Ohne Sex, aber mit Vergnügen: Wie sich Markranstädt gegen den Geburtenknick wehrt

Markranstädt steht vor einem demographischen Problem: Die Zahl der Bestatter wächst, doch in gleichem Maße werden immer mehr immer weniger Kinder geboren. Also rein von der Stückzahl her. Was das Gesamtgewicht angeht, also die Netto-Fleischeinwaage, ist die Masse der Kinder noch akzeptabel, wie das Titelfoto überzeugend belegt. Zu den Ursachen und Auswirkungen hat MN-Reporter Claus Narr investigativ recherchiert und ist dabei auch auf überraschende Lösungen gestoßen. Zum Beispiel auf diese Clique aus der Grundschule Markranstädt, die ein Langzeit-Praktikum im Markranstädter Stadtrat absolviert. Was der kleine Rico, der Jens, der Tommy und die Lydia dabei lernen, lesen Sie hier.

Im Grunde genommen handelt es sich beim Geburtenknick nur um ein statistisches Problem. Es kommt also auf die Fragestellung an und nicht auf die tatsächlichen Zahlen.

Statt zu ergründen, wieviele Kinder in einem bestimmten Zeitraum geboren wurden, kann man auch anders an die Problemstellung herangehen.

Brauchen mehr pro alle

So ist den Redakteuren des Fernsehsenders n-tv aufgefallen, dass 2024 mehr männliche Kinder pro Mann geboren wurden als weibliche Kinder pro Frau. Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, warum Journalismus an den Universitäten als Studienfach gelehrt wird.

Weltweit werden seit 2024 mehr männliche Kinder pro Mann als weibliche pro Frau geboren. Übrigens auch mehr Rinder pro Kuh als Kücken pro Hahn.

Weltweit werden seit 2024 mehr männliche Kinder pro Mann als weibliche pro Frau geboren. Übrigens auch mehr Rinder pro Kuh als Kücken pro Hahn.

Das investigative Novum: Bei den Recherchen wurden erstmals nicht nur, wie bislang üblich, die in den Krankenhäusern vorhandenen Stationen für die Wöchnerinnen besucht, sondern auch frischgebackene Wöchner befragt. Infolge der anatomischen Voraussetzungen haben die es nicht nur bei einer Geburt besonders schwer, sondern auch danach.

So bezahlen die Krankenkassen in der Regel keine Rückbildungskurse für Gebärväter und auch mit den psychischen Belastungen werden die Wöchner meist allein gelassen. Oft werden sie hinterher von ihren Frauen gemieden, weil sie die infolge der Geburt ausgeleierten Penisse ihrer Männer nicht mehr attraktiv finden.

Kein Wunder also, dass immer mehr Männer nach Alternativen suchen, um im Umgang mit ihren primären Geschlechtsmerkmalen – wo sie nun doch schon mal da sind – einen neuen Sinn zu entdecken.

Repetieren beim Onanieren

Onanieren allein ist auf die Dauer aber zu langweilig, auch wenn die eigene Hand oft mehr als ein Ersatz ist. Inspiriert vom Begriff des „Cum-Shots“ hat ein Mann jetzt einen Weg gefunden, der Millionen Geschlechtsgenossen aus dem Tal der tiefen Depressionen führen könnte. Kurzerhand hat er sich eine Patrone vom Kaliber 45 in die nutzlose Harnröhre eingeführt und sprichwörtlich durchgeladen.

Jede große Vision entsteht aus einer kleinen Idee. Während es dieser Mann noch mit Einzelfeuer versucht hat, verschwinden heute schon ganze Magazine in den Harnröhren. Beim Repetieren (früher: Mütze-Glatze) kann so das ganze Schlafzimmer in Sperrfeuer genommen werden.

Jede große Vision entsteht aus einer kleinen Idee. Während es dieser Mann noch mit Einzelfeuer versucht hat, verschwinden heute schon ganze Magazine in den Harnröhren frustrierter Männer. Beim Repetieren (früher: Mütze-Glatze) kann so das ganze Schlafzimmer unter Sperrfeuer genommen werden.

„Endlich Gleichberechtigung beim Oralverkehr“, hat der Mann beim Verhör durch die Polizei frohlockt, nachdem er seiner Frau beim orgastischen Finale des Cunnilingus den Kopf weggeblasen hatte.

Moderne Vorderlader

Inzwischen haben sich im Internet ganze Communitys organisiert, die herausgefunden haben, dass man beim Masturbieren zugleich repetieren kann. Mit mehreren Patronen im Lauf ist es demnach möglich, mit der Fleisch gewordenen Winchester das komplette Schlafzimmer unter Sperrfeuer zu nehmen.

Einziges Problem: Der Geburtenknick wird damit nicht beseitigt und bei den Schießübungen wird so manche Toilettentür durch plötzlich abgefeuerte Schrotladungen durchlöchert.

Es nützt alles nichts: Wenn man rein statistisch einen Kinder-Boom erzeugen will, muss man nehmen, was schon da ist. Und genau hier geht Markranstädt mit einer innovativen Lösung voran.

Weil Grundschüler auch in Lallendorf Mangelware sind und ihre Generation damit in der kommunalpolitischen Bedeutungslosigkeit zu versinken droht, haben sich vier junge ABC-Schützen jetzt aufgerafft, ein deutliches Zeichen zu setzen.

Haben ihre Jugendbeteiligung hart erkämpft: Gegen diese vier Markranstädter Grundschüler sehen ihre Klassenkameraden ziemlich wirklich alt aus.

Haben ihre Jugendbeteiligung hart erkämpft: Gegen diese vier Markranstädter Grundschüler sehen ihre Klassenkameraden ziemlich alt aus.

Der kleine Rico, der Jens, der Tommy und die Lydia absolvieren ein Praktikum im Markranstädter Stadtrat. Damit sie bei Laune bleiben, wird dort einmal im Monat eine Märchenstunde abgehalten, wo Erzieherin Nadine ihnen in der vierten Etage stundenlang was vorliest. Was gemeinhin für Publikum gehalten wird, sind die Eltern der Kids, die sie danach in ihren Lastenfahrrädern wieder mit nach Hause nehmen,

Zwischendurch dürfen die Kleinen natürlich auch Fragen stellen. Dann aber pädagogisch diszipliniert. Sie müssen sich artig melden und dürfen erst sprechen, wenn Tante Nadine ihnen das Wort erteilt hat.

Dabei wird den Kleinen auch das Gefühl gegeben, ernst genommen zu werden. Die Vorschläge der Kinder, wie die meist schaurigen Geschichten weitergehen sollen, sind zwar oft noch unausgereift, aber es wird ihnen stets versprochen: „Sehr gut! Das nehmen wir mal mit.“

Was man nicht alles macht, um folgsame Kinder zu zeugen und dem Geburtenknick ein Schnippchen zu schlagen.

2 Kommentare

  1. Bei dem Rückbildungskurs für Gebärväter würde ich ja zu gerne mal Mäuschen spielen …
    Könnt Ihr das irgendwie ermöglichen?

    1. Das ist nix besonderes. Dafür gibt’s eine Salbe und fertig ist der Lack. Theoretisch würde es auch Zahncreme tun, denn angeblich kommt es nicht darauf an, was die Schwester ins Glied einreibt, sondern wie schnell sie das tut. Zack – und schon ist das Frenulum wieder gespannt wie die Diskantsaite einer Stradivari.

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