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Neues von Rot-Weiß Lindennaundorf

Lindennaundorf hat sein Wahrzeichen und damit auch den wichtigsten touristischen Anziehungspunkt wieder! Nachdem der Vorschlag, die deutschen Außengrenzen wegen des Flüchtlingszustroms zu sichern, zunächst keine politische Mehrheit fand, waren in den einschlägigen Wehrmachtsdepots wahrscheinlich doch noch ein paar Schranken übrig. Eine davon steht jetzt an der Priesteblicher Straße. Doch sie ist nicht das einzige Bollwerk, das dort errichtet wurde.

Viel Rot-Weiß gibt’s da gegenwärtig zu sehen am Ortsrand von Lindennaundorf. Drohende Signalfarben sorgen weithin sichtbar für Aufmerksamkeit unter den Nieder- und Rotwildbeständen der Gegend.

Auch Kraftfahrer blicken bei ihrem täglichen Weg auf der Priesteblicher Straße besorgt auf die Hindernisse, die sich da plötzlich auftun. Von weitem könnte man den Eindruck gewinnen, dass man sich dem Nachbau des Checkpoint Charlie oder zumindest der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea nähert. Es könnte aber auch eine Pilotanlage von Dobrindts Maut-Vorhaben sein.

rotweiss

Gefühlte zehn Mal war das Bauwerk bereits Opfer gar zu großzügiger Auslegung von Entfernungsmaßstäben vermeintlich sehbehinderter Fahrzeugführer geworden. Nachdem die Schranke nach ihrer letzten Demontage im September 2015 nicht wie sonst üblich wieder aufgebaut wurde, machte sich sogar im Stadtrat Unmut breit.

Nicht auszudenken, wenn die UNESCO das Bauwerk mangels Existenz von ihrer Liste schützenswerten Weltkulturerbes gestrichen hätte. Schlagartig wäre Lindennaundorf im internationalen Niemandsland ehemaliger Tourismuszentren dem unwiederbringlichen Verfall preisgegeben. Nicht mal die Mühle als Ersatzbauwerk könnte diesen Verlust auffangen.

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Beim Fasching in Kulkwitz wurde Ortsvorsteher Jens Schwertfeger (CDU) vom KFV mit einem Stück Schranke überrascht. In der Büttenrede hieß es über Lindennaundorf: „…doch wird der Weg zur weiten Welt durch eine Schranke dort verstellt.“

Doch die Stadt ließ ihre Provinz nicht hängen. Nicht nur, dass sie die Schranke jetzt wieder aufbauen ließ. Oh nein! Man hat auch, so scheint es zumindest, die Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Damit nicht wieder ein Auto einfach so durch den geschlossenen Schlagbaum fahren kann, wird der jetzt von entsprechenden Absperreinrichtungen geschützt.

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Leider wurde das Konzept nicht mit aller Konsequenz zu Ende gedacht. Zwar ist die Schranke jetzt geschützt, aber was schützt die Absperrung der Absperrung? Schilder, das bewiesen schon die Bauarbeiten am Westufer des Kulki (Foto), werden ignoriert, Schranken ebenso.

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Viel unnützes Rot-Weiß gab es schon 2013 beim Bau der Kulki-Promenade.

Da bleibt also nur, weitere Absperrungen aufzustellen, um künftig auch die Absperrungen der Absperrungen der Absperrungen … zu schützen. Sollte sich in Lindennaundorf dann irgendwann einmal ein Fußballverein gründen, so kann der eigentlich nur Rot-Weiß heißen.

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Heute werden im Stadtpark am Stadion 15 Bäume gefällt. Rot-weiß angemalt, würden sie ein hervorragendes zusätzliches Bollwerk auf der Priesteblicher Straße abgeben.

 



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