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Botschaft an den Papst: Osterfeuer segnen, aber Hirn statt Eier

In den ersten drei Monaten dieses Jahres hatte die Markranstädter Feuerwehr 19 Einsätze. Dann kam Niklas und unsere Kameradinnen und Kameraden mussten den Beweis erbringen, dass sie in der Lage sind, genauso oft binnen nur drei Tagen auszurücken. Top-Leistung! Und als ob das nicht reicht, haben sie am Ostersonntag noch selbst einen Brand gelegt. Das war allerdings nicht das einzige Überraschungs-Ei am österlichen Wochenende in Lallendorf.

Am Fuße der Lindenaundorfer Bockwindmühle wurde schon am Samstag gezündelt. Entsprechend groß war auch der Zulauf dort.

Als dann am Sonntag in Lallendorf und den restlichen Ortschaften die Osterfeuer brannten, verliefen sich die Zuschauerströme weit- und daher fast schon zwangsläufig.

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Urbi et orbi markransis.

Wobei das zumindest in Quesitz nicht spürbar war. Schon eine Stunde vor Brandlegung wälzten sich ganze Pilgerströme in den Park und das Event geriet wieder einmal zum Volksfest. Da traf es sich gut, dass man im Abendland noch den Ostermontag zum Ausnüchtern hat und diesen bei herrlichstem Wetter zu einem Spaziergang nutzen konnte.

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Raus in die Natur, denn da regt sich zu Ostern nicht nur Bildung und Streben, sondern sie will auch alles mit Farben beleben. In der Tat präsentiert sich die Umwelt dem Westufer-Promenaden-Spaziergänger in farbenprächtiger Vielfalt.

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Nachdem die Osterfeuer erloschen waren, war die Farbe des Blausterns in der ganzen Region dominant.

So bildet die gelbe Netto-Einkaufstüte den geradezu erheiternd frischen Kontrast zum ersten Blaustern, der sein Haupt keck der Frühlingssonne entgegen reckt.

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Alles will sie mit Farben beleben (Goethe): Das colorierte Kontrastprogramm.

Nur wenige Meter weiter muss wohl eine Horde 20-jähriger Hauptschüler ein nicht minder großes Rudel Osterhasen aufgescheucht haben, das nach getaner Arbeit eine Apres-Eier-Party gefeiert und im Suff vergessen hat, das Leergut mit auf die Flucht zu nehmen. Ostern kann somit, da wäre man ganz auf der Linie des Papstes, auch mal als Anlass für fundierte Kritik an der Verteilung gesehen werden. Der Heiland hätte in manchen Fällen besser Hirn statt Eier geben sollen.

Doch es gibt auch Signale der Hoffnung. Der Beginn der Errichtung des Behinderteneinstiegs ist begonnen worden! Natürlich gestaltet sich die Ausführung eines solchen Bauwerks in einer Kernstadt etwas mondäner als auf dem Lande.

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Mit dem Beginn des Einstiegs ist offenbar begonnen worden.

In Schkölen beispielsweise haben Behinderte schon längst freie Fahrt ins kühle Nass. Die Planungskosten für den Architekten hielten sich freilich in Grenzen, aber da die Anlage aus Holz ist, integriert sie sich zumindest nahtlos in das urbane Erscheinungsbild der Stadt und vermittelt neben naturnahem Ambiente auch hinsichtlich der Materialauswahl eine klare architektonische Linie.

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Kann sein, dass dieser Einstieg in Schkölen nicht der EU-Vorschrift  über die zulässige Kurvenneigung von behindertengerechten Einstiegen in europäische Badegewässer der Klassen I bis IX unter Berücksichtigung des Luftdruckkoeffizienten entspricht, aber er funktioniert.

Was bleibt von diesem österlichen Treiben in und um Markranstädt? Nun, es sind zumindest einige Erkenntnisse. Zum Beispiel jene, dass Ostern ein kirchliches und damit von Männern geprägtes Fest ist. Männer können stundenlang schweigend ins Feuer schauen und sich dabei bestens unterhalten, während Frauen dies nicht ohne unablässig verbal vorgetragene Konversation bewältigen und die Flammen trotzdem nicht auspinkeln können. Und das alles nur 38 Wochen vor Weihnachten …






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