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Fernschach vor Ort: Die ganze Welt spielt schon mit! - Markranstädter Nachtschichten

Fernschach vor Ort: Die ganze Welt spielt schon mit!

Unerwartete Schützenhilfe für unser „Fernschach vor Ort: Markranstädt gegen die Nachtschichten“ kam gestern via Leipziger Volkszeitung in die Markranstädter Wohnstuben. Unter dem Titel „Schach satt“ wurde in der Sonntagsbeilage der gegenwärtige Hype um das Spiel mit einem absolut lesenswerten Beitrag beleuchtet (draufklicken lohnt sich!) – mit geradezu euphorischen Attributen. Da haben wir gefühlsmäßig also ausnahmsweise mal richtig gelegen. Und damit auf zum nächsten Zug!

Schauen wir aber zunächst noch mal auf das, was die LVZ da schreibt und sonnen uns noch ein paar Sekunden im Glanze der Erkenntnis, zu den Vorreitern der aktuellen Schach-Pandemie zu zählen.

„Schach-Apps stehen in den Download-Hitlisten weit vorn, Schachportale wie chess.com verzeichnen Millionenzuwächse an Mitgliedern, Holzbretter sind vielerorts ausverkauft, Streamer wie der US-Amerikaner Hikaru Nakamura verdienen mit Onlineschach Hunderttausende von Dollars“, sprudelt es dem Autoren aus der Feder. Weiter stellt er fest: „Die E-Sports-Plattform Twitch streamt Blitzschachduelle vor Millionenpublikum, ebenso wie der Sportstreamingdienst DAZN. Und Google verzeichnet so viele Suchen nach ‚Schach‘ wie seit 14 Jahren nicht mehr.“

In Markranstädt freilich ein alter Hut. Hier geht die Partie „Fernschach vor Ort“ mittlerweile bereits in den vierten Zug und so langsam kann man auch die Fachliteratur zuklappen. Jetzt wird’s kreativ!

Der Leserzug des Tages lautet: Bauer von b7 auf b5. Der wurde so einhellig gewählt, dass der letzte Tagessieger Samoht mit seinem Vorstoß von d7 auf d5 ganz allein auf verlorenem Posten steht. Da nützt leider auch die wieder einmal preisverdächtige Rechtfertigung nichts, mit der er den in Berlin vergeblich demonstrierenden Landwirten den Rücken stärken wollte.

In einem humanitären Akt motivierender Handreichung haben wir uns für den Zug von SNU entschieden und gratulieren ihm zum Tagessieg. Es ist schon die hohe Kunst der Satire, sich einen Kommentar zu sparen und gleichzeitig doch einen abzugeben.

„Ich setzte Bauer b7 auf b5. Den Kommentar spare ich mir heute“, schreibt das verschmähte Talent und begründet, „denn ich bin noch eingeschnappt wegen der letzten Kritik. Ich konzentriere meine Gedanken auf das Spielgeschehen – so gewinnt man Meisterschaften.“

SNU mit erstem Tagessieg im dritten Anlauf

Zumindest die Meisterschaft um den dritten Leserzug hat er damit schon mal gewonnen. Glückwunsch!

Allerdings kann sich SNU ebenso wie der Rest Markranstädts nicht lange auf diesen Lorbeeren ausruhen. Schon seit Tagen scharrt unser Ross auf g1 mit den Hufen. Also lassen wir die Zügel locker und den weißen Rappen im gestreckten Galopp mit lautem Gewieher auf f3 vorpreschen.

Als Sicherheit für den Bauern auf d4 erfüllt er hier sprichwörtlich die Funktion eines Deckhengstes. Darüber hinaus gewährleistet er auf e5 die Einhaltung der Abstandsregeln zum Bauern auf e4. Ein wahres Multitalent, unser Schimmel!

Wie er sich allerdings verhält, wenn der schwarze Bauer von d7 zum Füttern kommt, wissen wir auch noch nicht. Wir verlassen uns da auf den angeborenen Instinkt des Tieres und sind sicher, dass es einen Ausweg findet … falls es überhaupt so weit kommt.

