Lindenaundorf

 
 

Stilblüten-Hitliste gegen Markranstädter Langeweile

Sie haben es sicher schon gemerkt: Irgendwie ist es langweilig geworden in Lallendorf und seinen annektierten Gebieten. Das verwirrt uns. Auf der Suche nach satirisch duftenden Hormonen liegt der Weg ins Internet nahe. Aber auch da stößt man nicht gleich auf des Pudels Kern. Man muss schon zweimal hinsehen und zwischen den Buchstaben lesen, um was entdecken zu können. Aber es lohnt sich! Hier die vier jüngsten Fundsachen aus dem World Wide Web, der Presse und (siehe Titelfoto) so mancher Anschlagtafel. Manchmal ist das Leben schier zum Kotzen. Das hatlesen


Bevor es heute in der Bürgerfragestunde Fragen gibt…

Eine von der vor 8 Stunden neu gegründeten Bürgerinitiative „Räpitzer Treue für Sachsen“ eilig einberufene Einwohnerbefragung, die laut Gesetz nur am 1. April möglich ist, ergab eine ebenso einstimmige wie überwältigende Willensbekundung: „April, April“ lautete das Veto der Räpitzer zum kolportierten Wechsel des Ortes nach Sachsen-Anhalt. Und während man im Dresdner Kreml noch nach einem Staatssekretär mit Namen Borderlein fahndet, ist in Markranstädt längst wieder der Alltag eingekehrt. Die Sprecherin schweigt, der Meister wird zum Spiskesellen und im Ordnungsamt wird aufgeräumt. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Die Idee hat was!lesen


Beschränkte Hilfe durch beschränkte Lösungen

Die Zahl 13 soll bekanntlich Unglück bringen. Aber wahrscheinlich dachte gestern keiner der Kameraden der Markranstädter Feuerwehr beim Ausrücken daran, dass es der 13. Einsatz anno 2015 war. Das Unglück kam trotzdem, wenngleich die Sache glimpflich endete. Wie immer, so ist der Einsatzbericht des FFW-Pressewarts wieder einmal lesenswert, birgt aber diesmal auch eine hohe Brisanz. Demnach rückten die Kameraden gestern gegen 11:59 Uhr zu einem Heckenbrand in Frankenheim aus. Das muss schon ein seltsames Gefühl sein, wenn man überhastet den Arbeitsplatz, die Küche, den Garten oder was auch immer verlässt,lesen


Räpitz plant die Integration der Eremiten

An fast jedem Ort in Deutschland wird über die Integration von Ausländern diskutiert. Dabei sind noch nicht einmal Inländer in unserer Gesellschaft angekommen. Eine kleine, nahezu unscheinbare Meldung auf Seite 13 der jüngsten Ausgabe des Markranstädter Stadtjournals widmet sich diesem Thema. Interessant und sympathisch, was da zu lesen ist. Und höchste Zeit auch – allerdings nicht nur in Räpitz. Im Volksmund werden die urbanen Enklaven, die es mittlerweile in fast jeder Stadt gibt, Känguru-Siedlungen genannt. Weil die Ureinwohner jener Orte den Insassen der neuen Wohngebiete unterstellen, wegen der Kredite nichtslesen


So stehn die Gauchos: Götze im Angriff, Spiske im Schach?

Es bleibt dabei: Kein Wort zur Stadtratssitzung und zum Kita-Beschluss auf dieser Seite. Grundsätzlich. Eigentlich. Doch das Donnergrollen, das seit gestern zu hören ist, scheint sich zu einem ausgewachsenen Tsunami zu entwickeln und bereitet Sorgen. Das kann man nicht einfach so ignorieren. Und wem die folgenden Zeilen so in den Augen klingeln, als würden wir eine Lanze für den Bürgermeister brechen wollen: Ja – in diesem Fall tun wir das. Aber nicht wegen des Kita-Standorts, sondern aus anderen Gründen. Nennen wir sie: Demokratie. Man kanns auch als Naivität bezeichnen. Inlesen


