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Küssen impossible: Das 61. Geschlecht

Wissen Sie, wieviele verschiedene Geschlechter es beim Menschen gibt? Bei Facebook können Sie inzwischen aus 60 Identitäten wählen! Das gesellschaftliche Spektrum reicht von Heterosexuellen über Homosexuelle, Bisexuelle, Pansexuelle und Transsexuelle bis hin zu Omnisexuellen. Damit gendergerechte Stellenanzeigen nicht zu seitenfüllenden Textwüsten werden, fasst man alles, was sich jenseits von Mann und Frau befindet, mitunter diskriminierend als Diverse zusammen. Jetzt aber ist ein weiteres Geschlecht hinzugekommen und das macht die Katastrophe perfekt!

Kindermund tut Wahrheit kund. Für meinen Sohn (5) gibt es nur zwei Geschlechter. Die erkennt er am Gezumse, das die Menschen im Schritt mit sich rumschleppen. Oder eben nicht. Die unten nichts haben, besitzen dafür weiter oben mehr oder weniger gut wahrnehmbare „Hupen“, wie mein Junge immer sagt. Damit ist die Identifizierung des Geschlechts für ihn erledigt.

Kinder unterscheiden nur, ob ihr Gegenüber eine Frau oder ein Mann ist und so ist ihre heile Welt in Ordnung. Mehr noch: Mein Sohn gehört zu jener Spezies, die im Stehen pullern kann. Im Kindergarten machen sie sogar richtige Wettbewerbe. Höher, weiter und so. Gut – zielen … das müssen sie alle noch üben, aber das wird noch. Geht aber eben nur bei Jungs.

Okay, sein Weltbild wurde kurz erschüttert, als im allabendlichen Einschlaf-Porno mal eine Transe durch das Display seines Smartphones lief. Besser gesagt ein Ladyboy. Seitdem lässt er seine Mutter nicht mehr ins Bad, wenn er duscht. Er hat wohl Angst, bei ihr den Baum der Erkenntnis zu entdecken. Es ist Jungs instinktiv in die Wiege gelegt, sich bei Gefahr nicht nach der Seife zu bücken.

Für mich ist die Welt dagegen ungleich komplizierter. Ich will nicht Opfer einer #metoo-Debatte werden. Nein, ich möchte mich allen Geschlechtern gegenüber respektvoll verhalten. Leider gibt es da ein Problem: Wie erkenne ich, ob jemand pansexuell oder omnisexuell ist oder seine Geschlechtsidentität eher im nichtbinären, trans oder intersexuellen Bereich liegt?

Manche wissen nicht einmal selbst was sie sind. Heute mal das und morgen mal sowas. Oder vielleicht auch schon in der nächsten Sekunde. Je nach Gefühl eben. Und damit diese armen Menschen nicht jeden Tag neu auf dem Einwohnermeldeamt einen Personalausweis mit der grade aktuellen Geschlechtsidentität beantragen müssen, wurde für sie nun das 61. Geschlecht erfunden.

Genderfluid nennen sich die, die für sich die freie Wahl aus den 60 übrigen Geschlechtern auserkoren haben. Da kanns schon mal passieren, dass du abends mit einer scharfen Milf ins Bett gehst und morgens neben einem transfemininen Pansexuellen aufwachst. Ich habe so viel Angst davor, dass ich bei Facebook mein Kreuz jetzt bei „geschlechtslos“ gesetzt habe. Sicher ist sicher.

 



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