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Gegenüber Fremden immer eine Armlänge Platz lassen!

Bei der Elle als Längenmaß hat man sich irgendwann mal geeinigt. Auch wenn der eigene Unterarm etwas länger oder kürzer ist, versteht man heute 50 cm unter einer Elle. Etwas komplizierter wird es beim besten Stück des Mannes. Unter „groß“ wird da nicht selten die gesamte auf dem Lineal verfügbare Skala verstanden. Die wirkliche Wahrheit wissen wohl nur die Frauen. Aber die müssen sich jetzt erst einmal mit einer anderen Längeneinheit beschäftigen: Mit der Armlänge.

Kölns Bürgermeisterin Reker hat nach den Vorkommnissen in der Silvesternacht auf die Frage, wie sich eine Frau vor solchen Übergriffen schützen könne, mit einer originellen Verhaltensempfehlung geglänzt: „Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft.“ Holla die Waldfee!

Diese Aussage, man möchte es kaum glauben, hat gestern auch in Markranstädt Wirkung gezeigt. Vor dem Hintergrund der vermuteten ethnischen Herkunft der mutmaßlichen Kölner Täter und der Irritationen rund um das neue Hotel „Damaskus“ in der Krakauer Straße ist ein wahrer Run auf die ansässigen Orthopädiegeschäfte entstanden. Armprothesen von bis zu fünf Metern Länge und mehr standen hoch im Kurs.

Auch bei den kosmetischen Operationen gab es im Laufe des Tages geradezu eine Revolution. Brustvergrößerungen, Verkleinerungen der Labien, Hautstraffungen oder Lippenaufspritzungen – all das war einmal. Armverlängerungen sind jetzt auf Platz 1 in den chirurgischen Kliniken und Praxen rund um Markranstädt.

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Der Run auf die Markranstädter Kliniken war gestern so groß, dass sogar der Sanitätsdienst der Bundeswehr bei den Armverlängerungen aushelfen musste.

 

 

Nicht dass die Erfindung neu wäre. Schon vor rund 80 Jahren hatte man sich in Deutschland der Länge der Arme bedient, um unliebsame Mitbürger auf Distanz zu halten und am Ende gar aus seinem Dunstkreis verschwinden zu lassen. Geschichte wiederholt sich, wenn man Mund und Hirn nicht im Griff hat und solchen … in Köln sagt man Tünneff dazu … in die Öffentlichkeit kotzt.

Der angeführte historische Hintergrund ist übrigens auch mathematisch belegbar. Bei einer durchschnittlichen Armlänge von 75 Zentimetern und noch einmal 25 cm bis zur Körpermitte würde damit also jede deutsche Frau (Flächeninhalt des Kreises ist gleich Pi mal Radius im Quadrat) rund 3,14 Quadratmeter Heimatland beanspruchen.

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Junge Markranstädterin mit verlängertem Arm. Allerdings wirds jetzt mit dem Trampen schwierig.

In Deutschland leben rund 40 Millionen Frauen, was mithin 125.600.000 Quadratmeter ausmacht. Das sind also rund 126 Quadratkilometer. Um diese Fläche ist die Bundesrepublik gestern quasi geschrumpft, denn sie steht allein den verteidigungsbewussten Frauen zur Verfügung. Da kommt niemand rein. Auch nicht mit Ausweis. Und zumindest dem männlichen Teil der Einwohnerschaft könnte der Begriff vom Volk ohne Raum nun mit einer ganz anderen Melodie im Ohr klingeln.

In einem den Markranstädter Nachtschichten zugespielten Bekennerschreiben eines Kölner Beschuldigten heißt es entlastend: „Ja, ich wollte die Frau ausrauben und auch vergewaltigen. Leider war das nicht möglich. Sie war eine Armlänge entfernt.“ Und weiter beschwert er sich: „Das mit den Längenangaben in Deutschland ist ohnehin fraglich. Unser Asylbewerberheim liegt beispielsweise nur einen Steinwurf vom NPD-Büro entfernt.“

Bei Twitter fragte Brigitte H. besorgt: „Ich habe von Natur aus kurze Arme. Kann mir das im Falle einer Vergewaltigung zur Last gelegt werden?“ Olivia N. hat gar existenzielle Sorgen: „Wenn ich mich immer eine Armlänge von fremden Männern fern halte, bin ich bald meinen Job los.“ und Dora K. fragt: „Ab wann ist ein Mann nicht mehr fremd? Gleich nach der ersten Vergewaltigung oder muss man schon viermal mit ihm geschlafen haben?“

In Markranstädt jedenfalls könnte die Idee mit der Armlänge auf fruchtbaren Boden fallen. Aus der Südstadt (Krakauer Straße, Zwenkauer Straße, Südstraße) soll es bereits Anfragen bei einschlägigen Internet-Anbietern nach kilometerlangen Armprothesen gegeben haben. Rentnerin Isolde W. (81) konnte wegen ihrer Rheumaerkrankung nicht bei sich selbst messen und schlich deshalb heimlich in die Kirche, um mit dem Bandmaß am Kreuz Jesu wenigstens einen ungefähren Anhaltspunkt zu ermitteln. Nicht zuletzt bedauern die Lindennaundorfer spätestens jetzt die verfrühte Amputation des eindrucksvollen Arms ihrer Schranke. Wie lang war der doch gleich?

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Wie lang der Arm einer Frau wirklich ist, das ist aber eigentlich gar nicht wichtig. Wenn man jahrelang vorgegaukelt bekommt, dass die im Schlafzimmer präsentierten 8 Zentimeter in Wahrheit 19 Zentimeter sein sollen, verliert man als Frau allmählich sowieso jegliches Gefühl für die wahren Dimensionen. Auch auf Bahnhöfen. Irgendwann begnügt man sich mit dem, was möglich ist. So muss es wohl auch Bürgermeisterin Reker ergangen sein. Der arme Mann. Erst so klein bestückt und dann noch so eine Frau…

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Junge Markranstädterin mit verlängertem Arm. Nur mit dem Trampen wirds jetzt schwieri



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4 Comments to Gegenüber Fremden immer eine Armlänge Platz lassen!

  1. Bentin sagt:

    Ähnliche Beiträge las ich gestern auch auf anderen Plattformen. Das ist weder lustig noch Satire sondern unter die Gürtellinie gezielt. Es gibt Themen, über die man besser schweigen sollte.

    • CvD sagt:

      Man kann sicher darüber streiten, wie man ein solches Thema anpackt, aber schweigen? Hier wurde den Opfern (meist Frauen) sozusagen eine Mitschuld gegeben. Das geht gar nicht und deshalb darf und wird es da kein Schweigen geben.

  2. Petra sagt:

    Mutig, aber passend und inhaltlich genial! Ihr werdet wirklich immer besser. Warum gibt es die Markranstädter Nachtschichten eigentlich nicht in den sozialen Netzwerken? Wenigstens bei Facebook. Ihr habt ja noch nicht einmal 500 Zugriffe am Tag, aber die Seite ist mindestens für das Zehnfache gut.

    • CvD sagt:

      Es gibt ein FB-Profil, aber das liegt im Moment brach, weil in unserem kleinen Team sowohl personell als auch zeitlich einfach keine Ressourcen vorhanden sind. Wenn Sie Ambitionen haben, melden Sie sich doch einfach mal. Wir würden das gern wieder mit Leben erfüllen, nur muss sich halt jemand drum kümmern. Für solche Verstärkung haben wir eine wirklich besondere Willkommenskultur.

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