+ + + Covid (19) aus Markranstädt will Freundin: Er mit Traumkörper sucht Sie mit Antikörpern + + +  

Dritte Bürgerfragestunde bei Dr. Winter

Neunzig Prozent der zuletzt eingegangenen Fragen bei unserem Dr. Winter-Team drehen sich um die Asyl-Problematik. Grund genug für ein Herbst-Special mit den wichtigsten Fragen.

Malte (16): Ich bin ja froh, dass es in Markranstädt keine fremdenfeindlichen Strömungen gibt. Aber wenn ich so ins Facebook schaue, dann mache ich mir schon große Sorgen darüber, was in Deutschland so los ist. Kann man die fremdenfeindlichen Sachen da nicht einfach verbieten oder löschen?

Nein, das kann man nicht. Bei Facebook wird nur gelöscht, wenn Brustwarzen zu sehen sind. Da so ein Hakenkreuz keine Nippel hat, ist es also völlig unbedenklich.

Martin (23): Seit wir in Markranstädt Asylanten haben, ist das Wetter schlechter geworden. Das kann doch kein Zufall sein?

Nein, ganz bestimmt nicht! Wenn das so weitergeht und niemand Einhalt gebietet, schneits vielleicht sogar zu Weihnachten. Nicht auszudenken, was hier noch alles passieren wird.

Sieglinde (53): Wenn mein Nachbar an die Tür klopfen würde, weil sein Haus abgebrannt ist, würde ich ihn aufnehmen. Wenn sein neues Haus dann aber steht, würde ich erwarten, dass er da auch wieder einzieht. Wieso dürfen Asylanten bei uns für immer bleiben?

Keine Ahnung, diese Antwort schuldet man dem Deutschen Volke seit Jahren. Man kann nur versuchen, sich diese selbst herzuleiten. Der bayerische Innenminister hat beispielsweise gesagt, dass „der Roberto Blanco immer ein wunderbarer Neger war.“ Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung lag die Betonung auf dem Wort „immer“. Egal ob Neger, Franzose, Türke oder Frau – sowas geht ja nicht wieder weg. Das ist man für immer. Und so wird es wohl auch mit Asylbewerbern sein.

Manfred (63): Ich weiß nicht recht, diese Flüchtlinge sind irgendwie verschlagen. Sie tun nur so als ob. Letztens hat mich ein Asylant sogar gegrüßt.

Echt? Für wen hält der sich?

Gabriel (39): Das wird doch alles international gesteuert. Jetzt hat das Auswärtige Amt in Damaskus für syrische Flüchtlinge sogar eine Reisewarnung nach Heidenau ausgegeben. Ist doch logisch, dass die nun alle nach Markranstädt kommen. Was soll man da machen?

Was in solchen Fällen alle machen: Die Parkgebühren für Reisebusse erhöhen, Kurtaxe erheben, Hotels bauen …

Hermann (47): Sagen Sie, diese Fragen hier und auch das, was Sie bei den Markranstädter Nachtschichten sonst so schreiben, ist das eigentlich alles wahr oder Satire?

Es ist natürlich erstmal nur Satire, Hermann. Wahr wird’s erst später.

Freya (32): Warum gibt es eigentlich hauptsächlich bei uns im Osten so viele Neonazis und Ausländerfeinde?

Nazis gibt’s im Westen auch, aber dort geben sie das nicht zu, weil sie Angst haben, dass man sie dann für Ossis hält.

Hans-Bärbel (39): Mir liegen die ethisch-moralischen-grün-alternativen Grunzwerte einer modernen Femokratie am Herzen. Von daher habe ich kein Verständnis dafür, dass Menschinnen und Menschen aus Syrien zu uns kommen dürfen, aber Menschinnen und Menschen aus dem Kosovo nicht. Wie möchten Sie sich zu dieser Frage artikulieren? Ich bitte nur um zustimmende Antworten.

Ja, wir sind da natürlich ganz bei Ihnen. Wirtschaftsflüchtlinge haben gegenüber Asylanten einen eklatanten Wettbewerbsnachteil, weil in ihrem Drittland kein Krieg herrscht. Wir sind aber sicher, dass die internationale Staatengemeinschaft bereits an einer Lösung arbeitet. Könnte allerdings noch etwas dauern, weil es im Kosovo keine Ölvorkommen gibt und die Region vor Ausbruch eines Krieges erst noch nachhaltiger destabilisiert werden muss.

Rainer (51): In der Presse war kürzlich zu lesen, dass unter den Asylbewerbern rund 200.000 Fachkräfte sind, auf die unsere Wirtschaft händeringend wartet und unserem Staat damit Milliarden in die Kassen spülen. Ich frage mich allerdings: Diese Fachkräfte sind fast alle über Griechenland reingekommen und die Griechen brauchen die Milliarden doch selber? Warum haben die Hellenen diesen ökonomischen Jackpot nicht selbst behalten?

Weil die Griechen so arm sind, dass sie nicht einmal die Journalisten bezahlen können, die solche Lügen verbreiten. Deutschland dagegen ist reich. So reich, dass man sich nicht nur Journalisten leisten kann, sondern sogar die Leute, die deren Schlagzeilen dann auch glauben.

Jens (22): Ich habe gelesen, dass in München 12.000 Flüchtlinge an einem Tag eintrafen und auch in Markranstädt sind die Zahlen schon nach oben korrigiert worden. Wann ebbt denn dieser Flüchtlingsstrom ab?

Immer mit der Ruhe, Jens. Im August waren für Markranstädt beispielsweise 127 Asylbewerber angekündigt, im September dann kamen nur noch 73 dazu. Jetzt kommt der Herbst, folglich werden die Tage kürzer und das Zeitfenster für Neuankünfte „pro Tag“ damit kleiner. Manche Dinge regeln sich von selbst. Zumindest statistisch.

Hilde und Heinz (73, 77): Es heißt immer, man könne von anderen Kulturen lernen. Wir haben aber nur noch unseren Garten als Hobby. Was können wir von den Afghanen in unserer Nachbarschaft noch lernen?

Wenn Sie es clever anfangen, sind Sie die ersten Mohnbauern in Markranstädt. Das könnte die Grundlage für eine ganze Dynastie werden und könnte perspektivisch auch die Abwanderung junger Menschen stoppen. Sie müssen nur offen für Neues sein.

Haben auch Sie Fragen zu diesen oder anderen Themen? Immer her damit.

 






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