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Die Markranstädter Wochenschau

Wieder eine Corona-Woche rumgekriegt. Während sich die Nachrichtenlage in der Kernstadt zaghaft zu stabilisieren beginnt, wächst die Sorge über die Situation in den annektierten Dörfern. Gibt es dort überhaupt noch Überlebende oder hat die Pandemie in den unwirtlichen Regionen zwischen Floßgraben und Zschampert schon jegliche Zivilisation ausgelöscht? Um Antworten zu finden, haben wir am Donnerstag mal ein Expeditionsteam losgeschickt. Die ideale Wochenend-Lektüre, weil … ist was länger diesmal.

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Bevor die Reportage über die Landsafari folgt, wollen wir aber zunächst wichtige Nachrichten kolportieren, die es gegen Schneezäune und Straßennamen in anderen Städten nicht an die Öffentlichkeit geschafft haben.


Bahn auch bei Bau mit Verspätung

Der Bahnübergang in der Schkeuditzer Straße bleibt laut Angaben des Bauherrn noch bis zum 28. April geschlossen.


Bodenbildung in der Stadthalle

Die Baumaßnahmen an der Stadthalle gehen in die Endphase. Der Unterboden ist erneuert und der Sportboden liegt auch schon drin. Laut Stadtverwaltung sollen die Arbeiten noch im April, also in der kommenden Woche, abgeschlossen werden.


Neubau am Gymnasium kommt voran

Auch an der Bebelhalle kommen die Bauarbeiter auf die Zielgerade. Bis Ende April soll der Innenausbau der neuen Räume fürs Gymnasium abgeschlossen sein, danach geht’s schon an die Innenausstattung, parallel werden die Außenanlagen aufgehübscht. Laut Stadtverwaltung soll die Fertigstellung Mitte des II. Quartals erfolgen.


Finale bei Edeka

Edeka in der Leipziger Straße hatte am heutigen Freitag offenbar den letzten Tag geöffnet. Ursprünglich hieß es, die Schließung erfolge zum 30. April, doch laut einer Information am Eingang macht das Geschäft per 24. April dicht.


Fördermittel fürs Stadion

Gebaut wird bald auch im Stadion am Bad. Hierfür wurden vor wenigen Tagen Fördermittel in Höhe von rund 86600 Euro für die Sanierung der Laufbahn und der Weitsprunganlage bewilligt. Insgesamt seien für das Projekt etwa 177.700 Euro veranschlagt. Die Sanierungen müssen laut Fördermittelbestimmungen noch in diesem Jahr erfolgen.


Kabel durch Markranstädt

Der Netzbetreiber Mitnetz Strom hat damit begonnen, eine 20 kV-Leitung vom Kulkwitzer Kraftwerk in die Ranstädter Mark zu verlegen. Dabei könne es zu Verkehrseinschränkungen kommen, teilt Mitnetz mit.

Es werde darauf geachtet, dass bei Bedarf nur halbseitige Straßensperrungen durchgeführt werden und der Verkehr durch Ampelregelungen begleitet wird, heißt es weiter. So sei in den kommenden Wochen mit Einschränkungen im Teichweg (Foto), in der Südstraße, der Feldstraße und der B186 zu rechnen. Die Arbeiten Am Hoßgraben seien hingegen bereits weitestgehend abgeschlossen. Außerdem sollen in der Krakauer und der Schkeuditzer Straße neue Transformatorenstationen errichtet werden. Das Projekt umfasse ein Volumen von rund 790 000 Euro und soll Ende September abgeschlossen sein.

 

Durchs wilde Markranistan

Um es vorweg zu nehmen: Auf Leben im Sinne frei herumlaufender Menschen sind wir auf den Dörfern nicht gestoßen. Aber das hat heutzutage nichts zu bedeuten. Auf dem Lande hält man sich eben noch an die Befehle von Mutti. Und wenn die sagt, es gibt Hausarrest, dann ist das Gesetz und das Landei lässt die Mistforke Mistforke sein. So einfach ist das.

Ein Zeichen aus Altranstädt

Nun zur Safari durch die Lallendorfer Latifundien. Beginnen wollen wir die virtuelle Reise mit einer Botschaft aus Altranstädt. Von wegen, die Anrainer der A 9 würden sich nicht trauen, sich als Leser der Markranstädter Nachtschichten zu outen.

