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Fundstücke der Woche: Zu perfekt ist auch nicht gut

Wochenende! Endlich mal wieder Zeit für einen Blick auf die Stilblüten und Druckfehler der Woche. Was Sie hier links sehen, ist allerdings kein Druckfehler. Es ist eine ganz normale Mitteilung der Stadtverwaltung, veröffentlicht im jüngsten Amtsblatt auf den Seiten 10 bis 12. Damit wird wieder einmal deutlich, wie schwierig so ein Job im Rathaus oder als Stadtrat ist. Für den einfachen homo marcransis beim besten Willen nicht zu durchschauen. Kann also durchaus auch eine chiffrierte Rücktrittsforderung an den Bürgermeister sein (der Länge nach kommts hin). Widmen wir uns aber nun den wirklich lustigen Fundstücken der Woche.

Einfach zum Schreien!

Gefunden in der LVZ online vom 3.8.2018

Weil immer weniger gelesen wird, kann kaum noch jemand fehlerfrei schreiben. Außerdem müssen sich auch Tageszeitungen dem Druck der Digitalisierung beugen und neue Wege finden. Der analoge Leserbrief hat endgültig ausgedient.

Aber weil das Internet noch nicht in jeder Ecke angekommen ist, macht die LVZ speziell ihren Markranstädter Lesern ein einzigartiges Angebot. Nicht Briefpapier oder E-Mail, nein: Schreien Sie einfach Ihre Meinung! Sie wissen ja, wer schreit hat Recht. Und je lauter, desto rechter. Da wird man am Ende vielleicht sogar in Leipzig erhört.

Geschichtsträchtiger Hinweis

Gefunden von unserer Leserin Sabine in Leipzig.

Den alten Goethe zog es einst aus Hessen nach Leipzig, um hier die deutsche Hochsprache zu erlernen. Ja wirklich, sächsisch galt bis 1815 als hochdeutsch! Goethe kannte bis dahin nur den Äppelwoi, den er sich bei Heinz Schenk im Blauen Bock bembelweise hinter die Binde gekippt hat.

Kein Wunder, dass er in eine Schaffenskrise geriet und niemand seine Bilder kaufen wollte. Erst als ihm in Leipzig vor Auerbachs Keller eine tunesische Fachkraft etwas von unserem Apelmus vertickte, kam Goethe in die Spur zurück. Dieses Schild soll an den historischen Augenblick erinnern.

Rein teschnisch gesehen deutsch

Gefunden von unserer Leserin A. bei indeed.com

Worldwide agierende Globalplayer müssen ihre Absatzmärkte heute in den jeweiligen Landessprachen bedienen. Kompliziert wird das bei Dingen wie Tschetschenischer Technik aus Tschechien – kurz Teschnik genannt.

Da macht es sich gut, wenn man mit den eigenen sprachlichen Defiziten selbstkritisch umgehen kann und das per Stellenanzeige in geradezu spielerischer Form („Finde den Fehler“) zu vermitteln in der Lage ist. Jedenfalls wird sofort klar, warum die jemanden suchen, der über gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügt. Teschnisch perfekt!

 






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