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Aufatmen in Brandenheim: Täter wurde müde gequatscht - Markranstädter Nachtschichten

Aufatmen in Brandenheim: Täter wurde müde gequatscht

Wenn Sie heute Ihre Ohren in den Luftraum über Markranstädt strecken, können Sie die Seufzer der Erleichterung sicher hören. Sie kommen aus nördlicher Richtung und singen das Lied „In Brandenheim hat sich’s ausgebrannt“. Wieder mal wurde der Feuerteufel gefasst. Wieder mal droht ihm die Verurteilung zu einer Therapie, auf dass er danach wieder mal ein straffreies Leben führen könne.

Und wieder mal kann Brandenheim aufatmen, allerdings wieder mal wohl nur kurzzeitig. Wie lange, das hängt nicht nur vom Ausgang des Verfahrens gegen den gestern festgenommenen M. ab, befürchten Anwohner.

Denn da ist noch sein biologisches Pendant S., das seinerseits auf eine eindrucksvolle Karriere zurückblicken kann. Zuletzt wurde S. zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Glaubt man den Rezepturen der Markranstädter Gerüchteküche, ist er entweder gerade wieder draußen oder kommt zumindest in den nächsten Tagen raus.

Inmitten brandneuer Balken ruhen die Reste der jüngsten Brandserie, darunter eine einstige Hollywoodschaukel und die Fragmente eines Handwagens.

Inmitten brandneuer Balken ruhen die Reste der jüngsten Brandserie, darunter eine einstige Hollywoodschaukel und die Fragmente eines Handwagens.

Dann ist sein Bruder M. allerdings schon wieder drin. Nach MN vorliegenden Informationen sprach dieser gestern im Rathaus vor und bat dort um Obdach, weil er sich wegen seines flammenden Hobbys in Brandenheim wohl nicht mehr willkommen fühlte.

Diese Garage samt Wohnwagen ging am Wochenende rund zwei Stunden vor der gegenüberliegenden Scheune in Flammen auf.

Diese Garage samt Wohnwagen ging am Wochenende rund zwei Stunden vor der gegenüberliegenden Scheune in Flammen auf.

Da in Räpitz, dem Standort der Markranstädter Obdachlosenunterkunft, für den Aufenthalt des Feuerteufels nicht genug Löschwasser zur Verfügung steht, wurde M. kurzerhand überredet, sich doch lieber vom örtlichen ABV festnehmen zu lassen.  Völlig müde gequatsht, ging er schließlich auf den Deal ein und so gabs eine Art fliegenden Bettenwechsel in der JVA. Die Zelle bleibt damit wohl auch künftig fest in Familienhand.

Unser Reporter Georg Deimler hat mal in den Archiven gekramt und einige Höhepunkte der flammenden Karriere des Duos ausgegraben. Das hält sich seit nunmehr rund 20 Jahren hartnäckig auf den vorderen Plätzen der Brandenheimer Charts. Ein heißer Favorit auf den „Roten Hahn“ für das Lebenswerk.

Was sich wie der Beginn einer beispiellosen Karriere liest, war nur ein erster Höhepunkt.

Was sich wie der Beginn einer beispiellosen Karriere liest, war nur ein erster Höhepunkt.

Strohfeime, Garagen, Lauben, Geräteschuppen, Wohnwagen, Scheunen und sogar das eigene Elternhaus wurden in dieser Zeit warm saniert. „Wenn man das alles zusammenzählt, ist Frankenheim in den letzten 20 Jahren gefühlt einmal komplett abgebrannt“, resümiert ein Anwohner zynisch.

Schon damals hat das Gericht erkannt, dass Strafen hier nicht helfen. Was Besseres als Bewährung fiel der Judikative allerdings auch nicht ein.

Schon damals hat das Gericht erkannt, dass Strafen hier nicht helfen. Was Besseres als Bewährung fiel der Judikative allerdings auch nicht ein.

In dieser Aufzählung sind allerdings nur Sachschäden enthalten. Schon im spätinfantilen Zärtlingsalter von jungfräulichen 17 Jahren fackelte das Duo die Scheune des Großvaters ab und vergiftete 15 Kühe sowie ein Kalb. Später, anno 2003, erhöhten sie den Rekord ihrer Kadaver-Quote laut BILD-Zeitung um weitere 38 Schafe.

Daraufhin schlug der Rechtsstaat mit aller Härte zu und verurteilte die beiden Agrar-Terroristen zu einem Jahr auf Bewährung. Wohl hoffend, dass keine Verbannung in ein sibirisches Straflager auch nur annähernd so viel Reue und Einsicht erzeugt wie weitere zwölf Monate in Frankenheim.

