Sensation: Markranstädter Forscher entdeckt neues Sternbild

Diese Nachricht erschütterte am Freitag die Welt wie ein Urknall: Ein internationales Team hochspezialisierter Astrologen hat ein neues Sternbild entdeckt! Nach deren Aussagen muss nun die Entstehungsgeschichte unseres Weltalls komplett neu geschrieben werden. Jetzt fragen Sie sich möglicherweise, was das mit Markranstädt zu tun hat? Ganz einfach: Der Entdecker der spektakulären Konstellation am Sternenhimmel ist ein Forscher aus der Sportstadt am See!

Es ist ein kalter, sehr früher Morgen im Februar, als der hierzulande wenig bekannte Astropsychologe Ja Badu nach einer durchzechten Karnevalsnacht die Stadthalle verlässt.

Fröstelnd krempelt er den Kragen seines zerschlissenen Wintermantels hoch und blickt dabei hinauf zum Sternenhimmel, der sich über ihm ausbreitet. Da plötzlich bleibt er wie festgefroren stehen!

Dem mit der wissenschaftlichen Disziplin „Malen nach Zahlen“ schon seit frühester Kindheit vertrauten Forscher fallen 15 besonders markante Himmelskörper auf, die er im Geiste mit Linien verbindet. „Mir war sofort klar, dass ich das daraus entstandene Bild irgendwo schon mal gesehen habe“, frohlockt der Forscher noch heute.

Zu Hause angekommen, lässt Badu der Gedanke nicht mehr los. Die Reste seines Wintermantels baumeln noch im Dampf des verdunstenden Raureifs am Garderobenhaken hin und her, als er schon tief in seinem Archiv vergraben ist. Aber Badu wird nicht fündig. Zunächst.

Der Beweis auf der Toilette

Erst Tage später bringt ihn ein Telefonat mit seinem Freund Erich dem Dänen auf eine heiße Spur. „Hast das ächt in einem Heftli schneuggäd?“, fragt die international renommierte Konifere im Schweizer Dialekt. Badu blättert in einem Wörterbuch und findet die Übersetzung, wonach er das Sternzeichen eventuell schon mal in einer Zeitung gesehen haben könnte.

„Da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren“, erinnert sich der Markranstädter Astropsychologe an den Geistesblitz. Seit er sich auf Geheiß seiner Frau auf dem Klo auch beim Pieseln immer hinsetzen muss, nimmt er stets was zu lesen mit auf die Keramik. Ganz unten im Stapel befand sich noch die Ausgabe einer Zeitung aus der Ära, als es in Markranstädt noch regelmäßig gedruckte Lokalberichterstattung gab.

Etwas vergilbt zwar nach 22 Jahren und ein paar Spuren erfolgreichen Abschüttelns legen ebenfalls Zeugnis ab von einer Epoche, als Badu seinen Alltag noch ohne Granufink bewältigen konnte, aber er hatte den entscheidenden Hinweis gefunden!

Es ist das Sternbild „Große Raupe“, das unsere Altvorderen schon vor Urzeiten entdeckt hatten, welches dann jedoch in den Wirren der Geschichte in Vergessenheit geriet. Badu weiß auch um die Überlieferungen aus der legendären Raupenzeit.

Alte Überlieferungen

Augenzeugen hätten demnach sogar noch auf dem Totenbett, an das sie wegen Leberzirrhose gefesselt waren, von ihren Erlebnissen bei der rituellen Verehrung der Großen Raupe geschwärmt.

„Mit Ausnahme des Hauptsterns ‚Groitzscher‘ sind die anderen damals mit bloßer Leber wahrnehmbaren Himmelskörper im Laufe der Jahre allerdings verblasst“, klagt Badu traurig.

Umso mehr setzt er sich jetzt dafür ein, dass das 13. Sternzeichen auch medial wahrgenommen wird. „Den Gregorianischen Kalender müssen wir deswegen nicht gleich umschreiben, das hat Zeit“, meint der Astropsychologe, „aber zumindest muss man schon mal das Tageshorrorskop um ein Vieh erweitern.“

Der Werdegang der sensationellen Entdeckung.

Die Markranstädter Nachtschichten, bekannt für die Umsetzung innovativer Visionen, haben sich nach dieser Information mutig an die Spitze dieser Bewegung gesetzt und veröffentlichen an dieser Stelle das erste Tageshorrorskop für die im neu entdeckten Sternzeichen Geborenen.

Ihr Horrorskop des Tages

Große Raupe (20. 13. – 31. 2.): Da Sie für nichts Begabung haben, sollten Sie heute einfach mal auf Ihr Glück setzen. Das wird Sie in Ihrem Umfeld zwar nicht beliebter machen, aber Raupen kommen ohnehin mit der Realität nicht zurecht. Auch heute werden Sie für Ihre merkwürdigen Sex-Praktiken keinen willfährigen Partner finden. Ein günstiger Tag, um es mal mit Inzucht zu probieren? Die meisten Raupen werden zertreten.

 

2 Kommentare

    • Hefezopf 1 auf 3. März 2020 bei 12:20
    • Antworten

    Ja Badu hat recht, was das Verblassen einiger dieser Sterne betrifft,
    auch richtig, was er Gutes über den Hauptstern Groitzscher schreibt.
    Also, so ´ne Raupe mit Shuttleservice und vielen guten Live-Acts, das wäre schon wieder was.

    • Troubadix auf 2. März 2020 bei 12:37
    • Antworten

    Große Raupe! Großartige Idee!
    Kann´s aus meiner Sicht wieder geben.
    Stehen die Sterne etwa günstig dafür dieses Jahr?
    Klar, gute Live-Musik und die zugehörige einzigartige Atmosphäre kann dem grauen Alltag in Markranstädt einen weiteren schönen Tupfer geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.