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Appell an Barmherzigkeit zum Fest: Haufen sucht Herrchen

Kennen Sie den? Landet ein Raumschiff mit Aliens in Markranstädt. Als sie aussteigen, sehen sie, wie ein Mann sich bückt und den Haufen seines Hundes in eine Tüte hebt. Was denken die Außerirdischen, wer auf diesem Planeten die herrschende Rasse ist? Offenbar sind es Szenarien wie dieses, weshalb Markranstädter Herrchen ihre Hunde überall hinkacken lassen. Eine wahrhaft beschissene Gesamtsituation. Jetzt hat ein Bürger aber ein kurioses Mittel der Anklage gefunden. Okay, es ist nicht alles schlecht. Das Gute: Es befinden sich kaum menschliche Exkremente unter den im öffentlichen Raum abgelegtenlesen


Wie ein Holzkopf die Herzen erweichte

Wenn es um das Markranstädter Ordnungsamt geht, sieht so mancher Bürger vor seinem geistigen Auge erst mal kompromisslose Politessen und Politessriche, die mit Vorliebe irgendwelche Verstöße ahnden. Jetzt haben die Ordnungshüter der Stadt jedoch mal nachhaltig unter Beweis gestellt, dass sie auch anders können. Ausgerechnet ein Holzkopf hat ihre Herzen erweicht. Eine nicht nur wahre, sondern vor allem auch schöne Weihnachtsgeschichte. Wer seit vergangenem Samstag in Höhe Hordisstraße durch die Leipziger Straße fährt, könnte in der Tat erst mal nicht schlecht staunen. Von weitem kann es tatsächlich so aussehen, alslesen


Schnee, Besinnlichkeit und scharfe Schüsse

Größer, bunter, höher … die Weihnachtsmärkte überschlagen sich in diesem Jahr mit Superlativen. Dabei zeigen die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Döhlen/Quesitz schon seit Äonen, dass es auch anders geht. Und anno 2017 sind sie für ihre Hingabe auch richtig belohnt worden: Pünktlich zur Eröffnung des Döhlener Weihnachtmarktes hat Frau Holle die Betten ausgeschüttelt. Ein einfach herrlicher Abend! Besinnlichkeit am Feuer, sich treffen, unterhalten und genießen, was die weihnachtlichen Gewürze so auf der Zunge explodieren lassen – das ist der Weihnachtsmarkt in Döhlen. Und weil die Atmosphäre auch beilesen


„Sport frei!“ in Kulkwitz: Jedem Schüler sein Reck

Die Kulkwitzer Grundschüler können sich seit kurzem über einen kompletten Satz neuer Turngeräte freuen. Insgesamt 50 solcher Outdoor-Reckstangen wurden aufgestellt, damit sich die Kids an der frischen Luft betätigen können. Es scheint, als verfüge jeder Schüler über ein Gerät. Damit dürfte die Grundschule Kulkwitz zu den am besten aufgestellten Bildungseinrichtungen der Bundesrepublik zählen. Nur bei den Passanten sorgte der neue Anblick zunächst für Irritationen. Wer zu nächtlicher Stunde durch Gärnitz fährt, dem kann angesichts dessen, was da im Widerschein des Abblendlichs plötzlich vor der Windschutzscheibe auftaucht, ganz schnell mal derlesen


Die Bonsai-Plantage auf dem Kulturlehrpfad

Jeder Autor, Schriftsteller oder Dichter mit Weltruf hat’s wenigstens einmal getan. Goethe zu Ostern oder im Wald, Heine sogar das ganze Jahr über quer durch Deutschland. Gemeint ist der Spaziergang. Unser Autor Jab Adu wollte den großen Geistern nicht nachstehen und ist ebenfalls losgezogen. Er kam allerdings nur bis zur Kippe, da war sein Poem für die Nachwelt schon fertig. Neulich kam mir die wunderliche Idee, mal so richtig durchs Herbstlaub zu rascheln. So wie früher, als wir noch im König-Albert-Park das „Rosental“ vom Laub befreien mussten. Dank Google Earthlesen


Mutti, Vati, Hund: Gebühren sparen mit Tierheim statt Kita?

