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Besser ein auses Hirn drin als einen aben Arm dran

Der Turm zu Babel war eines der sieben Weltwunder der Antike. Er sollte so hoch werden, dass die Menschen Gott persönlich die Hand schütteln konnten. Der jedoch bestrafte so viel Hochmut und nahm dem Volk die Sprache weg. Seitdem babeln die dort nur noch wirres Zeug. Allerdings wird auch in Markranstädt zunehmend hörbar gebabelt. Eine verspätete Gottesstrafe für die Höhe unseres Wasserturms? Mitnichten! Ich bin im Nova Eventis. Im Eingang eines Herrenausstatters kommt mir ein älteres Ehepaar entgegen. Offenbar ist die Frau von der neuen Jacke ihres Mannes noch wenigerlesen


Ehrenamt wird in Zukunft noch kostenloser

Bisher ist es bestenfalls ein warmer Händedruck, der als Lohn auf einen Ehrenamtler wartet. Im Idealfall gehört die drückende Hand einer Person, die für all das gut bezahlt wird, was der Ehrenamtler ihr an Arbeit ehrenamtlich abnimmt. Geht ja auch nicht anders. Das Hauptamt ist schließlich allein mit der Verwaltung der Aufgaben, die das Ehrenamt übernimmt, bis über beide Ohren bedient. Aber reicht es den Ehrenamtlern, bei der Geburtstagsparty damit prahlen zu können, dass sie den Landrat mal persönlich anfassen durften? Ehrenamtler haben die Speisung des Volkes mittels Tafeln übernommen,lesen


Lärmaktionsplan Markranstädt: Laut ist die A 38 noch zu leise

Mit der südlichen Luftströmung wird gegenwärtig nicht nur die warme Saharaluft auf die Haut, sondern auch der Lärm der naheliegenden A 38 an die Ohren der Räpitzer und Kulkwitzer geweht. So stehen die Bewohner dieser Markranstädter Ortschaften vor einem Dilemma, für das auch der aktuelle Entwurf eines Lärmaktionsplans (noch) keinen Ausweg liefert. Ein Bericht unseres Volkskorrespondenten aus der Süd-Redaktion. Alltag in Räpitz und Seebenisch: Bei Südwind ist es schön warm draußen, allerdings versteht man aufgrund des erhöhten Schallpegels kaum sein eigenes Wort. Bei Nordwind kann man sich zwar draußen aufhalten,lesen


Der Staat gibt auf: Privates Sicherheitsupdate für Markranstädt

Nicht zu fassen! Da kreisen in den Nachtstunden ein paar Männer mit Security-Shirts und Taschenlampen um die Gegend am Ratsgut sowie dem Alten Friedhof und schon ist (fast) Ruhe im Karton. In den sozialen Netzwerken werden die neuen Helden der privaten Sicherheit bereits als „tolle Männer mit Traumfiguren in Uniform“ gefeiert. Dafür rumorts jetzt umso mehr in den anderen Brennpunkten der Stadt, in denen man sich private Sicherheit finanziell nicht leisten kann. Aber auch da sind jetzt Lösungen in Sicht. Es ist schon erstaunlich, wie aufreizend still und fast schonlesen


Fundstücke der Woche: Zu perfekt ist auch nicht gut

Wochenende! Endlich mal wieder Zeit für einen Blick auf die Stilblüten und Druckfehler der Woche. Was Sie hier links sehen, ist allerdings kein Druckfehler. Es ist eine ganz normale Mitteilung der Stadtverwaltung, veröffentlicht im jüngsten Amtsblatt auf den Seiten 10 bis 12. Damit wird wieder einmal deutlich, wie schwierig so ein Job im Rathaus oder als Stadtrat ist. Für den einfachen homo marcransis beim besten Willen nicht zu durchschauen. Kann also durchaus auch eine chiffrierte Rücktrittsforderung an den Bürgermeister sein (der Länge nach kommts hin). Widmen wir uns aber nunlesen