Wie als Beweis der Darwinschen Lehre entwickelte sich das Pärchen im Laufe der Evolution stetig weiter. So entdeckten sie bald das Feuer und brachten dessen Beherrschung in der Folgezeit zur Perfektion.

So geschehen anno 2004, als es noch die beliebte "Kleine LVZ" gab.

Weil sich offenbar jeder der Fähigkeit rühmen wollte, ein solches entfachen zu können, gab’s in den meisten Fällen auch immer gleich zwei Brände in kurz aufeinanderfolgenden Abständen. Ein Markenzeichen, das auch die jüngste Brandserie von Beginn an charakterisierte.

Per Mausklick auf das Bild erfahren Sie von einem Opfer, warum es sich "absolut nicht vorstellen kann, wer sowas macht". ;-)

Per Mausklick auf das Bild erfahren Sie von einem Opfer, warum es sich „absolut nicht vorstellen kann, wer sowas macht“. 😉

Jetzt ist jedenfalls erst mal wieder ein paar Tage Ruhe angesagt in Brandenheim. „Aufatmen“ nennt Ortsvorsteher Jens Schwertfeger das, was in seinem Dorf gerade passiert. Er hofft, dass „der Täter, der offenbar andere Maßstäbe hat, endlich die richtige Hilfe erfährt und eine Wirkung einsetzt“.

Draufklicken und ganzen Artikel lesen.

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Viele der Anwohner sehen das ähnlich und hoffen, dass eben diese Wirkung bei M’s kongenialen Abbild S. bereits eingesetzt hat, wenn er wiederkommt. Bisher jedenfalls waren all diese Handreichungen vergeblich.

 

7 Kommentare

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    • Deimler auf 17. März 2021 bei 22:20
    • Antworten

    Jeweilige Hinweise in „Markranstädt Informativ“ – wann ist einer drin (im Knast) und wann ist einer draußen in Frankenheim, wären hilfreich. So könnten die angstgeplagten Frankenheimer gezielt und zeitlich korrekt ihr brennbares Eigentum besser bewachen.

    Ist ja nur ein Vorschlag, denn es ist eher unwahrscheinlich, dass in Zukunft irgendwann in dieser Sache der Staat seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bürgern nachkommen wird.
    Dabei sind Feuerwehr und Polizei ausgenommen, die machen ihren Job hervorragend, kommen aber leider erst zum Zuge, wenn Alles zu spät ist.
    Erst wenn ein Richter nach der nächsten Gerichtsverhandlung ein Dankeschön-Präsent überreicht bekommt, zieht vielleicht Ruhe ein.

    1. Noch nichts von Datenschutz gehört? Der steht weit über dem Opferschutz! Die Täter bleiben anonym, die Opfer kommen ins Fernsehen. Dafür sind wir ’89 auf die Straße gegangen und jetzt kommen Sie und wollen unsere denokratischen Errungenschaften aushebeln. Das brauchen wir uns nicht zu gefallen zu gelassen.

  1. Wohl hoffend, dass keine Verbannung in ein sibirisches Straflager auch nur annähernd so viel Reue und Einsicht erzeugt wie weitere zwölf Monate in Frankenheim.

    Ich kann nicht mehr. Das ist ganz große Lyrik.

    1. Tja, wenn Ihnen das reicht, ist doch alles gut.

    2. Obwohl Feuer am besten mit Wasser bekämpft werden kann, fällt Waterboarding aus. Also gibts zu „12 Monate Frankenheim“ keine Alternative.

  2. Naja- hier weis wohl ein Jeder mehr als die (Zitat aus Filmbeitrag) …“ich bin mir im Unklaren wer sowas machen könnte“… . Positiv ist aber: DANKE an die beherzten und vor allem 2 besonnenen Rathausverwaltungsangestellten die es ermöglicht haben. Ohne fruchtlos langwierige Ermittlungsarbeit ein Polizei aktenkundiges Tatgeständnis mit „klick“ in Verbindung einer Zellenübernachtung. Mindestens eine geschenkte ruhige Nacht vom Rechtsstaat. Für die Frankenheimer. Die Bewohner aus neuerdings wieder Frankenheim bedanken sich insbesondere beim Bürgerpolizisten Herrn W. von M. , der Heimatverein als Vertreter wird sicher im Rathaus vorstellig.
    PS: Bitte nicht vorschnell die Kopfbögen mit Brandenheim wegschmeißen- könnten (hoffentlich nicht) wieder zu wichtigen umweltschonenden Papieren werden da noch da sind…

    1. Wir brauchen neue Visionen und nicht das Aufwärmen alter, abgenutzter Begrifflichkeiten. Als nächstes kommt Funkenheim, basta!

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