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Ab 14. September in Seebenisch: Abenteuer auf der Landstraße

Noch bis Ende der 60er Jahre bestand die Verbindung zwischen Seebenisch und Schkeitbar aus einem teilweise gepflasterten, ansonsten naturbelassenen Feldweg. Bio-Straße würde man heute sagen, um sich das Konstrukt schön zu reden. Irgendwann zu Beginn der 70er muss dann bei irgendeiner Baumaßnahme etwas Asphalt übrig geblieben sein, der dann da drauf gekleistert wurde. Ab nächste Woche nun soll dieser reparaturbedürftige Holper-Pfad für wenigstens ein Vierteljahr als Lebensader für Seebenisch dienen. Eine Provinzposse mit möglicherweise eklatanten Folgen. Im Fachjargon nennt sich die Verbindung zwischen Seebenisch und Schkeitbar K 7960. Für ihrenlesen


Nippel aus Stahl macht müde Männer munter

Schon der Literpreis von nur einem Euro verrät, dass das keine gewöhnliche Tankstelle ist, die da kürzlich in Kitzen eröffnet hat. Und auch exotische Angebote wie Super oder E 10 gibt es dort nicht. Die Oktanzahl beträgt zwischen 3,6 und 4 Prozent Fett, der Preis ist konstant und geöffnet ist täglich von 5 bis 22 Uhr. Die Kitzener Milchtankstelle erlebt einen wahren Run. Früher war der Einkauf Frauensache. In ihren Dederonbeuteln schleppten sie dabei aus HO oder Konsum auch literweise Milch nach Hause. In Kitzen allerdings scheint sich die heutigelesen


Nach Treuhand und Bankern nun auch noch echte Wölfe

Im Juni 2014 lief eine unscheinbare Meldung durch die Presseticker. In der Dübener Heide wurde ein Wolf gesichtet. Wenige Tage später lag dann auch der mit einer Wildkamera (Fotofalle) geschossene Beweis vor. Nachdem in den Jahren davor Sichtungen in der Dahlener und Annaburger Heide sowie in der Lausitz und davor in der Oberlausitz bekannt wurden, war klar, dass das Volk des Isegrim sich auf der Suche nach Asyl westwärts bewegt. Rein statistisch muss der erste Wolf irgendwann um den 17. Juli 2015 die Grenzen von Markranstädt überschreiten. Seebenisch, so scheintlesen


Der Schlagbaum hat wieder ausgeschlagen

Mühsam streckt die Gerste am Fuße der Frankenheimer Mühle ihre grünen Halme gen Sonne. Trotz besten Ackerbodens gibt’s hier, wie überall in Mitteleuropa, nur eine Ernte im Jahr. Andere Kulturen wachsen schneller. Die Schranke am Verbindungsweg zur Markranstädter Straße, die auf dem Stadtplan auch als „An den Windmühlen“ zu finden ist, hat beispielsweise einen solch hohen Vegetationsrhythmus, der sie bis zu drei mal im Jahr gedeihen lässt. Jetzt steht sie schon wieder in voller Pracht inmitten der Landschaft und wartet auf die nächste Ernte. Kritiker behaupten ja nach wie vor,lesen


Geheimnisvolle Zeichen im Stadtpark

Markranstädt steht seit voriger Woche im Fokus von Verschwörungstheoretikern und UFO-Forschern. Der Grund: Im Stadtpark sind 17 geheimnisvolle Zeichen aufgetaucht. Besorgte Bürger vermuteten hinter den mysteriösen Zahlen an den Bäumen zunächst das Bauamt, das mit einer Art ökologischem Vernichtungskataster quasi die Vorbereitungen zur Baufeldfreimachung für die neue Kita hätte betreiben können. Doch statt eines Bekennerschreibens kam nun aus dem Fachbereich III ein klares Dementi. Seither überschlagen sich die Gerüchte über den Ursprung der geheimnisvollen Zahlen. Üblicherweise sollen Schmierereien im öffentlichen Raum ja grundsätzlich von zugekifften Jugendlichen stammen. Das jedoch kannlesen


Stilblüten-Hitliste gegen Markranstädter Langeweile

Sie haben es sicher schon gemerkt: Irgendwie ist es langweilig geworden in Lallendorf und seinen annektierten Gebieten. Das verwirrt uns. Auf der Suche nach satirisch duftenden Hormonen liegt der Weg ins Internet nahe. Aber auch da stößt man nicht gleich auf des Pudels Kern. Man muss schon zweimal hinsehen und zwischen den Buchstaben lesen, um was entdecken zu können. Aber es lohnt sich! Hier die vier jüngsten Fundsachen aus dem World Wide Web, der Presse und (siehe Titelfoto) so mancher Anschlagtafel. Manchmal ist das Leben schier zum Kotzen. Das hatlesen


Sofi sorgt für Wirtschaftsaufschwung

Omg, thx sofi: lol. So das Handy nach den vielen Sonnenfotos noch funktionierte, waren das die gängigsten SMS-Formeln, die gestern durch den Äther schwirrten. Der Tag der Sonnenfinsternis ist vorbei. Bis Mitternacht haben wir gewartet, ob angesichts der ungewöhnlichen Konstellation der Gestirne nicht doch noch irgendwas passiert. Bis auf die Tatsache, dass ein paar Sonnen-Euphoriker ihre teuren Kameras zerschossen haben, blieb aber nahezu alles aus, was da an Folgen prognostiziert wurde. Ein wenig unheimlich war es schon, gestern kurz vor Mittag. Der Himmel färbte sich graublau und irgendwie war alleslesen


121,5 Zentimeter auf der nach oben offenen … Skala

Pressemitteilungen sind immer subjektiv und deshalb ist vor allem der gelernte DDR-Bürger mit seinen genetisch geprägten Fähigkeiten des Lesens zwischen den Zeilen im Vorteil. So gelesen, tragen Pressemitteilungen in der Tat den Charakter anspruchsvoller Übungen, um Kenntnisse in der Interpretation öffentlicher Verlautbarungen zu festigen. Heute geht es noch mal um die Seebenischer Vernässungsfläche und den Sportplatz des SSV Kulkwitz. Nachdem das Thema langweilig zu werden drohte, hat die Stadtverwaltung jetzt zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen, um die Bürger bei Laune zu halten: Die Pressestelle hat eine wirklich unterhaltsame Mitteilung entbunden.lesen


Papier ist geduldig – bei Cellulite unter der Latzhose

Das Wochenende hat es bei einem Blick in den Briefkasten nachhaltig gezeigt: Die deutsche Wirtschaft boomt. Auch die in Markranstädt. Zwanzig verschiedene Werbeschriften (alles, was Sie da links auf dem Foto sehen!), vom Sachsen-Sonntag über die ALDI-Qualitätspresse, Fressnapf und Kik bis hin zum MC-Donalds-Gutscheinflyer, fielen allein aus dem MN-Briefkasten. Da kommt man schon ins Grübeln, ob man das wirklich alles zum Müllplatz schleppt oder die Blaue Tonne nicht doch lieber gleich vor den Briefkasten zerrt. Das Signal aus der Postbox ist unmissverständlich: Die Wirtschaft boomt. Sie produziert und will ihrlesen