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Er ist wieder da! - Markranstädter Nachtschichten

Er ist wieder da!

Seit Mittwoch grüßt der Heilige Bartholomäus wieder am Kreisverkehr in der Leipziger Straße. Schlappe 13.600 Euro hat der ganze Spaß samt wegräumen der Trümmer, Neuanfertigung eines Reliefs und Wiederauferstehung des Apostels gekostet. Wir haben Ihnen mal eine Fotostrecke von diesem stadthistorischen Ereignis gebastelt. Und ein paar Infos gibt’s auch noch dazu.

Warum ausgerechnet St. Bartholomäus der Schutzheilige unserer Stadt ist, war ebenso wenig in Erfahrung zu bringen wie der Zeitpunkt, seitdem er das ist.

Wer aber halbwegs bibelfest ist, könnte sich angesichts der Schlagzeilen, die Markranstädt in jüngster Zeit so schreibt, zumindest einen eigenen Reim drauf machen. Im Gegensatz zur Stadt, die er betreut, hat der alte Bartholomäus seine Haut nicht nur teuer zu verkaufen, sondern sie auch zu Markte zu tragen gewusst. So viel zum Thema Biomasse-Kraftwerk.

Die biblische Geschichte hatte wohl auch Steinmetz Alex auf dem Schirm, als er dem Märtyrer dessen eigene Haut um den Arm legte. Aber ansonsten wenig Originelles am neuen alten Beschützer. Man hätte ihm beispielsweise ein paar LED’s einbauen können, damit er die um den Kreisel kurvenden Autos nachts mit leuchtenden Augen verfolgen kann. Oder gleich ein paar Überwachungskameras hinter die Pupillen montieren. Irgend sowas halt, was ein wenig Freude in der Satirestadt aufkommen lässt.

 

Über eine halbe Tonne wiegt allein das nach dem alten Vorbild neu in Stein gemeißelte Relief. Den Sockel konnten die Peschel-Handwerker hingegen noch einmal retten. Bei ihm hatte es gereicht, ihn noch einmal etwas aufzuhübschen und für den nächsten Auffahrunfall fit zu machen.

Nicht auszuschließen, dass die Stadträte auch künftig noch etwas Spaß am neuen Monument haben. Wie das Rathaus informiert, soll der Kreisel auch noch schick bepflanzt werden. Die Kosten in Höhe von rund 6.000 (in Worten: sechstausend!!!) Euro zahlt allerdings keine Versicherung.

Gut möglich, dass die Stadt den Betrag grade flüssig in der Portokasse hat. Wie wir aus dem letzten Stadtrat wissen, ist es schließlich nicht einfach, 24 Millionen Euro auszugeben. Da helfen ein paar Spezialzüchtungen schon ein Stück weiter. Aber schon droht der Sommer und mit ihm Trockenheit und erhöhter Pflegebedarf. Da werden wieder Handzeichen für die Freigabe von Sonderauszahlungen gefragt sein, die dann noch obendrauf kommen.

 

Schön zwar, wenns bunt aussieht, aber das geht auch günstiger und vor allem natürlicher. Allerdings müsste man dazu Vernunft walten lassen und umdenken. Kein totschickes Einheitserlebnis aus dem Gartenkatalog, sondern … Thema Perma-Garten zum Beispiel. Sowas in der Art wurde in Markranstädt schon mal probiert. Blühwiese am Rand der Straße nach Frankenheim. Leider haben die Blüten dort gegenüber den Rotoren der Mäher so oft den Kürzeren gezogen, dass sie ihr Streben nach Farbenpracht eingestellt haben.

Aber vielleicht … vielleicht hat’s ja doch was auf sich mit so einem Stadtheiligen? Mal schauen, ob er in den Köpfen was bewirkt, der neue Alte.

So, abschließend noch ein kurzer Hinweis zur nachfolgenden Fotostrecke, weil ja das Internetz für einige Teilnehmer unserer Gesellschaft noch immer Neuland ist. Die Bilder wechseln ca. alle 15 Sekunden. Sie können an den Pfeilen links und rechts oder unten auf den Punkten aber auch selbst vor und zurück navigieren.

 

  • Es geht los! Soeben ist der Heilige Bartholomäus aus Florian Peschels Atelier angekommen, wo ihn Steinmetz Alex Latzko mit Hammer und Meißel entstehen ließ.

8 Kommentare

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    • Sven Riedig auf 14. Mai 2021 bei 7:24
    • Antworten

    Wunderbar er steht wieder der alte Bartholomäus der Schutzheilige unserer Stadt.
    Er hat uns gezeigt, dass er nicht nur der Schutzheilige der Stadt ist, sondern auch für die Kraftfahrerin die im Momentversagen auf die Mittelinsel gefahren ist.
    Nicht auszudenken wenn das 650 Kg Monument die Frau im Auto erschlagen hätte.
    Ja, 6000 Euro ist sehr viel Geld für die Neubepflanzung der Insel und er Gärtner kann für den entstanden Gewinn mal so richtig lecker essen gehen.
    Nur es ist zu Bedenken, dass der Schutzheilige bis jetzt seine schützende Hand gezeigt hat.
    Die Gravitationskräfte des Monumentes bleiben die Gleichen was ich meine, schnell wird die leckere Mahlzeit für den Gärtner zur Henkersmahlzeit.
    Ich würde nicht für Geld und gute Worte auf der Insel nur mit einen Spaten bewaffnet arbeiten, nicht einmal, um eine große Tüte Samen
    mit einer Bienenweide Blumenmischung zu verteilen.

      • Neugierige auf 16. Mai 2021 bei 0:43
      • Antworten

      Hallo Sven, warum denn so ängstlich. Als Friedhofsgärtner hast Du doch einschlägige Erfahrung mit dem Leben danach. Wie viele Gräber müsst Ihr eigentlich für 6.000 € bepflanzen? Mein Gefühl sagt mir, da reicht der Markranstädter Friedhof in einer Saison nicht aus. Wenns gut kommt braucht Ihr da die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung, möglicher Weise noch einen Teil Wintergrababdeckung. Der Gewinn reicht für ein mitgebrachtes Picknick. Täusche ich mich da sehr?

      1. Picknick auf dem Friedhof – eine gute Idee. Sich auf Corona testen zu lassen, wird ja auch gern damit verglichen, auf den Friedhof zu gehen um nachzuschauen, ob man noch lebt.

    1. Ein Beet mit Gürtelrosen?

  1. Kompliment für die Bildunterschriften. Ich habe mich köstlich amüsiert … von wegen eng und katholisch und so. Was auch immer ihr getrunken habt, als ihr diese Zeilen entbunden habt, ich will davon auch naschen ;-))

    1. Das kann ich dir erklären: im Keller gibt’s Ramba zotti zur Genüge. Schöne Himmelfahrt.

      1. Das klebrige Zeug schütten sich bei uns nicht mal die hartgesottenen Männer in die Kehlen. Viel zu wenig Umdrehungen. Das ist Alkoholmissbrauch!

    2. Wir wissen selber nicht, was es war.Im Mülleimer vorm Impfzentrum lagen so Spritzen ….

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