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Aus der Politbütt in der Aschermitt-Woche: Stadtmöbel & Co. - Markranstädter Nachtschichten

Aus der Politbütt in der Aschermitt-Woche: Stadtmöbel & Co.

Für die aktuelle Wochenschau hat sich im Laufe der letzten Tage allerhand angestaut. Vor allem im politischen Markranstädt dreht sich das Räderwerk deutlich hörbar. Was unter der Woche woanders als Extra-Event zelebriert wurde, zählt bei uns inzwischen zum Alltag: Hier ist immer Politischer Aschermittwoch. Deshalb sind wir dazu verurteilt, den Blick auf die zurückliegende Woche in einen politischen und einen gesellschaftlichen Teil zu spalten und wollen mit der kommunalen Staatskunst beginnen.

Von wegen Fastenzeit. Markranstädt wird in den Medien endlich wieder wahrgenommen. Und das gleich so opulent, dass man ständig unter Sättigungsgefühl leidet. Kaum ein Tag ohne neue Schlagzeile.

Das einzige Manko beim neuen medialen Stellenwert der Stadt ist der Tenor, den die Berichte hinterlassen. Zumindest ist er gar zu oft nicht in dem Sinne, der in der letzten Stadtratssitzung von einer Abgeordneten so überaus beherzt eingefordert wurde.

Positionslichter

Angesichts der öffentlichen Züchtigung der Medien hatte es anderen Stadträten (offensichtlich sogar fraktionsübergreifend und teilweise bis heute) erst mal die Sprache verschlagen. Zumindest die CDU fand ihre Worte im Laufe der Woche wieder und schlug sich mit diesem Statement auf die Seite der Verteidiger der Pressefreiheit.

Schon einige Tage vorher hatten die Christdemokraten mit dieser Stellungnahme an die Feuerwehr zu den Vorgängen um den heiß diskutierten Hausmeisterposten Position bezogen.

Was allerdings noch schmerzlich vermisst wird, ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Aufgaben eines Stadtrates, was auch für den einen oder anderen Kameraden der Feuerwehr sinnstiftend erscheint.

Wer warum hinter wem?

Zum Aufruf des wortführenden Kameraden, der Stadtrat möge hinter der Feuerwehr und der Bürgermeisterin stehen, gab es nämlich keine Stellungnahme. Die erscheint allerdings durchaus mal dringend notwendig.

Denn Aufgabe des Stadtrates ist es gerade nicht, sich blind hinter das Stadtoberhaupt zu stellen, sondern – im Gegenteil – es kritisch zu kontrollieren.

Nicht zuletzt hatte die Kritik der Feuerwehr in Richtung Ex-Bürgermeister nun auch dafür gesorgt, dass Jens Spiske der Einladung zur Beteiligung an der Auseinandersetzung folgte und sich beim Stadtwehrleiter dafür mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde bedankte.

Anlass der Klage: Haetscher habe Stitterich während des Bürgermeister-Wahlkampfs zu einer Veranstaltung der Feuerwehr eingeladen – als einzigen der drei Bewerber. Damit habe er gegen das politische Neutralitätsgebot verstoßen, das auch einem Stadtwehrleiter obliege.

Neuwahl-Szenario

Teile des Bürgertums sorgten daraufhin ihrerseits für satirische Einlagen, indem sie Spiske in den sozialen Netzwerken ein rückwirkendes Nachtreten unterstellen, was als schäbig zu verurteilen sei. Dass die zugrundeliegende Kameraden-Watsche in Spiskes Antlitz während des jüngsten Stadtrats ihrerseits auf ein rund fünf Monate zurückliegendes Ereignis zurückgeht, wird dabei dem Unterhaltungswert geopfert.

