Kulkwitz

 
 

Erst Räpitz verhökert, dann Markranstädt eingemeindet?

Räpitz und seine Ortsteile sollen ab 1. 4. 2017 zu Sachsen-Anhalt gehören. Diese Mitteilung war mehr als nur ein landespolitischer Paukenschlag. Wie zu erwarten, beschäftigen sich jetzt ganze Stäbe von Juristen mit der Frage, ob ein solcher Vorgang tatsächlich vom Grundgesetz gedeckt wird. Artikel 29 sieht so etwas zumindest vor. Da es aber ein Präzedenzfall ist, lesen sich die Pressemitteilungen aus Dresden und Magdeburg eher wie Anleitungen zum Kauen von Naturkautschuk. Nur ein einziger Paragraf wurde benannt, dafür jede Menge Willensbekundungen und schwammige Phrasen. Eigentlich sind es nur zwei Argumente,lesen


Räpitz plant die Integration der Eremiten

An fast jedem Ort in Deutschland wird über die Integration von Ausländern diskutiert. Dabei sind noch nicht einmal Inländer in unserer Gesellschaft angekommen. Eine kleine, nahezu unscheinbare Meldung auf Seite 13 der jüngsten Ausgabe des Markranstädter Stadtjournals widmet sich diesem Thema. Interessant und sympathisch, was da zu lesen ist. Und höchste Zeit auch – allerdings nicht nur in Räpitz. Im Volksmund werden die urbanen Enklaven, die es mittlerweile in fast jeder Stadt gibt, Känguru-Siedlungen genannt. Weil die Ureinwohner jener Orte den Insassen der neuen Wohngebiete unterstellen, wegen der Kredite nichtslesen


So stehn die Gauchos: Götze im Angriff, Spiske im Schach?

Es bleibt dabei: Kein Wort zur Stadtratssitzung und zum Kita-Beschluss auf dieser Seite. Grundsätzlich. Eigentlich. Doch das Donnergrollen, das seit gestern zu hören ist, scheint sich zu einem ausgewachsenen Tsunami zu entwickeln und bereitet Sorgen. Das kann man nicht einfach so ignorieren. Und wem die folgenden Zeilen so in den Augen klingeln, als würden wir eine Lanze für den Bürgermeister brechen wollen: Ja – in diesem Fall tun wir das. Aber nicht wegen des Kita-Standorts, sondern aus anderen Gründen. Nennen wir sie: Demokratie. Man kanns auch als Naivität bezeichnen. Inlesen


121,5 Zentimeter auf der nach oben offenen … Skala

Pressemitteilungen sind immer subjektiv und deshalb ist vor allem der gelernte DDR-Bürger mit seinen genetisch geprägten Fähigkeiten des Lesens zwischen den Zeilen im Vorteil. So gelesen, tragen Pressemitteilungen in der Tat den Charakter anspruchsvoller Übungen, um Kenntnisse in der Interpretation öffentlicher Verlautbarungen zu festigen. Heute geht es noch mal um die Seebenischer Vernässungsfläche und den Sportplatz des SSV Kulkwitz. Nachdem das Thema langweilig zu werden drohte, hat die Stadtverwaltung jetzt zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen, um die Bürger bei Laune zu halten: Die Pressestelle hat eine wirklich unterhaltsame Mitteilung entbunden.lesen


Der Kreis ist ein rundes Quadrat

Druckfehler, Stilblüten, unfreiwillig missverständliche Formulierungen … die Welt der Schadenfreude ist schier unendlich. Zu DDR-Zeiten, als der Eulenspiegel nur gegen einen Bananen-Gutschein am Kiosk erhältlich war, zog sich die halbe Republik jene legendären Sonderseiten mit Fehldrucken von Flaschenetiketten, lustig formulierten Kontaktanzeigen oder Druckfehlern aus der Tagespresse rein. Seit die Silbentrennung vom Computer vorgenommen wird, die Rechtschreibreform als Standard-Ausrede für Redakteure gilt und unsere Muttersprache konsequent verdenglisht wird, ist auf diesem Leser-Auge Hornhaut gewachsen. Ein Grund mehr, nach solchen Dingen zu suchen. Es gibt sie, die Stilblüten und Druckfehler. Doch fallenlesen


