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Wahl des „Markranstädter Unwort des Jahres 2015“ läuft!

Das „Wort des Jahres 2015“ heißt „Flüchtlinge“. Zumindest hat das die Gesellschaft für deutsche Sprache so ermittelt. Die Suche nach dem „Unwort des Jahres 2015“ ist allerdings noch nicht beendet. Sie wird traditionell von der Technischen Universität Darmstadt initiiert und läuft bis zum 31. Dezember. Aber alles andere als ein Begriff, der ebenfalls irgendwie mit der Flüchtlingsproblematik zu tun hat (beispielsweise Balkanroute oder so), wäre eine Überraschung. Spannender ist da schon das Finale zum „Markranstädter Unwort des Jahres 2015“.

In der Tat gab es einige Leserinnen und Leser, die sich nicht nur zu den vier vorgestellten Angeboten geäußert haben, sondern die heute startende Umfrage auch mit eigenen Vorschlägen bereicherten.

Im Kommentarbereich schrieb beispielsweise Bärbel, dass sie das Wort „Straßensperrung“ favorisiere, weil kein anderer Begriff im zurückliegenden Jahr so oft in den Pressemitteilungen der Stadtverwaltung vorgekommen sei.

Nun, wir haben nachzählen wollen, doch bereits mittendrin lag ein anderer Begriff uneinholbar vorn. Nicht von Straßensperrungen war das Jahr 2015 geprägt, sondern sogar von „Vollsperrungen“. Das Einverständnis unserer Leserin vorausgesetzt, haben wir diesen Begriff dann auch in die finale Abstimmung aufgenommen.

Kein Weg an „Transparenz“ vorbei

Gleich mehrfach wurde der Begriff „Transparenz“ für den Endausscheid gefordert. Allerdings auch in verschiedenen Abwandlungen. Während Babaline im Kommentarbereich für die naturbelassene Ur-Form aus dem Kampfjahr 2012 votierte, übersandte Leser R.S. per eMail gar eine fast schon wissenschaftliche Dissertation zum Thema „Intransparenz“.

Allein die Mühe und vor allem die künstlerische Ausdrucksform (man beachte die Formel!) waren es schon wert, den Begriff ebenfalls in die Liste aufzunehmen. Warum gerade Transparenz so hoch im Kurs steht, kann nur vermutet werden.

Weitere Vorschläge beschäftigten sich mit dem „Personalkarussell“ oder der „vierten Etage“. Ja, unserer Leserin L. aus der Kernstadt gefällt der Begriff und sie adelt die Markranstädter Nachtschichten: „Da ist Ihnen ein wirklich ironischer, aber treffender in niemanden verletzender Begriff eingefallen. Sogar mein Mann spricht, wenn wir uns über Kommunalpolitik oder den Stadtrat unterhalten, nur noch von der vierten Etage.“

physik

Die Einsendung unseres Lesers R.S. aus Markranstädt kommt fast schon einer wissenschaftlichen Dissertation gleich. Man beachte die künstlerische Aussage der Formel. Sehen Sie, was der Physiker damit sagen will?

Ein Leser aus dem ländlichen Raum (woher sonst?) schlägt das zuletzt auch medial vielfach beschworene „schnelle Glasfaser-Netz“ vor. Er fragt „Wie kann ein Netz schnell sein?“ und beantwortet sich die Frage gleich selbst: „Wahrscheinlich ist es so schnell, dass es schon wieder weg war, bevor es überhaupt bemerkt wurde.“

Das war schon eine tolle und vor allem überzeugende Argumentation eines Lesers, der sich die Markranstädter Nachtschichten wahrscheinlich noch mit einem analogen Modem reinziehen muss.

Liebe Leserinnen und Leser, das sind zusammen mit den vier Vorgaben weit mehr als fünf Vorschläge. Aber die hoch gesteckten Maßstäbe der Transparenz verpflichten uns, auch die vermeintlichen Außenseiter zuzulassen und zur Auswahl zu stellen. Nicht auszudenken, was die GRÜNEN auf ihrem nächsten Bundesparteitag anstellen würden, wenn hier auch nur ein Unwort-Vorschlag diskriminiert würde und dann noch herauskäme, dass es sich um eine Frau handelt, deren Großeltern in grauen Vorzeiten zudem noch eingewandert sind.

Geheime Wahl bis 31. Dezember

Rechts oben auf dieser Seite sehen Sie Ihre persönliche Wahlurne. Sie brauchen weder einen Wahlschein, noch müssen Sie beim BAMF registriert oder vom Tierschutzbund gechipt sein. Suchen Sie sich einfach Ihren Favoriten für das Markranstädter Unwort des Jahres 2015 aus, klicken Sie in den Kreis, der davor steht und schon haben Sie gewählt. Lediglich zielen sollen Sie können, denn wenn sie aus Versehen den falschen Kreis treffen, wars das. Die Software ist, wenn sie denn richtig funktioniert, so eingerichtet, dass jeder Leser nur einmal abstimmen kann.

Der Wahlvorgang endet am 31. Dezember. An dem Tag endet so allerhand, da kommt es auf so eine Abstimmung auch nicht mehr an.

 






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