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Badesaison am Kulki bei Schnuddelwetter eröffnet

In der Regel startet die Badesaison am 15. Mai. Manch tollkühne Frostbeulen treibt es jedoch schon eher in die Fluten. Aber so früh wie in diesem Jahr wurde die Badesaison in Sachsen wohl noch nie eröffnet. Und das auch noch in Markranstädt! Zum Mitmeißeln: Der Kulki wurde anno 2017 bereits am 28. März entjungfert. Wer sich da so mutig in die eisigen Fluten gestürzt hat und anschließend im Holzwurm mühsam aufgetaut werden musste? Lesen Sie selbst.

In Markranstädt kennt man den Facility-Manager der blauen Lagune zwischen Strandbad und Kanuverein kaum unter seinem bürgerlichen Namen. Uwe-Jens oder Jens-Uwe, wer kann sich das schon merken? Also ruft man ihn Schnuddel.

Unter diesem Namen wird der Mann nun wohl auch ins Markranstädter Guiness-Buch der Rekorde eingehen. Eigentlich wollte der Lagunen-Hausmeister gestern nur mal nach dem Rechten sehen in seiner idyllischen Bucht am Kulkwitzer See, in der er seit Jahren Ordnung hält, die inzwischen sogar landschaftsarchitektonische Ansprüche erfüllt und in der selbst Apfelbäume gedeihen dürfen.

Sogar Aschenbecher und kleine Mülleimerchen gibt es dort, ebenso einen Einstieg mit Handlauf und Treppchen und seit letzter Saison selbst eine personalisierte Boje, die das Verlassen des Küstenbereiches und somit den Beginn internationalen Gewässers markiert.

Für DutyFree am Kulki muss man aber nicht erst kilometerweit rausschwimmen. Das geht in der blauen Lagune auch an Land.

Dieser Bereich ist eine der am liebevollsten gepflegten Ecken am ganzen Kulki. Das kostet Zeit und weil die Leute, die sie pflegen, diese Zeit haben, genießt diese Lagune im Markranstädter Volksmund auch einen Eigennamen.

Kleine Namenskunde

Sie ist nach jenem VW-Manager benannt, der die Zeit hatte, die Seinen mit brasilianischen Dienstleisterinnen zu versorgen und einem sozialdemokratischen Kanzler sozusagen als Abfallprodukt dieser Orgien nebenbei noch ein Armuts-Edikt für seine Untertanen unterzujubeln. Aber das nur nebenbei.

Gestern war ein schöner Tag. Bis zu 19 Grad zeigte das Thermometer, die Sonne hat gelacht wie lange nicht. Ideales Schnuddel-Wetter sozusagen.

Nachdem Jens-Uwe (oder Uwe-Jens?) die Reste des Winters sowie einiger Chaoten weggeräumt hatte und ihm beim Blick aufs Wasser die Sehnsucht nach Sommer überkam, war der Entschluss schnell gefasst.

Kurzerhand flogen die Klamotten auf einen der drei Kleidersteine und schon war der große Zeh im Wasser. Wenige Minuten später war von Schnuddel nur noch der Kopf zu sehen.

Rein, rauf, runter, raus…

Allerdings war er ebenso schnell wieder draußen. Erst dann glitt sein Augenwerk nach unten. Motiviert durch den Anblick folgte dann der Griff zum Thermometer. Die Skala bestätigte die Befürchtung: Ganze 6 Grad!

Zeit zum Aufwärmen. Im Holzwurm war der Gerstentee bereits angesetzt und so fand die Erstbesteigung des Kulki anno 2017 ihren gebührenden Abschluss. Die Badesaison ist eröffnet!

 






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