Und weiß Gott: Der Ausflug hat sich gelohnt! Hinter den Glasscheiben zur Garderobe zwischen den beiden Außenterrassen an der Südseite der Stadthalle (zum Alten Friedhoflesen


Start für den großen MN-Urlaubsfoto-Mitmach-Contest

Die Ferienzeit befindet sich auf der Zielgeraden, aber noch ist wenigstens ein paar Wochen Sommer. Fast jeder hat irgendwas unternommen, um der verbissenen Tristesse des Leipziger Vororts wenigstens für kurze Zeit zu entfliehen. Oft werden die dabei gefundenen Eindrücke auf Fotos festgehalten, mit denen man nach der Rückkehr die liebe Verwandtschaft, Freunde und Kollegen foltert. Aber es geht auch anders. Einmal raus aus dem Kaff, in dem man zum Lachen in den Keller geht. Natürlich muss man der ganzen Welt dann auch zeigen, dass man sich das leisten kann. Dielesen


Der uns den Blues gab

Es ist ein Sommertag im August 1973. Während die offizielle Jugend der DDR bei den X. Weltfestspielen in Berlin ein staatlich kontrolliertes „Woodstock des Ostens“ feiert, zelebriert ein 14-jähriger Autodidakt auf einem Hof in Seebenisch sein eigenes Festival. Mit sechs Zuhörern, von denen wenigstens drei keine Ahnung haben, was der Junge da spielt. Sie wollen eigentlich nur mal seine Gitarre anfassen. Die ist nun, 44 Jahre später, verstummt. Zusammen mit einer markanten Stimme und einem begnadeten Vollblut-Musiker. Normalerweise gab es zu jener Zeit in den Abendstunden ganz andere Klänge auflesen