Von wegen „Corona wird kein Spaziergang“

Kann ja sein, dass man andernorts bei den Montagsspaziergängen die Wanderstöcke mit den Schlagstöcken kreuzt. Warum auch immer. In Markranstädt ist das jedenfalls nicht der Fall und wenn da am Montag so um die 400 Wanderslustige losgezogen sind, kann man das jedenfalls nicht mehr unter die Rubrik „Was sonst noch geschah“ kehren.

Herbert Roth hätte angesichts so viel Bewegungsfreude möglicherweise einen neuen Hit entbunden. „Ich wandre ja so gerne die Leipz’ger Straße lang. Begleitet von Gendarmen, wird mir dabei nicht bang“ oder sowas in der Art.

Okay, ein wenig gewöhnungsbedürftig ist das Gleichnis schon. Während das Pflegepersonal auf dem Zahnfleisch kriecht, gehen andere vergnügt spazieren. Allein mit der Aufforderung „Augen auf bei der Berufswahl“ lässt sich die Situation allerdings nicht beschönigen. Da ist die Politik vieles schuldig geblieben.

Andererseits ist auch klar, warum die staatliche Macht solche Spaziergänge nicht gern sieht. Die ist es gewohnt, die Dinge selbst zu initiieren und in der Folge auch zu steuern. Notfalls mit Fördermitteln. Was nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist, wird nicht gefördert und fällt daher aus.

Raus an die frische Luft

Aber das ist beim montäglichen Abendausflug irgendwie anders. Ursprünglich hieß es mal: „Die Corona-Pandemie wird kein Spaziergang“ – jetzt also doch. Und was auch immer man in den Menschenzug hineininterpretieren möchte: Das können nicht alles Nazis, Querdenker oder subversive Elemente sein.

Ob nun 300, 600 oder mehr Teilnehmer spazierengegangen sind, ist egal. Hauptsache der Ausflug verlief friedlich und man war mal wieder an der frischen Luft.

Ob nun 300, 600 oder mehr Teilnehmer spazierengegangen sind, ist egal. Hauptsache der Ausflug verlief friedlich und man war mal wieder an der frischen Luft.

Wie dem auch sei: Das in zahllosen Grabenkämpfen der vergangenen Jahre gestählte Bürgertum der Stadt Markranstädt weiß mit Konfliktpotenzial bestens um´zugehen und offenbar auch mehrheitlich mit anderen Meinungen.

Aber es sind auch längst nicht alles nur Markranstädter. Weil sie keine Masken tragen, kann man die Spaziergänger gut auseinander halten und wird schnell merken, dass die LVB der heimliche Profiteur dieser Aktion ist. Die vielen auswärtigen Interessenten an frischer Markranstädter Landluft kommen nämlich längst nicht anspaziert, sondern werden per öffentlicher Logistik in die Stadt am See gekarrt.

Nichts aus der Geschichte gelernt

Das haben die Verteidiger des sozialistischen Nachtlandes 1989 besser gemacht. Da blieben Busse, Züge sowie Straßenbahnen in den Depots und der Plebs konnte zusehen, wie er auf den Leipziger Ring kommt. Hat allerdings auch nicht geholfen.

Happy Hour: Spaziergänger an der Tankstelle. Kein Wunder, dass das dem Staat nicht passt. Wer nicht tankt, bringt keinen Steuerumsatz.

Happy Hour: Spaziergänger an der Tankstelle. Kein Wunder, dass das dem Staat nicht passt. Wer nicht tankt, bringt keinen Steuerumsatz.

Aber nun zum Montagabend in Markranstädt. Systemrelevante Kräfte schätzten die Zahl der Teilnehmer auf 300, Wandersleute wollten mindestens 600 gesehen haben. Einigen wir uns auf die Mitte, weil die erstens vom MN-Team geschätzt wurde und deshalb stimmt und zweitens die genaue Zahl sowieso uninteressant ist. Viel wichtiger war der friedliche Verlauf.

Zwei Momente, als Böller aus offenbar alten Wehrmachtsbeständen detonierten und ein Augenblick, als in der Nähe des Aldi-Marktes eine Protestnote in den Markranstädter Nachthimmel geschrien wurde (was dem Spaziergang beinahe den Charakter einer nicht angemeldeten, damit nicht genehmigten und deshalb sofort zu unterbindender Demo verliehen hätte), blieb alles ruhig.