In einer Nachricht teilt der Chef des Fördervereins Schloss Altranstädt mit, dass es auch dort fleißige Näherinnen von Gesichtsmasken gibt. Wer Bedarf habe, könne sich unter der eMail-Adresse info@schloss-altranstaedt.de dahin wenden.

Schkeitbarer Ursula wieder trächtig

Trotzdem pulsiert das Leben in den Dörfern. Also in rein biologischem Sinne. In Schkeitbar gibt es einen Baum, deralljährlich vor Fruchtbarkeit nur so strotzt und die Zeichen seiner Fertilität auch selbstbewusst zeigt.

Nicht umsonst wird das Gewächs von Botanikern auch gern als die Ursula von der Leyen unter den Kirschbäumen bezeichnet.

Allerdings hat die EU-Kommissarin ihre Fortpflanzung nur ein Kind vom Goldenen Mutterkreuz entfernt eingestellt. Die Schkeitbarer Süßkirsche hingegen zeigt sich auch anno 2020 wieder hochschwanger. Ein wahrhaft erhebender Anblick.

Fruchtbringendes aus Seebenisch

Handlungsbedarf in Sachen Fortpflanzung gibt es auch in Seebenisch nicht. Die Störche sind da und es gibt schon allerhand Raufhändel im Kampf um die Storchendame zu sehen. Lediglich bei der Auslieferung der Embryos droht ein Engpass.

Weil sämtliche Stoffreste zu Gesichtsmasken verarbeitet wurden, fehlt den Störchen nun Verpackungs- und Transportmaterial. Daher werden bis auf weiteres nur männliche Nachkommen ausgeliefert.

Wie der Verband der Ornithologen (das sind die Gynäkologen für Vögel) mitteilt, würden kleine Jungen bereits von Natur aus über einen Adapter für einen gefahrlosen Transport per Schnabel verfügen.

Neue Gedenk-Kultur in Kulkwitz

Ebenso interessant anzuschauen, aber mit einigen Fragezeichen behaftet, ist der Aspekt neuer, vielleicht noch etwas ungewohnter Kultur des Gedenkens auf dem Kulkwitzer Friedhof. Die mitunter langwierige Zwiesprache mit Verblichenen kann auf die Dauer ganz schön ins Kreuz gehen.

Deshalb wurde hier wohl ein mit Mitteln der AOK gefördertes Pilotprojekt ins Leben gerufen. Mithilfe eines mobilen Sitzmöbels, das im Areal mit wenigen Handgriffen flexibel vor jeder Ruhestätte individuell positionierbar ist, werden die Merkmale entspannter Einkehr mit aktiver Rückenschule in Einklang gebracht.

So wird der Friedhof zum Fitness-Studio. Wegen der Abstandsregelung durch Kontaktbeschränkungen steht allerdings erst mal nur ein solches Sitzmöbel zur Verfügung.

Afrikanische Tage in Göhrenz

Der Klimawandel ist unbestritten. Aber bei nur 14 Grad Wassertemperatur im Kulki blieben die Touristenströme in Göhrenz trotzdem aus. Deshalb lockt die „Platte“ jetzt mit glühend heißen, afrikanischen Themen-Events. In dieser Woche stand das westafrikanische Land Togo auf dem Programm.

Passend zur ehemals deutschen Kolonie gibt es dazu auch die traditionellen Speisen aus der landestypischen „Küche von Master Fritz“. Insbesondere die legendären Fischbrötchen erfeuen sich auch anno 2020 wieder größter Beliebtheit.

BOS-Funk-Architektur in Döhlen

Die vermeintliche Aufhübsch-Aktion am Döhlener Sportplatz offenbarte in der zurückliegenden Woche ihren wahren Charakter. Zur Erinnerung: Nachdem der Einsatz von „Agent Orange“ zunächst wirkungslos blieb, ging man mit einer finalen Aktion leistungsfähiger Kettensägen zu Werke. Dass der Grünschnitt zwischenzeitlich den Platz bedeckte, war lediglich eine Reminiszenz an übliche Gepflogenheiten. Gräber werden den Winter über generell abgedeckt.

Nun aber zeigen sich die wahren Hintergründe. Unter Anwendung der wissenschaftlichen Disziplin „Bionik“ hat eine neue Form naturnaher Architektur Einzug gehalten. Gleich eine ganze Reihe neuer BOS-Funktürme im unauffälligen „Pappel-Style“ prägen jetzt das Döhlener Ortsbild, ohne dass es auch nur ansatzweise Kritiken der Anwohner gab. So werden Mehrheiten geschaffen!