Die Erhöhung der Kita-Gebühren in Markranstädt hat nicht überall für Unmut gesorgt. Gewollt kinderlose TeilnehmerInnen unserer Gesellschaft sehen sich endlich im längst fälligen finanziellen Vorteil, ungewollt Kinderlose haben jetzt ein tröstendes Argument mehr und für Kita-Beschäftigte gelten gar gleich beide Argumente. Aber was ist mit den Kindern? Brauchen wir die noch? Früher hieß es, ein Mann müsse ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Lange her. Die Kosten machen diesen Luxus kaum noch erschwinglich. Einsparpotenzial bietet sich kaum. Die Grundstückspreise für Häuser explodieren und Kinder-Light als verbrauchsarmelesen


Jahreshauptversammlung mit Abstieg aus der 4. Etage

Aufgeschreckt durch die Ankündigung, künftig nicht mehr in die vierte Etage aufzufahren, wollte ein außenstehender Beobachter teilhaben am Meinungsbildungsprozess der selbsternannten ErklärbärInnen und nahm am letzten Freitag als Berichterstatter an der Jahreshauptversammlung der MN-Aktionäre teil. Hier sein Report: Eine übersichtlich und eindeutig formulierte Beschlussvorlage war fristgemäß und ohne Vorberatung in diversen Ausschüssen an alle NachtschichtlerInnen verteilt worden. Auch der Versammlungsort war gut gewählt. Mitten unter den Augen der Öffentlichkeit traf man sich in einer ländlichen Schänke und hatte damit die beste Tarnung überhaupt. Dass nicht alle selbstgewählten Vertreter des Gremiumslesen


# you too ?

Der Fall Harvey Weinstein hat eine Lawine ins Rollen gebracht. Unter dem Hashtag #me too gehen immer mehr Frauen mit ähnlichen Erfahrungen an die Öffentlichkeit. Sogar der britische Verteidigungsminister musste zurücktreten, weil er einer Radiomoderatorin ans Knie gefasst hat. Läuft unter „sexuelle Belästigung“. Das Knie als Geschlechtsorgan: Haben wir da in Bio was verpasst? Unser Autor Ronny von de Kippe ist der Sache mal nachgegangen. Die Fälle, in denen sich Menschen wegen sexueller Belästigung outen, nehmen weltweit zu. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Wellelesen


Neues aus der vierten Etage (34)

Zieht man Familienangehörige, Akteure, Platzwart, zwei MN-Spione, Pressevertreter und Physiotherapeuten ab, saßen kaum zehn Bürger auf den Zuschauerrängen in der vierten Etage. Eine Besorgnis erregende Entwicklung, deren Trend sich schon lange abzeichnet. Allein die Damen und Herren Räte haben sich mit solch wichtigen Entscheidungen zu beschäftigen, dass sie sich über die Bedürfnisse ihrer Bürger nicht auch noch Gedanken machen können. Mehr noch: Sie scheinen diese Belange nicht einmal wahrzunehmen. Es ist schon ein paar Jahre her, dass sogar Jugendliche den Weg in den Ratssaal fanden. Heute hat man beim Betretenlesen


Tief Herwart nahm Rache für seinen Namen

Ginge es um Leserzahlen oder Einschaltquoten, würde die Schlagzeile so lauten: „Sturmtief Herwart schlug Schneise der Verwüstung durch Markranstädt“. Ganz so schlimm wars dann aber doch nicht. Im Pazifik hätte ein Orkan bestenfalls zur Kokospalme gesagt: „Halt die Nüsse fest, jetzt wird geblasen!“ Seit Tiefs bei uns Männernamen wie Herwart tragen, ist aber nicht mal mehr das denkbar, auch wenn inzwischen die Ehe für alle proklamiert wurde. Das Sturmgebraus am Sonntag hatte im ständigen Tatü-Tata der Feuerwehr einen steten Begleiter. Nachdem sich der Wind gelegt hatte, wagten sich Überlebende derlesen