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Sofi sorgt für Wirtschaftsaufschwung

Omg, thx sofi: lol. So das Handy nach den vielen Sonnenfotos noch funktionierte, waren das die gängigsten SMS-Formeln, die gestern durch den Äther schwirrten. Der Tag der Sonnenfinsternis ist vorbei. Bis Mitternacht haben wir gewartet, ob angesichts der ungewöhnlichen Konstellation der Gestirne nicht doch noch irgendwas passiert. Bis auf die Tatsache, dass ein paar Sonnen-Euphoriker ihre teuren Kameras zerschossen haben, blieb aber nahezu alles aus, was da an Folgen prognostiziert wurde.

Ein wenig unheimlich war es schon, gestern kurz vor Mittag. Der Himmel färbte sich graublau und irgendwie war alles leiser. Sogar der Verkehrslärm im Zentrum von Markranstädt klang eher, als säße sein Quell in einer verschlossenen Butterdose.

Ein Strom-GAU wurde vorausgesagt für Deutschland, weil in jener Vormittagsstunde genau das passierte, was eigentlich jeden Abend passiert und es trotzdem keinen Stromausfall gibt.

Weltuntergang wieder mal verschoben

Der Mensch braucht eben irgend etwas, woran er glauben kann und Katastrophenszenarien verkaufen sich da halt besonders gut. Schon die alten Pharaonen in Ägypten nutzten solche Naturereignisse, um den ungebildeten Plebs auf sich einzuschwören. Das ist auch heute noch so. Für die Unbildung sorgt das Nachmittagsprogramm von RTL II und die Nutznießer sitzen in den Schaltzentralen der Braunkohleindustrie.

Ohne die geht’s nicht in Germanien, sagen deren Lobbyisten und verweisen auf den „Energiemix“, laut dessen die Kohle ein Drittel des deutschen Stroms gewährleistet, während die alternativen Energieformen gerade mal die 20-Prozent-Marke geknackt hätten.

Energiemix: Gerührt oder geschüttelt?

Unmittelbar vor der Sofi hörte sich das dann aber plötzlich ganz anders an. Schon über 50 Prozent würden regional durch Sonne erzeugt und wenn die nun ausfallen …

Glaube nie an eine Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Es ist alles gut gegangen am gestrigen Sofi-Tag. Lediglich der mit einem Photovoltaik-Paneel betriebene Vibrator einer Bordsteinschwalbe in einem Leipziger Freiland-Bordell versagte seinen Dienst wegen fehlendem Licht. Das lag allerdings nicht an der Sonnenfinsternis, sondern daran, dass die Sonde zu tief abgetäuft wurde und es dort von Natur aus kein Licht gibt.

Unterhaltsam dagegen war das Treiben der Schaulustigen. Überall wurden Handys in die Luft gehalten und eine Tageszeitung rief sogar dazu auf, Selfies mit Sofi zu machen. Fotografisch erfolgversprechender wäre es gewesen, ein Selfie vom enttäuschten Gesicht ob des winzigen hellen Punktes auf dem Display zu schießen. Schlimmer jedoch traf es jene Blender, die sich durch teures Equipment wie Spiegelreflex in den Stand des Profis gehoben glaubten.

Die Optik eines fotografischen Apparates bündelt nämlich das Licht und wirkt so wie eine Lupe, mit der man bekanntlich ein Feuer entzünden kann. Ohne Filter auf die Sonne gerichtet, heizt sich die Kamera auf und das wars dann schon. Vom menschlichen Auge ganz zu schweigen, das durch den Sucher die volle gebündelte Landung abbekommt.

Zerstörte Sensoren, zerschossene Elektronik: Die vom Preisverfall der Sofi-Brillen gebeutelte Branche freut sich über neue, lukrative Reparaturaufträge und Absatzmärkte. Wirtschaftaufschwung dank Sofi: Das würde man sich jeden Tag wünschen…

 






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