Lindenaundorf

 
 

Demonstrieren, bis eine Frau kommt

Das KuK war bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den rund 100 Gästen, die in den gestrigen Abendstunden dem Vortrag von Frank Richter lauschten, befanden sich sogar zahlreiche Besucher aus den umliegenden Ortschaften. Um die wesentlichen und ernsthaften Fakten wird sich die lokale Presse kümmern, also konzentrieren wir uns gemäß unseres selbst gestellten, niederen Anspruchs um die satirische Seite der Veranstaltung. (Foto: SLpB,  Detlef Ulbrich, Montage Zitat: MN) Da war zunächst die Geduld des Publikums gefragt, denn Frank Richter, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, musste noch einen Terminlesen


First Responder unterfahren

Es hat den Anschein, als seien die Kameraden unserer Feuerwehr unentwegt im Einsatz. Die Sirenen in der Stadt heulten in den letzten Tagen so oft, dass man meinen könnte, deren Stromverbrauch müsste bald als eigenständige Position in den städtischen Haushalt einfließen. Auch in Frankenheim hat es am Samstag wieder gebrannt. Diesmal züngelten die Flammen aus einer Laube. Trotzdem war es eine andere Meldung, die für unsere satirischen Antennen die richtige Wellenlänge hatte. Zehn Tage – fünf Einsätze, so lautet das Fazit der ersten Tage im Jahr 2015. Vom brennenden Grifflesen


Apocalypse now: Ein Neujahrsspaziergang

Punkt 23:58 Uhr war der am 31. Dezember ausgebrochene Häuserkampf in Markranstädt beendet und die Sekt-Milizen stellten sich der offenen Auseinandersetzung auf den Straßen der Stadt. Bis auf vereinzelte Gefechte war die Schlacht in den Morgenstunden beendet. Das neue Jahr wurde traditionell mit vom Geruch verbrannten Schwarzpulvers geschwängerter Luft und tonnenweise Müll begrüßt. Da der Kampfmittelbeseitigungsdienst bis zum Neujahrs-Abend noch nicht ausgerückt war, bot sich dem Spaziergänger in der Stadt ein chaotisches Bild. Während sich die Hauptkampfzonen vor den Gaststätten und der Stadthalle erfreulicherweise aufgeräumt zeigten, glichen die Parkplätze vorlesen


Mach ihn! … Mach ihn! … Er macht iiiihn!

Die Vorgefechte hatten bereits vor Tagen begonnen, aber erst in wenigen Stunden wird der Höhepunkt erreicht sein: Speziell die Kernstadt wird dann einen Geräuschpegel entwickeln, der die Ureinwohner unserer Gegend an den britischen Bombenangriff vom 4. Dezember 1943 erinnern wird. Zerfetzte Briefkästen auf den Straßen, verängstigte Tiere in der Natur (oder was von ihr übrig ist) und Notärzte, die mit flinker Nadel abgerissene Finger annähen. Silvester ist die destruktive Ausdrucksform 364 Tage unter Verschluss gehaltener Emotionen. „The same procedure as last year?“, wird Freddy Frinton heute abend wieder fragen undlesen


Wieder Brand in Frankenheim: Jack the Kokler?

Dass die Feuerwehr mal einen ruhigen Abend hat, muss nicht gleich heißen, dass es nicht brannte. So geschehen am Montag in den Abendstunden. Wieder befand sich das Ziel des Feuerteufels in Frankenheim. So langsam wird die Lage dort ziemlich ernst und in der öffentlichen Wahrnehmung gibt es außer den üblichen Floskeln, dass die Kripo ermittelt, keinerlei erkennbare Fortschritte oder spürbare Reaktionen. Im Polizei-Ticker heißt es: „In das Einfamilienhaus waren offenbar mehrere unbekannte Täter eingedrungen. Nach dem Durchsuchen setzten sie im Wohnzimmer einen Bürostuhl in Brand und flüchteten. Das Feuer breitetelesen


Das wahre Genie kennt keine Schranken

Warum auch sollte Markranstädt anders handeln als der Rest der Welt? Längst geht es nicht mehr darum, das Übel an der Wurzel zu packen, sondern es woandershin zu delegieren oder – wenn es schon woanders ist – dort zu lassen. So spielt sich also der Kampf gegen Ebola nicht in Afrika, sondern auf europäischen Flughäfen ab und in Kurdistan werden die letzten Verteidiger des Abendlandes aus der Luft von deutsch-amerikanischen Waffenlieferungen erschlagen. Hauptsache, der Krieg kommt nicht zu uns. Ähnlich müssen auch die Gedanken derer gewesen sein, die für dielesen