Der Kreis ist ein rundes Quadrat

Druckfehler, Stilblüten, unfreiwillig missverständliche Formulierungen … die Welt der Schadenfreude ist schier unendlich. Zu DDR-Zeiten, als der Eulenspiegel nur gegen einen Bananen-Gutschein am Kiosk erhältlich war, zog sich die halbe Republik jene legendären Sonderseiten mit Fehldrucken von Flaschenetiketten, lustig formulierten Kontaktanzeigen oder Druckfehlern aus der Tagespresse rein. Seit die Silbentrennung vom Computer vorgenommen wird, die Rechtschreibreform als Standard-Ausrede für Redakteure gilt und unsere Muttersprache konsequent verdenglisht wird, ist auf diesem Leser-Auge Hornhaut gewachsen. Ein Grund mehr, nach solchen Dingen zu suchen. Es gibt sie, die Stilblüten und Druckfehler. Doch fallenlesen


„50 shades of grey“ unterm Wasserturm

Man kennt das noch aus dem Kindergarten: Wenn man nichts begriffen hat, gings ab in die Ecke zum Schämen. Die MN haben sich diese Strafe selbst auferlegt und seit Rücknahme des Kita-Beschlusses und schließlich des Ausgangs des 2. Sonderstadtrats am vergangenen Samstag mit knallroter Birne und Blick auf die Fußspitzen am Wasserturm gestanden. Das Eingeständnis eigener Fehlbarkeit zwingt uns zu einer Erkenntnis: Wir verstehen gar nichts mehr. Zum Glück hat der Papst in Markranstädt nichts zu melden, sonst hätten wir gar ein paar würdevolle Ohrfeigen gefangen. Wegen Dummheit oder Naivitätlesen


Digitale Gefühle aus der 11-Minuten-Terrine

Aller Orten, auch in Markranstädt, beschäftigen sich die Mächtigen mit den Zahlen und Planungen für das aktuelle Kalenderjahr. In Sachsens Rathäusern werden zur Kalkulation des Kita-Bedarfs sogar Geburten geplant. Ohne freilich im Zweifelsfall selbst aktiv zu werden. Auch wir haben uns einmal ein paar Zahlen näher betrachtet. Zahlen, die unsere ohnehin tiefdunklen Seelen zutiefst erschüttern und vor Kummer noch dunkler erscheinen lassen. In Markranstädt leben von den rund 14.700 Einwohnern nur wenig mehr als 50 Prozent in trauter Zweisamkeit mitsamt des im Abendland dazugehörigen Trauscheins. Gut 5.350 Einwohner im heiratsfähigenlesen


U wie unten: Urologie für Laien

Post von höchster Stelle: Die Deutsche Gesellschaft für Urologie hat kürzlich einen gut dotierten „Medienpreis Urologie 2015“ ausgeschrieben. Gesucht wird die journalistische Arbeit, die ein urologisch relevantes Thema am besten transportiert, um eine möglichst breite Öffentlichkeit laienverständlich zu erreichen und auf der Basis seriöser Informationen aufzuklären. Und es ist egal, ob der Beitrag in einem Druckerzeugnis, Online, im Radio oder TV veröffentlicht wurde. Online! Das steht wirklich so da. Na dann wollen wir uns mal das Preisgeld, immerhin 2.500 Euronen, abholen. Hier Teil 1 unseres Bewerbungsschreibens: Um das Tätigkeitsprofil eineslesen


Facebook-Ausfall: Der Tag danach …

Fieberhaft suchen Verschwörungstheoretiker weltweit nach den Ursachen für die Katastrophe, von der auch Markranstädt betroffen war. Zumindest die Regionen der Stadt, in denen es Internet gibt. Am Dienstag hatte irgendwer irgendwo auf der Welt das Facebook kaputt gemacht. Rund eine Stunde lang war es, als hielte die Welt den Atem an. Kurz bevor die ersten Menschen ihre Siuzid-Gedanken wahr machen konnten, flackerte es jedoch auf den Monitoren und Zuckerbergs Heiland war wieder da. Aber die Folgen dieser Katastrophe haben dramatische Ausmaße. Eine Stunde ohne Facebook! Erst jetzt weiß man, waslesen