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Augen zu und durch bis die Sattelstütze ans Zäpfchen stößt

Da ist zwar ein Licht am Ende des Tunnels, aber trotzdem ist Vorsicht geboten. Die chlorophyllgeschwängerte Vegetation an den Wegrändern rund um den Kulki hat einige Überraschungen geschaffen, die sich zu einem naturnahen Erlebnis ganz besonderer Art entwickeln könnten. An einer Stelle lauert sogar Gefahr. Die sollte man mit dem Fahrrad am Besten in einer Haltung passieren, bei der sich der ganze Körper unterhalb der Sattelhöhe befindet.

…Wenn man noch die Chance dazu hat.

Wer das Westufer aus Göhrenz in Richtung Markranstädt befährt, gelangt kurz vor der Einmündung auf die asphaltierte Uferpromenade an ein abschüssiges Wegstück.

Das hat es normalerweise auch ohne Zutun der Natur schon heftig in sich. Nicht nur, dass es schmal und unbefestigt ist und man den Gegenverkehr nicht kommen sieht. Nein, allzu oft kann sich das Augenmerk des Passanten gar nicht auf den Weg richten, weil am Hang rechterhand völlig hüllenlose Badegäste ungeniert die ganze Aufmerksamkeit des Radfahrers fordern.

Wer sich die Augen reibt, hat die Hand nicht an der Bremse und das rächt sich nur wenige Sekunden später im Dunkel des Tunnels. Dort kann der Ausflug per Drahtesel neuerdings nämlich übel enden, denn die Natur hat sich sozusagen raumübergreifend des Weges bemächtigt.

Von weitem sieht man noch Licht im Tunnel, doch wehe, man will etwas Schwung mitnehmen und gar zu schnell durch diesen Kanal abwärts heizen.

Mittendrin im lichtarmen Ambiente der grünen Pipeline wird’s vertikal plötzlich sehr eng. Niedrig also … oder flach, ganz wie man will.

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Die Österreicher machen so die Balkanroute dicht, in Markranstädt wird Kulki-Besuchern auf diese Weise der aufrechte Gang aberzogen und Radfahrer zu akrobatischen Höchstleistungen gezwungen.

 

So niedrig aber, dass man fast in den Lenker beißen muss, um nicht von einer der herumragenden Holzpeitschen einen klatschenden Smoothie ins Gesicht zu bekommen. Da heißt es, schlagartig bremsen und hoffen, dass die Bowdenzüge halten.

Blöd, dass man da nicht viel machen kann. In einem Freistaat, in dem man zwischen März und September nicht mal seine Hecke schneiden darf, geben sich die Garten- und Landschaftsfuzzis in Vegetationszeiten wie dieser ebenfalls sehr zurückhaltend, wenn es um den Rückschnitt von Bäumen und Büschen geht.

Andererseits könnte aber auch ein Radfahrer durch einen quer über den Weg ragenden Ast mal ganz schnell so eine Art Rückschnitt erfahren. Vorzugsweise in Halshöhe – und dafür lauern einige Möglichkeiten in diesem Tunnel.

Also dann: Besser absteigen und schieben. Da hat man auch angesichts des Treibens am Ufer mehr davon.

 



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