„50 shades of grey“ unterm Wasserturm

Man kennt das noch aus dem Kindergarten: Wenn man nichts begriffen hat, gings ab in die Ecke zum Schämen. Die MN haben sich diese Strafe selbst auferlegt und seit Rücknahme des Kita-Beschlusses und schließlich des Ausgangs des 2. Sonderstadtrats am vergangenen Samstag mit knallroter Birne und Blick auf die Fußspitzen am Wasserturm gestanden. Das Eingeständnis eigener Fehlbarkeit zwingt uns zu einer Erkenntnis: Wir verstehen gar nichts mehr. Zum Glück hat der Papst in Markranstädt nichts zu melden, sonst hätten wir gar ein paar würdevolle Ohrfeigen gefangen. Wegen Dummheit oder Naivitätlesen


Digitale Gefühle aus der 11-Minuten-Terrine

Aller Orten, auch in Markranstädt, beschäftigen sich die Mächtigen mit den Zahlen und Planungen für das aktuelle Kalenderjahr. In Sachsens Rathäusern werden zur Kalkulation des Kita-Bedarfs sogar Geburten geplant. Ohne freilich im Zweifelsfall selbst aktiv zu werden. Auch wir haben uns einmal ein paar Zahlen näher betrachtet. Zahlen, die unsere ohnehin tiefdunklen Seelen zutiefst erschüttern und vor Kummer noch dunkler erscheinen lassen. In Markranstädt leben von den rund 14.700 Einwohnern nur wenig mehr als 50 Prozent in trauter Zweisamkeit mitsamt des im Abendland dazugehörigen Trauscheins. Gut 5.350 Einwohner im heiratsfähigenlesen


U wie unten: Urologie für Laien

Post von höchster Stelle: Die Deutsche Gesellschaft für Urologie hat kürzlich einen gut dotierten „Medienpreis Urologie 2015“ ausgeschrieben. Gesucht wird die journalistische Arbeit, die ein urologisch relevantes Thema am besten transportiert, um eine möglichst breite Öffentlichkeit laienverständlich zu erreichen und auf der Basis seriöser Informationen aufzuklären. Und es ist egal, ob der Beitrag in einem Druckerzeugnis, Online, im Radio oder TV veröffentlicht wurde. Online! Das steht wirklich so da. Na dann wollen wir uns mal das Preisgeld, immerhin 2.500 Euronen, abholen. Hier Teil 1 unseres Bewerbungsschreibens: Um das Tätigkeitsprofil eineslesen


Facebook-Ausfall: Der Tag danach …

Fieberhaft suchen Verschwörungstheoretiker weltweit nach den Ursachen für die Katastrophe, von der auch Markranstädt betroffen war. Zumindest die Regionen der Stadt, in denen es Internet gibt. Am Dienstag hatte irgendwer irgendwo auf der Welt das Facebook kaputt gemacht. Rund eine Stunde lang war es, als hielte die Welt den Atem an. Kurz bevor die ersten Menschen ihre Siuzid-Gedanken wahr machen konnten, flackerte es jedoch auf den Monitoren und Zuckerbergs Heiland war wieder da. Aber die Folgen dieser Katastrophe haben dramatische Ausmaße. Eine Stunde ohne Facebook! Erst jetzt weiß man, waslesen


Demonstrieren, bis eine Frau kommt

Das KuK war bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den rund 100 Gästen, die in den gestrigen Abendstunden dem Vortrag von Frank Richter lauschten, befanden sich sogar zahlreiche Besucher aus den umliegenden Ortschaften. Um die wesentlichen und ernsthaften Fakten wird sich die lokale Presse kümmern, also konzentrieren wir uns gemäß unseres selbst gestellten, niederen Anspruchs um die satirische Seite der Veranstaltung. (Foto: SLpB,  Detlef Ulbrich, Montage Zitat: MN) Da war zunächst die Geduld des Publikums gefragt, denn Frank Richter, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, musste noch einen Terminlesen