Mehr noch: Am Ende gab es sogar einen Gänsehaut-Moment. Nachdem sich Teilnehmer und Ordnungshüter abschließend wieder auf dem Marktplatz eingefunden hatten, gab es von den Spaziergängern Beifall für die Polizei. Die Atmosphäre glich dabei der im Stadion am Bad nach einem gewonnenen Pokalspiel, nur dass diesmal auch Frauen dabei waren. Stehende Ovulationen für die Männer in den schicken Uniformen.

Hier kam es letzte Woche zu Raufhändel mit Körperkontakt. Diesmal blieb alles friedlich.

Hier kam es letzte Woche zu Raufhändel mit Körperkontakt. Diesmal blieb alles friedlich.

Kein ironischer Akt, sondern eine wirkliche Geste des Dankes. Einige Wanderfreunde gingen sogar auf die Polizisten zu, bedankten sich persönlich für den zurückhaltend-sensiblen Einsatz sowie den friedlichen Verlauf und hatten sogar noch Zeit für einen Smalltalk über das anstehende Abendessen.

Da war ein spürbares Aufatmen auf allen Seiten wahrnehmbar, nachdem es in der Vorwoche zu verbalen Raufhändel mit sogar gelegentlichem Körperkontakt kam.

Wo ist der Stadtführer?

Also, es müsste jetzt nicht gleich jeden Montag einen Spaziergang geben, aber wenn, dann bitte so friedlich. Vielleicht könnte man ja auch mal die Route ändern, damit’s nicht ganz so langweilig wird. Immer die gleichen Geschäfte und Schaufensterauslagen – das wird schnell öde.

Oder man könnte einen Stadtführer engagieren, der den Teilnehmern wenigstens ein bisschen was dazu sagt, woran sie gerade vorbei laufen. Dann wäre das auch nachhaltig, hätte einen höheren gesellschaftlichen Wert und vielleicht gibt’s ja dann sogar Fördermittel …

31 Kommentare

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    • Jens Spiske auf 27. Januar 2022 bei 15:00
    • Antworten

    Grundsätzlich kann jeder für oder gegen die staatlich verordneten Maßnahmen sein. Man/frau kann auch dafür oder dagegen demonstrieren. Nur haben sich diese sogenannten „Spaziergänge“ aller Orten zu Veranstaltungen entwickelt, die vor allem von Kräften missbraucht werden (wollen), die unsere Demokratie und die damit verbundenen Freiheiten rigoros abschaffen wollen. Das sollte jeder Spaziergänger grundsätzlich bedenken.
    Ich persönlich kann sehr gut nachvollziehen, dass sich viele Menschen nach nunmehr fast 2 Jahren der Ein-/Beschränkungen, mit einem ständigen „Hüh und Hott“ der Politik, gegängelt fühlen und einfach die Faxen dicke haben. Mir, der ich mich an alle staatlichen Vorgaben halte und halten muss (bin ja bei der Armee) geht es da oft genauso.
    Gerade aktuell erinnere ich mich sehr oft an ein Gespräch im Erzgebirgskreis, wo mir ein Spitzenvertreter des dortigen Landkreises sagte, dass es aus seiner Sicht nicht gut sei, wenn Politik den Menschen im Land jegliche Selbstverantwortung abspreche und meint alles bis ins Kleinste regeln regeln zu müssen. Heute, über ein Jahr nach diesem Gespräch, glaube ich, dass der Mann Recht hat.
    Sollte der „Spaziergang“ in meiner Heimatstadt Markrans tatsächlich eine Demonstration für mehr Menschlichkeit und Selbstbestimmung gewesen sein, dann kann ich das nachvollziehen und in sogar gut finden. Wenn dem so ist, unterscheidet dies Markranstädt -mal wieder- von anderen Städten. Auch in der Flüchtlingskrise 2015/16 haben sich die Markranster nicht von Scharfmachern der extrem Rechten vereinnahmen lassen. Darauf bin ich heute noch stolz. Behaltet euch das bei!
    Ein abschließendes Wort noch zum Impfen, weil mir als Arzt das wichtig ist:
    Impfen schützt, das ist nun mal seit Jahrzehnten bewiesen und jeder sollte sich gut überlegen und abwägen, ob er ein hohes Risiko einen schweren Coronaverlauf zu entwickeln eingehen möchte oder nicht. Insofern bin ich dafür einen sachlichen und wissenschaftlich fundierten Diskurs darüber zu führen. Ich bin geimpft und geboostert um MICH zu schützen und nichts anderes. Es geht dabei um MEINE Gesundheit und dabei ist es mir letztlich egal, ob mich ein Nichtgeimpfter oder Geimpfter ansteckt. Auf jeden Fall kann ich davon ausgehen, dass ICH einen milden Verlauf von Corona erleide. Für diesen Vorteil, lasse ich mich gerne auf den auch 4., 5….. Piks ein.
    Und: es kann nicht sein, dass Nichtgeimpfte, Geimpfte, Impfbefürworter, Impfgegner, Coronaskeptiker o.ä. ausgegrenzt, angefeindet oder gar verprügelt werden. Wir leben nun mal in einer freiheitlichen Gesellschaft und jeder Einzelne muss mit anderen Meinungen, Lebensentwürfen etc. leben. Dies anzumahnen ist mir am 27.01. , dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wichtig.
    Und hallo Politik positioniert euch klar und zügig. Vor allem gebt den Menschen eine Perspektive auf Normalität, hebt dann zu einem Zeitpunkt X die Maßnahmen auf und lasst die Menschen selbst bestimmen, ob sie sich schützen wollen oder nicht.

