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Das Wort zum 11. 11.: Eine Maske muss reichen! - Markranstädter Nachtschichten

Das Wort zum 11. 11.: Eine Maske muss reichen!

Da verstehe noch einer die Welt. Gerade jetzt, wo alle eine Maske tragen, fällt die Karnevalseröffnung aus. Wahrscheinlich sogar die ganze Session. Klar, wie will man seine Zunge nach der Bekanntgabe der Kussfreiheit auch in einen anderen Mund schieben, wenn zwei Stoffbahnen dazwischen liegen? Genau darum drehen sich die Gedanken des MN-Schreibsachverständigen.

„Ich kenne keinen einzigen Infizierten, aber schon mindestens zehn Selbstständige, deren Existenz erloschen ist“, sagte die MN-Steuerberaterin gestern.

Tja, so fies und hinterhältig arbeitet der Corona-Sensenmann. Er tötet, während seine Opfer noch im Glauben sind, dass er ihnen das Leben rettet. Aber es ist nicht alles schlecht. Die Maske zum Beispiel rettet wirklich Leben. Allerdings auf eine ganz andere Weise als der Laie zu glauben denkt.

Lassen Sie es uns biologisch betrachten und die Pandemie als Etappe der Evolution sehen. Ihre Mund-Nasen-Bedeckung ist Teil dieser Entwicklung.

Wieviele Masken haben Sie?

Nachdem sich die Großinquisitoren der Neuzeit am Begriff Schutzmaske schon eine goldene Nase verdient haben (weil sie per Unterlassungserklärung nachweisen konnten, dass sie gar nicht schützt), muss der Grund für ihre außerordentliche Beliebtheit also woanders liegen.

Ich frage Sie: Wieviele Masken haben Sie so täglich im Einsatz? Falls Sie zu den wenigen Leuten gehören, die tatsächlich über mehrere verfügen, dann haben Sie aber doch sicher trotzdem sowas wie eine Lieblingsmaske, oder?

Zum Beispiel die, die im Auto in der Konsole liegt oder jene, die Sie schon seit Wochen (uups – stimmt, seit Wochen schon) in Ihrer Handtasche rumschleppen, damit sie beim Einkaufen immer griffbereit ist?

Na los, seien Sie wenigstens ehrlich zu sich selbst. Ich will Ihnen Mut machen: Anderen geht es genauso. Viele meiner Freunde, deren Familien und Kumpels haben nur die eine Maske.

Selbst bei meiner Tante Erna (92) ist das braun-weiß gescheckte Textil, das sie im April in der Nähstube des MGH ergattert hat, nicht mehr aus dem Gesicht wegzudenken. Fast scheint es, als sei der Stoff schon eine untrennbare Symbiose mit ihren Barthaaren eingegangen. Eine Art biologischer Klettverschluss.

Tante Ernas Lycra-Zwickel

Ich befürchte, das Teil wurde aus dem Zwickel einer alten Bikini-Hose gezimmert. Aber seitdem geht bei ihr wenigstens das Einkaufen fix. Sie hat genau 15 Minuten, sagt der Arzt, bevor der CO2-Gehalt unter ihrer Lycra-Kappe den Grenzwert von 90 Prozent übersteigt. Zweimal war sie schon auf der Intensivstation am Beatmungsgerät. Nicht wegen Corona, sondern wegen Sauerstoffmangel.

Weils eine Frau ist, treibt mich zumindest die Hoffnung, dass Tante Ernas Accessoire seit Frühjahr wenigstens ab und zu mal in der Waschmaschine war. Beim Blick auf die hinter mir stehenden Menschen an der Ladenkasse bin ich mir da nicht immer ganz so sicher. Immer die gleichen Masken. Allein die Tatsache, dass sie die Pandemie bisher überlebt haben, gibt mir Hoffnung.

Und genau da setzt die Evolution an. Präastronautische Virologen vermuten, dass der abgestandene Rotz und andere Absonderungen seit April wahrscheinlich der beste Nährboden für die Entwicklung von Antikörpern ist. Die zum Biotop mutierte Maske wirkt sozusagen wie eine mobile Petrischale für die Zucht antiviraler Kulturen.

Ich habs getestet! In den Falten meiner Maske tun sich nach einem halben Jahr Dinge, die ich sogar ohne Mikroskop betrachten kann. Da geht’s längst nicht mehr nur um Corona. Sämtliche Keime moderner Zivilisationskrankheiten müssen in dieser unwirtlichen Atmosphäre zwangsläufig einen grausamen Tod finden.

KFV-Büttenredner El Beppone hat den MN-Beitrag mal in Verse geschmiedet. Drei Minuten Zeitgeist…

Die bei diesem biologischen Umbauprozess entstehenden Dämpfe enthalten – wir kennen dieses Phänomen aus Kuren mit Eigenurin – hochwirksame Substanzen, welche die Bildung körpereigener Abwehrstoffe fördern. Bei hygienischen Härtefällen wie meiner Tante Erna, die ihre Maske seit März „nur zum Einkaufen“ trägt, kann man das mittlerweile sogar mit bloßem Auge verfolgen.

Seit sie vorgestern ihre Maske mit einem hörbaren „rrrritsch!“ abgesetzt hat und ich auf diese Weise mehr oder weniger unfreiwillig einen kurzen Überblick über die Entwicklungsstadien der Erdgeschichte erhielt, bin ich davon überzeugt, dass ihr selbst ein Giftgasanschlag nichts mehr anhaben kann.