Hingegen kann Spiskes nebenbei erwähnter Seitenhieb auf Prüfung rechtlicher Mittel einer Wahlanfechtung in der Tat als satirisches Säbelrasseln zur Erheiterung des Publikums gewertet werden. Diese Frist ist abgelaufen. Sollte die Dienstaufsichtsbeschwerde jedoch Erfolg haben, könnte trotzdem schon die nächste Wahl vor der Tür stehen. Diesmal für die Kameraden der Feuerwehr.

Anfang der Woche fand noch ein anderer Showdown mit Markranstädter Attributen statt. Das Verwaltungsgericht Leipzig sprach Recht in Sachen Stadtmöblierung.

Im Namen des Volkes

Auf MN-Anfrage teilte die Pressestelle des Verwaltungsgerichts mit, dass die Klage abgwiesen wurde, die Kläger als Gesamtschuldner die Kosten des Verfahrens tragen und das Urteil hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar sei.

Richter Dr. Dirk Tolkmitt erklärt gegenüber MN: „Das heißt, dass die Sitzmöbel also als zulässig errichtet werden können.“

Okkulte Zufriedenheit

Dieser Erklärung hätte es allerdings ausnahmsweise mal gar nicht bedurft. Es reicht ein Blick in die Gesichter derer, die da täglich so im Rathaus ein und aus gehen. Auch wenn da bis zur grimassitären Gesichtslähmung versucht wird, ein Grinsen zu unterdrücken, sprechen die leuchtenden Augen Bände. So viel okkulte Freude trotz vermeintlicher Endzeitstimmung kann nur einen Grund haben: Gespanntes Warten darauf, ob die zarten Bande einer noch jungen Freundschaft der drohenden Belastungsprobe standhalten.

Lassen wir den Vorhang der Barmherzigkeit vor den zwei restlichen Tagen der Woche herniederfallen und den politischen Rückblick auf die siebente Septade anno 2021 damit beschließen. Es wartet ja noch die gesellschaftliche Rückschau, mit der wir unserer Kampfaufgabe als Speerspitze jener Medien, die Markranstädt wieder in einem besseren Licht dastehen lassen, gerecht werden wollen.

 

3 Kommentare

    • Doppelrömer auf 22. Februar 2021 bei 11:49
    • Antworten

    Nun also: Stadtmöbel. Was’n noch? SOFORT aufstellen! Diese Farce hat schon genug Steuergeld (denn verschwendete Zeit ist auch Steuergeld!) gefressen. Da kommt es auf einen evtl. Rückbau auch schon längst nicht mehr an! (Das Aussitzen der Widerspruchs-und Revisionsposse insbesondere wenn Vetternwirtschaft im Spiel sein sollte kennen wir). Die Stadträte haben beschlossen- in Ihrer EHRENAMTLICHEN Freizeit!!! Auftrag an BM(in): handeln. Wir bekommen schon seit Jahren kein Kulki-Klo, irgendwas zum drauf setzen brauchen wir. Die Sonne lacht- sonst bleibt es in M. finstre Nacht! Ich habe fertig: Setzen!

    1. Nicht so schnell mit den jungen Pferden. Die müssen sich doch erst mal von dem Schock erholen, dass sie das Verfahren gewonnen haben. So ’ne Sch*** aber auch. Nicht mal auf die Richter ist mehr verlass.

    • Voyeur auf 20. Februar 2021 bei 0:01
    • Antworten

    Grimassitäre Gesichtslähmung! Ihr trinkt also wieder, trotz Corona. Bei dem schöpferischen Ergebnis kann man sich für diesen zivilen Ungehorsam nur dankbar verneigen. Übrigens auch für die zarten Bande der noch jungen Freundschaft. Für die Erklärung, warum man vor der nächsten Instanz klein bei gibt, obwohl man in der ersten Instanz gewonnen hat, ist dann sicher schon eine hochqualifizierte Neueinstellung zuständig. Im Qualitätsmedium sind da heute auch ganz interessante Ausführungen zu lesen, die einiges ahnen lassen.

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