    1. Ein ganz ganz feiner Kommentar, sehr zutreffend. Lieber Jens, kanditiere nochmal, es ist noch nicht zu spät. Noch ein Tipp an die Nachtschichten: schickt den Kommentar mal an den Bundestag und an diesen Lauterlach.

      1. Dann könnte es aber passieren, dass er nicht (noch mal) Bürgermeister wird, sondern Gesundheitsminister. Das wird ein Fest … der Mann, der aus dem Land kommt, wo man auch am Abend Moin sacht. „Denkt immer än: Middm impfstoff nich spaasam sein“. Also allein dafür würden wir das machen. Haben Sie die Nummer von diesem Lauterlach?

    2. Und was machen wir mit denen, die im Impfzentrum den echten Arm unterm Mantel verstecken und dem Arzt statt dessen eine Attrappe hinhalten, um sich auf diese perfide Weise ein Zertifikat zu erschleichen?

  1. Ich finde es tool wen sich 200 oder doch 1000 Menschen ganz spontan um ihre Neujahrsvorsätze von ihren leicht adipösen Körper mit einem „Spaziergang“ in wunderschöner Umgebung der Leipziger Strasse zusammen einzulösen.Bewegung soll ja den Geist und Körper frei von allem Bösen( Medien,Polikern, usw.)machen.Gespräche führen,sich andere Meinungen erschliesen und nicht nur Ihre scheint das Ziel zu sein. Ein schöner Abschluss auch,das aufstellen von Kerzen vorm Rathaus für die mit oder an Corona leider verstorbenen halte ich für eine menschliche Idee von Grösse,oder habe ich da was falsch verstanden. Danke

    1. Ach wo denken Sie denn hin? Jeder versteht es so, wie er es gern verstehen möchte. Es gibt sogar Menschen (gewählte Mandatsträgerin), die rümpfen angesichts nachgezählter 450 Spaziergänger die Nase und ziehen dabei den Rotz hoch, um die von der Lügenpresse gezählte Zahl (die sich später als wahr erwies) zu verurteilen. Da könnte man als Zähler beleidigt sein, aber auch hier gilt Nachsicht. Wenn man bedenkt, was der Dame jahrelang als 20 Zentimeter vorgegaugelt wurde, kann man es ihr nicht verübeln, 450 Spaziergänger auf 1000 zu schätzen-

    • Claudia auf 13. Januar 2022 bei 0:21
    • Antworten

    Es ist ja offiziell keine Demo. Aber was wollen die herrangekarten Leute denn? Was sind die Forderung bzw. Welche Lösungsvorschläge haben sie denn?

    Und zweitens: organisiert wird das ganze von Frei Sachsen – die werden nicht umsonst von Verfassungsschutz beobachtet. Ob die nun mit 10 oder 100 dabei sind ist egal. Die Leute laufen mit. Bier besteht auch zu 95% aus Wasser und ist deswegen trotzdem Bier

      • Bürger auf 13. Januar 2022 bei 12:14
      • Antworten

      Ich glaube, da sind Sie auf dem Holzweg, das organisiert gar keiner, die Leute treffen sich einfach.
      Das spricht sich halt rum.
      Eine Botschaft auf der Rathaustreppe lies einige stutzen und nun ?