Und wahrlich ich sage Euch: Wer mit der gleichen Maske vom Frühjahr jetzt auch durch die zweite Welle kommt, ist unsterblich!

 

10 Kommentare

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  1. Maskenschleim wie Hafergrütze,
    wir Wähler kriegens auf die Mütze!
    Ob Muffel oder Maskentreue-
    immer lacht die Bauernschläue…
    Und dennoch sind wir von Angst ergriffen-
    WIE ist Corona zu umschiffen?
    Ob Satire, Zukunftsangst und Spaß:
    Wir beißen alle mal in’s Gras.
    Doch Würdevoll und nicht allein;
    nicht entmündigt- SO soll’s sein!

    Tätääääää

    1. Was’n lyrisches Potenzial in der Goethe-Stadt am See. Danke!!!!

    • uta lüngen auf 12. November 2020 bei 5:51
    • Antworten

    Einfach herrlich,ich habe auch schon Masken in den Gesichtern entdeckt die selbstständig stehen können.ui,ui…und der Tisch vom Homebüttenredner ist schon ein schmunzeln wert, was da so alles rumliegt. Ich schau gleich mal wie die Dinger in meiner Tasche aussehen. Einfach lustig,danke.

    1. Die Kondome?

    • Bewohner auf 11. November 2020 bei 11:57
    • Antworten

    Boah, ist schon ekelig, was ihr da so recherchiert habt, aber es wird da einige bald Unsterbliche geben. 😉 oder anders Kranke ? ;)))

    Nach aktuellen Zahlen haben wir heute doch tatsächlich 10 Fälle von Quarantäne in Markranstädt, laut Landratsamt. Das heißt noch nicht einmal, das wir hier 10 Corona-Kranke haben.

    Dafür müssen über 16.000 Markranster die „Lockdown-Regeln“ einhalten, das sind dann nach Adam Ries 0,0625 % Leute in Quarantäne, die vielleicht gar nicht krank sind, sondern nur einen kennen, der weiß, wo einer wohnt.

    Auch der MP Kretschmer ist in Quarantäne (nicht krank), nanu, kennt er die Regeln nicht? Zahlt der jetzt auch ein Bußgeld?

    Aber Advent, Weihnachten und Fasching fällt für alle aus, dieses Jahr- das spart die Ressourcen an den Beton- Böllern und der Polizei bei der Sicherung von Weihnachtsmärkten und bietet auch keine Angriffsfläche mehr für die in Mode gekommenen Terroranschläge, schon praktisch, oder nicht?

    Unsere Kultur in Sachen Masken haben ja einige der noch nicht so lange hier Lebenden schon übernommen, und da ist die Macron-Maske wohl voll der Renner.
    Wir sollten uns hier auch etwas mehr einfallen lassen bei den Masken-Designs, zumal die 5. Jahreszeit sonst ganz ausfällt.
    Auch den Advent könnte man symbolisch einstimmen, indem die Bürger und die Nicht-Budenbetreiber des Weihnachtmarktes ein paar Kerzen stattdessen aufstellen, damit es ein bisschen vorweihnachtliches Flair bekommt.

    Die satirische und karnevalistische Aufarbeitung der Geschehnisse muss dann mal online erfolgen, ist dann wohl so. Wohldem, der online ist im Neuland des Internetz 😉

    Schöner Artikel, weiter so und
    Lallendorf…OHO

      • Mark Ranzi auf 11. November 2020 bei 13:06
      • Antworten

      Na, na was soll denn hier das Kleinklabuster? Corona ist für alle da, 0,06% hin oder her. Auf der Demo Samstag waren auch 45.000 Teilnehmer und für einen kurzen Augenblick ca. 50 gut organsierte Störer. Wieviel Prozent sind das denn? Sie haben doch bestimmt die schlimmen Bilder und Filme der „Radikalen“ dort gesehen und kennen sicherlich die Worte der politischen „Führung“ hier im Land. Oder sind Sie auch so eine die behauptet, dass die singenden, tanzenden Menschen auf der Demo friedlich waren und keine überzeugten Nazis? Also bitte nochmal nachdenken. Prozente hin oder her, Kampf ist Kampf und was muss, das muss.

        • Bewohner auf 11. November 2020 bei 15:58
        • Antworten

        Mark Ranzi,
        nachdem ich jetzt stellvertretend für den Elferrat je 11 Kurze alleine verputzen musste, ist mir mit dem Hinweis ein Kostüm eingefallen, Danke und ein dreifach Lallendorf OHO!

        1. Elf Kurze allein. Da merkt man erst mal, dass man auf einem Bein schlecht stehen kann, gelle? Höchste Zeit, aus dem Elferrat einen Zweiundzwanziger Rat zu machen!
          Obwohl … den haben wir doch auch schon. 🙂 🙂 🙂

      1. Das mit den Prozenten hin oder her … grummel. Brotschnaps sollte schon so um die 48 haben.

    1. Am besten sind die schwarzen Ganzkörpermasken, die man jetzt auch häufiger sieht. Die hindern auch die Aerosole aus den Achselhöhlen am umherfliegen. Was allerdings zur Folge hat, dass sich in der Atmosphäre unter diesen Kitteln bei mangelnder Hygiene sogar Gewitter bilden können…

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