Jetzt sind Sie wieder am Zug. Treiben Sie uns bis Mittwoch in die Enge, bleiben Sie unbarmherzig und kompromisslos, haben Sie aber vor allem Spaß.

Denn wie heißt es in der LVZ als Erklärung für die Gründe des aktuellen Hypes: „Da ist zum einen ‚diese Selbstbesinnung, diese wunderbare Flucht in die kleinere Welt der 64 Felder‘ in Zeiten der Pandemie, wie die zweifache US-Schachweltmeisterin Jennifer Shahade sagt. Schach als Therapeutikum gegen die Zumutungen der realen Welt, als Fluchtort vor dem Corona-Blues.“ Will heißen: Wir sind nicht allein!

 

12 Kommentare

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    • Brettmonarch auf 23. Februar 2021 bei 13:23
    • Antworten

    Ich befürchte, die Reihen der Mitspieler werden sich schneller lichten als die der Figuren auf dem Brett. Warum? Waren es bisher fast alles noch Züge aus dem Standardrepertoire, sind wir spätestens jetzt an einem Punkt angelangt, wo es viele Möglichkeiten gibt. Jeder Spieler hat da seinen Favoriten und ich bezweifle, dass einige oder alle dauerhaft am Brett bleiben, wenn sich ihre Züge nicht durchsetzen. Einer hat sich ja offenbar schon mit einem entsprechenden Kommentar verabschiedet.

    Darum will ich heute einmal prophylaktisch und unbekannter Weise eine Bresche für das Team der Nachtschichten schlagen. Die Idee ist großartig und Schach ist in diesem Fall nur das Beiwerk. Im normalen Spiel muss man sich mit seinem Zug niemandem unterordnen. In diesem Spiel hier ist das aber erforderlich und deshalb ist eine Art Teamgeist gefragt, man könnte es sogar Demokratieverständnis nennen.

    Kurz gesagt, ich habe eine Weile gebraucht, um diese Philosophie zu verinnerlichen. Ich spiele zu gern und zu lange Schach, um der MN-Partie einen sportlichen Reiz abgewinnen zu können. Aber genau um diesen Reiz geht es hier gar nicht. Im Grunde genommen hat das hier mit Schach nur insofern was zu tun, als für jeden Zug die Regeln einzuhalten sind. Bestenfalls besteht die sportliche Herausforderung darin, nach jedem Zug eine neue Situation zu bewerten, die sich mit dem eigenen (verworfenen) Zug hätte vermeiden lassen.

    Ich bin also bereit einzusteigen und das nicht als Spiel oder Wettkampf zu betrachten, sondern als Ereignis und zum Zeitvertreib gegen Corona-Verblödung. Deshalb schage ich jetzt auch einen mutigeren Zug vor als ich ihn in einem normalen Spiel wagen würde: L f8:e7

    Mutig deshalb, weil es weder Angriff noch Verteidigung ist, aber viele kreative Entwicklungsmöglichkeiten für beide Fälle schafft. Ein schachlicher Hedge-Fonds sozusagen: Was man damit hat, weiß man erst, wenn man ihn braucht.

    So, Mittagspause ist um.

    1. Angesichts dieser Zeilen gefriert sogar dem Satiriker der Spaß auf den Lippen. Sie haben den Kern getroffen, DANKE!

  1. Ich denke Bauer d4 ist die Ersatzdame, braucht sie einen Deckhengst ? Das Geschlecht dieser Figur ist wohl noch gar nicht entschieden. Eure Erklärung sehe ich als Ablenkungsversuch auf den ich nicht reinfalle. Ich ziehe den Läufer auf e7. Übrigens eignet sich das Feld e5 hervorragend für die Stadtmöblierung. Auch Pferde dürfen sich dort ausruhen.

