+ + + Wegen Lieferschwierigkeiten von Schokohasen: Nahkauf, Edeka, Lidl und Rewe zwingen Aldi in Markranstädt zu Oster-Stillstandsabkommen bis 27. Dezember + + + Veganes Essen im Rathaus: In der Stadtverwaltung gibt es jetzt einmal in der Woche einen Tag der veganen Ernährung – Bürgermeister und Personalrat einigten sich auf Sonntag   + + +

Von männlichen Mädchen und weiblichen Abdeckern

Angespornt von den Diversen, die von Perversen in Kontroversen gesucht werden, ist eine Leserin in den vergangenen Tagen mit weit geöffneteren Augen als sonst durch den Blätterwald gegangen. Und siehe da, sie wurde fündig. Nicht nur in gendermäßiger Hinsicht ist das Gesuch der Deutschen Hospitality in Leipzig ein denkwürdiges Dokument. Auch die darin offerierte Berufsbezeichnung ist ausgesprochen innovativ.

(Screenshot, gefunden bei: indeed.de)

Zunächst sei mit einer irreführenden Vermutung aufgeräumt. Wenn früher in der LPG „Rote Scheiße“ (heute: Pink Gülle light GmbH) ein Schwein verhungert war und morgens tot im Stall lag, wurde es zum Abdecker gebracht. Dazu waren meist schwere Jungs oder ein mobiler Kran erforderlich.

Dass sowas jetzt von speziell ausgebildeten Abdeckmädchen gemacht wird, ist ein Irrtum. Schweine, die freiwillig gestorben sind, kommen heute nicht mehr zum Abdecker, sondern werden im Interesse der Ausnutzung aller Ressourcen verarbeitet. Lippenstift, Hautcreme, Schokolade – man kann viel draus machen.

Wer das Inserat aufmerksam liest, stellt schnell fest: Abdeckmädchen findet man heute nicht in der Viehwirtschaft, sondern in der artverwandten Hotellerie. Hier ein Beispiel: Wenn der Manager nach einem Geschäftsessen mit der Hostess aufs Zimmer geht und sich vor Aufregung ein paar Viagra zu viel einwirft, kann es ganz schnell zum Eklat kommen.

Mitten im Deck-Akt kann der gestresste Manager verenden und dann ist es erforderlich, die unter ihm röchelnde Dame abzudecken. Das macht dann das Abdeckmädchen. Turn him down! Und weil das heute zum guten Ton gehört und kein Hotel gerne in Sexismus-Debatten verwickelt wird, sucht man denn auch Abdeckmädchen (m/w).

Es kann sich also auch ein Junge respektive Mann als Abdeckmädchen bewerben. Insbesondere für Crossdresser, die oft abwertend als Sissy-Boys bezeichnet werden, ist das eine geradezu erstrebenswerte berufliche Perspektive. Wo sonst kann man den ganzen Tag offiziell in Schürzchen und hohen Pumps rumlaufen?

Wer bei solchen Gedanken dennoch ein unangenehmes Gefühl im Zwickel des Strapshöschens spürt, kann sich natürlich auch ganz traditionell als Housekeeper bewerben. In dieser Position darf man auch als Haushälterin seine gewohnten Unterhosen mit Eingriff rechts tragen und dem armen Mädchen beim Abdecken zuschauen.

 



(naechster Beitrag) »



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.