Tollkühne Vision verlangt nach mutiger Entscheidung

Eigentlich sollten hier Stadtmöbel aufgestellt werden, so ähnlich wie vor Edeka. Doch der Versuch scheiterte kläglich, die Möbelpacker ergriffen die Flucht. Wie aus einem uns zugespielten Geheimdokument hervorgeht, haben private Honoratioren der Stadt daraufhin einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung der Fläche ausgelobt. Hier die Siegervariante, bei der es gelang, die bislang auf Eis gelegte Ansiedlung einer Milchtankstelle harmonisch ins Erscheinungsbild der Stadt zu integrieren. Ob die Stadträte dieser Vision folgen können?


Aufregung in Kulkwitz: Die Nabus sind los!

Es wächst zusammen, was zusammen gehört. In diesem Fall sind es die Markranstädter Nachtschichten und ihre Leser. Während andere Qualitätsmedien im Sommerloch das Blaue aus den Kugelschreibern lutschen müssen, machen bei uns die Leser einfach mit und füllen die gähnende Leere. So wurde uns gestern ein Video aus Kulkwitz zugespielt, an dem nun alle ihre pure Freude haben dürfen. So muss das sein! Vielen Dank an unsere beiden aufmerksamen Leser für die ebenso bewegten wie bewegenden Bilder. Es gibt viele Arten von Rindviechern. Auch in Markranstädt. Die in der DDRlesen


Markranstädt: Mit Privatisierung der Sicherheit kommt Spaß zurück

Es wird alles wieder gut in Markranstädt! Letzte Nacht hat es geregnet, in die Katastrophenmeldungen der vergangenen Wochen mischen sich bereits zaghaft wieder erste Erfolgsnachrichten und dass es um die No-Go-Areas der Kernstadt etwas ruhiger geworden ist, hat auch nachhaltigere Gründe als nächtliche Regengüsse. Aber genau diese Gründe haben bisweilen so lustige Auswirkungen, dass man sich als Satiriker einen Platz auf einem Balkon in der Leipziger Straße mieten möchte, um nichts zu verpassen. Die ersten Markranstädter Haus- und Wohnungseigentümer haben aus den Vorgängen der letzten Wochen Konsequenzen gezogen. In einemlesen


Markranstädt ächzt unter ungewöhnlichem Tsuwarmie

Markranstädt ächzt unter der Hitzewelle. Die Grünanlagen sehen aus wie Testflächen für Glyphosat, die Quecksilbersäule bekommt Höhenangst und die Platanen der Stadt haben sich schamlos bis aufs nackte Holz entblößt. Sogar die Schneehöhe auf dem Gipfel des Bienitz liegt seit Tagen konstant bei null Millimetern. Aber die Folgen sind noch weitaus dramatischer als zunächst sichtbar. Markranstädt, wegen des einzigartigen Dialektes seiner Einwohner oft auch Lallendorf genannt, ist in diesen Tagen nicht wiederzuerkennen. Die Stadt verändert unter der sengenden Hitze nicht nur äußerlich ihr Gesicht. Weil beispielsweise das kostbare Wasser immerlesen


Heute im Stadion am Bad: Warten auf Kim Jong-un

Heute spielt der SSV Markranstädt gegen den 1. FC Magdeburg (18:30 Uhr, Stadion am Bad). Sechste Liga gegen zweite, das ist ein galaktischer Unterschied. Zweite Bundesliga – davon hat man auch mal geträumt in der Sportstadt am See … in Zeiten, als der berühmte rote Ordner angelegt wurde. Hat nicht geklappt. Dabei ist es gar nicht so schwer, in die Beletage aufzusteigen. Man muss dazu nicht einmal Fußball spielen können. Mesut Özil hat gezeigt, wie’s geht. Jetzt muss man seine Schablone nur nutzen. Nein, das Özil-Beben kann man nicht einfachlesen