    1. Deckhengst, Ersatzdame, Geschlecht … Sie spielen schon das gleiche Spiel wie wir, oder?

  2. Ich bin auch sehr dafür, die Kavallerie loszulassen. Allerdings nicht auf e7. sondern auf f6. Dort kann der Husar erstmal eine Zigarette der gleichnamigen Marke rauchen. Ansonsten haben die wild umherziehenden schwarzen Bauern ja schon jetzt so ziemlich jeden Weg nach vorn für ihre Offiziere verbaut. Bei dem personell stark in Szene gesetzten Angriff der Nachtschichtler muss man schon etwas mehr entgegensetzen als die Feldarbeiter aus der ersten Reihe. Aber was soll ich sagen: Wir schaffen das!

      • Mandy auf 23. Februar 2021 bei 12:26
      • Antworten

      Mandy schließt sich PP in vollem Umfang an!
      Hab ich auch so gesehen am 16.02.:

      Mandy auf 16. Februar 2021 bei 12:32
      Eigentlich soll das Roß nur schon einmal Platz bereiten für eine eventuelle Rochade im Rathaus.
      Der scharfe Hengst von g8 nutzt den Auftrag aus und springt mal rasch in der Dienstzeit über die Bäuerin von f7 bevor er auf f6 zur Ruhe kommt. Er denkt, das keiner was bemerkt hat. Ähnlichkeiten zu realen Situationen sind rein zufällig.
      So lief es s schon früher im Krieg, auch für die Moral der Truppe musste etwas Unmoralisches im Angebot sein.

      1. Dass Sie sich als Frau noch nicht über die katasttophale Frauenquote auf dem Brett beschwert haben? 32 Figuren und grade mal zwei Damen dabei. Das wäre doch mal ein Thema und nicht so ein ideenloses „ich schließe mich an“.

    • Samoht auf 22. Februar 2021 bei 7:45
    • Antworten

    Wir können nicht tatenlos zusehen, wie die weißen Aggressoren ihre Kavalerie in Stellung bringen, während wir weiterhin nur Bauern mit Mistgabeln ins Feld schicken. Um die auf d5 lagernden kriegswichtigen Ressourcen zu sichern, melde ich hiermit Weiderechte auf d5 für mein Pferd auf g8 an, das dazu auf e7 rücken muss.

    • MATTscher auf 22. Februar 2021 bei 7:33
    • Antworten

    Bauer d7 d5
    Durch den harten Lockdown muss der Bewohner von d7 von Kurzarbeitergeld leben und kann im Edel-Wohnviertel seiner Königin die Miete nicht mehr bezahlen. Er wird daher nach d5 umgesiedelt. Die Wohnung dort ist wegen Sanierungsbedarfs vom Immobilien-Hai auf e4 bedroht. Weil er bei der Unterzeichnung des neuen Mietvertrages auch gleich die Räumungsklage ausgehändigt bekommt, ist die Wohnung billig zu haben. Hauptsache erst mal ein Dach über dem Kopf.

    • Joseph auf 22. Februar 2021 bei 5:22
    • Antworten

    Bauer a7 auf a5
    Begründung:
    Die Erleuchtung hatte ich Sonntag Abend nach Einbruch der Dunkelheit.
    Neben der Straße in Fahrtrichtung rechts ist der Radweg. Da fährt doch tatsächlich jemand mit einem unbeleuchteten Minifahrrad auf der linken Seite der Straße, bekleidet mit einer zur politischen Gesinnung eingefärbten roten Pudelmütze auf dem Kopf. Na klar! Unbeleuchtete Anarchie pur!
    Niemals würde er den Weg auf der rechten Fahrbahnseite benutzen! Konsequent!
    Also ziehen wir ganz am Rande, von a7 auf a5, mit.

    1. Ich habe den Kunden auch gesehen, aber ich richte meinen Zug doch nicht nach einem Stänkerer aus. Ich nutze die Bedenkzeit aus.

      1. Wer stänkert denn hier? Joseph hat angefangen, SNU macht mit und der arme Gandalf kriegt das gar nicht mit, weil er kein Internetz hat. Nicht mal Ormig-Fernsehen.

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