      1. Das ist sogar im Bundestag so. Die treffen sich einfach so … 🙂

    1. Genau unsere Vorstellung von gelebter Demokratie. Stelle vor jeden Demonstrationszug ein paar Leute aus der gegenüberliegenden Fraktion und schon ist die Demo beendet, weil die Anderen nach Hause gehen müssen. Nach Ihrer Theorie müsste übrigens jede Demo in Deutschland eine BND-Demo sein 🙂

  2. Aus meiner Sicht haben es die Menschen satt, von der Politik permanent durch Maßnahmen wie Kleinkinder gegängelt zu werden. Egal welcher Status-diese Spaziergänger (unter denen sich auch Pflegepersonal befindet) möchten keinen Schutz mehr. Sie wünschen sich Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zurück. Wir haben keine Pest, sondern mittlerweile milde Verläufe, dank Omikron. Doch trotz das die pandemische Notlage aufgehoben wurde und sich alle, nun fast zwei Jahre, an alle Maßnahmen hielten, ist kein Ende in Sicht. Die Menschen sehnen sich nach Menschlichkeit, Menschsein, Miteinander. Wir alle sitzen in einem Boot. Und wer geschützt werden will und wer nicht, sollte jeder selbst entscheiden dürfen. Ich selbst übernehme der Regierung die Verantwortung ab. Ich kann schon selbst auf mich aufpassen und benötige keinen Schutz.
    Danke.

      • jabadu auf 16. Januar 2022 bei 20:06
      • Antworten

      „Die Menschen sehnen sich nach Menschlichkeit, Menschsein, Miteinander. Wir alle sitzen in einem Boot.“
      Welch erhabene Worte. Ich verstehe darunter, dass sich jeder dafür einsetzt, dass es allen gut geht. Da meine ich nicht, dass man in freier Selbstbestimmung und Eigenverantwortung endlich wieder mal eine Curry-Wurst verzehren kann.
      Ich denke dabei an die armen Schweine in unserem Boot, die auf den Intensivstationen liegen und darauf hoffen, endlich mal wieder richtig Luft holen zu können. Es sind ja nur noch 2.897 Betroffene, die auf „Menschlichkeit, Menschsein, Miteinander“ hoffen. Die haben zwar keine Pest, sind aber nicht weit weg davon. Während der Pest hätte man sie eingesperrt und „verrecken“ lassen. Sense. Zum Glück gibt es aber Menschen, die Menschlichkeit, Menschsein und Miteinander mit Leben erfüllen und nicht nur an sich selbst denken, Verantwortung auch für Mitmenschen übernehmen.
      Aber wo spazieren denn die, die z.B. gegen die unmenschliche Kinderarmut im Lande sind. Naja. Deren Leid schränkt ja nur das Leben der Betroffenen ein. Was interessiert uns deren Menschsein. Wir müssen uns in dem Fall nicht um Menschlichkeit, Menschsein, Miteinander kümmern. Nur weggucken. Es gibt ja wichtigere Angelegenheiten.

      1. Jepp, so isses. Zu den wichtigeren Angelegenheiten zählt zum Beispiel der Karneval, der überall in Deutschland ausfällt. Nur im Bundestag nicht. Der hat die Debatte über die Impfpflicht unter Bezugnahme auf die Karnevalszeit verschoben.Oder um es mit Ihren Worten zu sagen: Es sind ja auch nur 598 Betroffene 🙂 🙂 🙂

    1. Sie wollen dioch jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass die Normalbürger selbst in der Lage sind, den Infektionskoeffizienten aus der Tagesinzidenz und der Ansteckungsrate pro Hundert geststete Geboosterte selbst auszurechnen, um am Ende sicher entscheiden zu können, ob sie als Träger einer Feinripp-Unterhose heute zwischen 11 und 13 Uhr unter der 2Gplus-Tagesregel einkaufen zu dürfen?

    • Ulrich Naser auf 12. Januar 2022 bei 14:26
    • Antworten

    Da es sich sich bei den von Ihnen beschriebenen „Spaziergängen“ nicht um einen intellektuellen Austausch handelt, sondern um die Stärkung der Lungen, schlage ich für die kommenden „Spaziergänge“ folgenden Rundweg vor:
    Ausgangspunkt, Kulkwitzer See, am barrierefreien Badezugang, dann auf dem Rundweg in Richtung Göhrenz. Spätestens aber am nächsten Waldweg wieder rechts und ab da dann immer rechts halten bis die „Spaziergänger“ am Ausgangspunkt ankommen.

    1. Das Ganze als Nachtwanderung wie im Ferienlager … köstlich. Da fallen uns doch sicher auch ein paar Leute ein, die zum Erschrecken geeignet sind, sozusagen als Nachtgespenster?