 



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7 Comments to Die Markranstädter Wochenschau

  1. Nordmann sagt:

    Liebe Redaktion,

    schön, dass das Thema Baum so viel Beachtung findet.
    Nur sind das nicht BOS-Bäume sondern POS-Bäume – also Pappeln ohne Spitze oder auf die Machart und Qualität bezogen, „Pflege ohne Sinn“.

    Zum anderen lässt mich aber auch das Gleichnis von der ach so fruchtbaren Schkeitbarer Ursula schmunzeln, handelt es sich doch um die eher selten fruchtende eine Japanische Blütenkirsche, Sorte „Kanzan“, bei welcher es nur dann sicher fruchtbar wird, wenn sich ein schlafendes Auge aus der Stammunterlage quält und unerlaubt und unbeachtet am pinken Blütenzauber vorbei in die Höhe wächst. Dann kann´s wirklich fruchtbar werden.

  2. Familie X sagt:

    Ich finde die Kombination aus (bisher schmerzlich vermissten) Nachrichten und einem humorvollen Blick auf Stadt und Dörfer ABSOLUT GELUNGEN und würde mir gern wünschen, dass sowas regelmäßig kommt. Es ist eine sehr schöne Einleitung des Wochenendes und gibt einem die Gewissheit, dass man nichts wesentliches verpasst. Nebenbei kann man noch ein bißchen schmunzeln oder wahlweise auch lachen – es ist einfach klasse. Vielen Dank, liebe MN-Macher.

  3. Elke Rösel sagt:

    Der auf Safari durch OT Döhlen Irrende kann leider nicht wissen, dass es mehrere Beschwerden bei den, nicht nur mit MNS sondern mit Augenbinde herumlaufenden aus der 4. ETAGE gegeben hat. Der zornige Döhlener lässt sich viel, aber nicht einfach ALLES gefallen. Das Kapitel der Vergewaltigung unseres Sportplatzes ist noch lange nicht geschlossen!!!

  4. Der Luchs sagt:

    Was mich irritiert, sind die laut Ihrer Darstellung wohl als Baumstümpfe getarnten Fundamente weiterer BOS-Funktürme im „Pappel-Style“ am Döhlener Sportplatz. Ist da vielleicht jemandem die Kettensäge ausgerutscht oder war der Eifer eines „Bauarbeiters“ nicht zu bremsen? Es soll ja beim Bau der Sendeanlage sogar Opfer gegeben haben. Und was den Platz und dessen Zustand angeht, bietet sich an, statt Ringreiten künftig Military-Reitsport zu betreiben oder einen Hindernis-Parcour zu errichten. Man muss nur wollen und alles Geschehene optimistisch betrachten.

  5. stille Beobachter, sagt:

    Hmmm allso so kann ich dass ja mal nicht stehen lassen für die BOS-Funk-Architektur in Döhlen, denn die hier noch lebenden und von Corona verschonten wußten ja gar nicht was hier passiert. Zum einen weil alles heimlich und komischerweise leise von statten ging, und zum anderen da der Homo sapiens (lateinisch „vernünftiger Mensch“) ja durch die Ausgangssperre und Kontaktsperre zweifach gehindert war an diesen Aktionen teil zu haben. Nun sollte aber jedem klar sein warum wir nicht raus durften.

    Im übrigen wie immer eine gelungene Bestands Aufnahme des MN, bitte weiter so da anders in der momentanen Situation keine Information stattfindet.

    • Durchblickerin sagt:

      Schön dass Ihr auch mal wieder in Döhlen wart. Aber zwar war der Ansatz gut, jedoch nicht bis zu Ende recherchiert. Das sind keine BOS-Funktürme, sondern architektonisch mutig konstruierte naturnahe Litfaßsäulen. Im bevorstehenden Bürgermeisterwahlkampf kann man hier die Plakate weithin sichtbar in den Wipfeln anbringen. Als Nebeneffekt profitiert man von der Tatsache, dass die Gesichter nicht mehr beschmiert werden können. Wobei man bei manchen Köpfen in der Vergangenheit durchaus zugeben musste, dass solche Maßnahmen ästhetisch eher vorteilhaft waren.

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