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Die nächste Sperrung der Leipziger Straße droht

Das Lichterfest in der Leipziger Straße ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Dass sich die Händler, die neben jeder Menge Arbeit und Aufwand auch viel Hoffnung hatten, Petrus‘ Gunst selbst mit Glühwein und Rostbratwürsten nicht erkaufen konnten, war dennoch zu verschmerzen. Das Straßenfest am 3. Oktober hatte zwar Maßstäbe gesetzt, aber unter den regensicheren Pavillons sammelten sich am Dienstag in den Abendstunden dennoch allerhand Besucher.

Das Gute zuerst: Die mehrfach angekündigte weihnachtliche Straßenbeleuchtung wurde eingeschaltet und funktionierte auch. Kurzfristig schien es so, als hätte man auf Seiten der Verantwortlichen aus lauter Urlaubsfreude den Stecker versiebt und die Schaltberechtigung in einem Akt finaler Verzweiflung dem Veranstalter des Lichterfestes in die Schuhe schieben wollen. Dem Gott des Lichtes sei Dank, dass es unter Verantwortlichen auch Verantwortliche gibt. So leuchteten die Sterne in der Leipziger Straße schließlich doch.

Etwa eine halbe Stunde vor dem Beginn des Festes wurden dann allerdings die Schleusen geöffnet. Petrus ergoss seinen kompletten Frust über Markranstädt. Und er machte ganze Arbeit. Alles was Füße und keinen Schirm hatte, verzog sich unter die wenigen Pavillons. Dort gab es zum Glück ausreichend Kulinarisches, so dass die Stimmung alles in allem gut war. Dazu trug auch der Lampionumzug bei, von dem sich viele Kinder und Eltern trotz Regens nicht abhalten ließen.

Dennoch wollte das Gesamtbild wegen des Regens nicht so recht in die Erwartungen passen. Kaum ein Mensch zwischen den Pavillons und Licht kam dort nur aus den Schaufenstern und der Straßenbeleuchtung, weil das Himmelswasser sogar Kerzen löschte.

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Ja, mit Dach macht das Einkaufen gleich noch mehr Spaß. Und wenn es fertig ist, kommt dann die Fußbodenheizung dran.

Hier offenbarte sich ein schwerer Fehler bei der Planung des Neubaus der Leipziger Straße. Fassungslos schauten die Menschen nach oben und stellten erschüttert fest, dass man die Überdachung vergessen hatte. Nun droht eine erneute mehrjährige Schließung, um das unglaubliche Versäumnis nachzuholen. An beiden Enden der Straße müssen Pylone errichtet werden, die das stählerne Gerüst für die Glasscheiben tragen.

In sechs Bauabschnitten wird dieses Vorhaben sukzessive realisiert. Ab Sommer 2017 ist man dann in der Leipziger Straße komplett vor Regen geschützt. Das Dach kann ähnlich einem Caprio-Verdeck bei Sonnenschein unter den Marktplatz eingefahren werden und verfügt alternativ über Sonnensegel. Von Oktober bis April soll es ständig geschlossen bleiben.

Damit in der Weihnachtszeit auch winterliches Flair aufkommen kann, sollen unterhalb des Firstbereiches zudem leistungsfähige Schneekanonen installiert werden. Weil das jedoch wahre Stromfresser sind und man in Markranstädt den Energy Award verteidigen will, muss während des Kunstschneefalls die weihnachtliche Straßenbeleuchtung abgeschaltet werden.

Da kommt also was zu auf die Händler und die Stadt. Aber was macht man nicht alles, wenn es darum geht, im Trockenen zu weilen …

 



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