  3. Ich verstehe nicht, warum da so viel Wind um die Spaziergänge gemacht wird. Kann nur für Markranstädt sprechen, aber da habe ich bisher keine Botschaft vernommen, welchen Hintergrund die Spaziergänge haben. Um impfen oder nichtimpfen kann es nicht gehen, weil ich beide Kategorien unter den Spaziergängern entdeckt habe. Also ist es (aus meiner Sicht) nicht einmal eine Meinungsäußerung. Insofern weder „gefährlich“ noch sonstwas. Mir scheint eher, dass Ihr den wahren Kern getroffen habt. Es ist nicht „von oben“ initiiert und daher abzulehnen. Mein Gott – lasst sie doch laufen.

      • Träumerin auf 12. Januar 2022 bei 22:56
      • Antworten

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Die Leipziger Straße sollte doch schon seit fast 10 Jahren Flaniermeile sein. Perfekt, es klappt und ganz ohne Citymenagement 😉 . Warum erkennen denn die Geschäfte ihre Chance nicht. Da kam ich mal wieder ins Träumen: Fröhliche Musik erschallt aus den offenen Ladentüren, hier duftet der Bratwurstgrill, dort gibts was zu trinken, auf dem breiten Fußweg an der Bank bei Rossmann duften Waffeln, vor dem Reisebüro wird Samba getanzt, neben dem Fitnessstudio am Bahnhof versuchen sich ein paar Frauen bei heißen Rythmen den Unbekannten aus Weissenfels zu gefallen… herrlich und nächste Woche sehen wir uns vielleicht wieder…

        • Bürger auf 13. Januar 2022 bei 12:17
        • Antworten

        Eine tolle Vorstellung, so lebendig….:)

      1. Okay, aber wo sind die Markranstädter Unternehmer, die unter Corona so ächtzen? Bratwurtstände, Musik, Stadtführungen, Getränke respektive Glühwein, Markranstädter Souvenirs (Stocknägel für die Wanderstöcke) esw. Muss man denen wirklich immer erst alles vorkauen?

    1. Ja aber wo laufen sie denn?

    • EddiKonstantin auf 12. Januar 2022 bei 9:41
    • Antworten

    Wir werden bald die „liebgewordenen „Masken vermissen, die die Mehrheit der Bürger sogar zuhause nicht mehr absetzt, nun wo die Omicon Variante zur einfachen Grippe mutiert!

    1. Ja, aber irgendwann kommt die Omega-Variante und was dann?

    • Bürger auf 12. Januar 2022 bei 8:52
    • Antworten

    Weil es allein nur halb so schön ist…
    Langweilig wird es nicht, viele Nachrichten , die man im ÖR vorenthalten bekommt, verbreiten sich da ganz wie vor der Erfindung von TV und Internet, mündlich aus eigenen Erfahrungen zum Beispiel.
    Die Neugierigen und Aufgeschlossenen bewegen sich beim Reden und Denken.
    Friedlich und tolerant werden Positionen und Meinungen ausgetauscht mit Menschen, die man vorher nicht kannte.
    Einen offeneren Diskurs kann man sich kaum vorstellen.
    Wer sich durch die Diffamierung der Medien bisher abschrecken ließ, sollte sich persönlich überzeugen, wie einfach und friedlich man neue Kontakte bekommen und seinen geistigen Radius erweitern kann.
    Der Slogan auf der Rathaustreppe schließt niemanden aus.
    In dem Sinne sehen wir uns vielleicht Montag zu Stadtgespräch?

    1. Stadtgespräche gibts doch hier immer.

  4. Niemand ist gezwungen „Dafür oder Dagegen oder Egal“ zu sein! Ich hab auch schon mal in den Wald gerufen- und es erfolgte kein Ruf zurück. Passiert ist nix- das ist die Botschaft. Und das ist gut so! Wichtig bleibt der Applaus für die Botschaft: Es gibt sie doch(!): in Markranstädt eine freie (MN-) Presse. Stellt Euch vor die Bürger in den vielen Ortsteilen der Kernstadt wüssten nix von der friedlichen Mitbürgerschaft Anderer und der polizeilichen Schutzmacht- das wäre wie hinterm Ural. Eine Frage jedoch bleibt: Haben die Territorialansprüche der Speckmantelkrake Leipzigs schon begonnen? Hier und „Dagegen“ ist die Verwaltungsspitze gefragt! UNSERE Eigenständigkeit ist das hohe Gut was es zu bewahren gilt, meine ich mal so ganz ohne lustige Satire!

    1. Sie meinten sicher „Verwaltungsspritze“?

  5. Stehende Ovulationen, das hatte doch was mit einem Applaus nach einem Fäkaliensprung zu tun, oder?

    1. -?- Was’n für ne Sprache?

      1. Latein, so sprechen alle Koniferen.

    2. Nein, mit dem Prämetabolischen Synonym (PMS).

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