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Hoppla! Poster statt Überweisungsträger - Markranstädter Nachtschichten

Hoppla! Poster statt Überweisungsträger

Das ist doch mal eine gute Idee. Während in den Ordnungsämtern draußen in Deutschland gleich zum Dienstbeginn die Kugelschreiber gespitzt werden und es auf Jagd nach Maskensündern geht, versucht man es in Markranstädt erst mal mit freundlichen Hinweisen. Sowas kann man sogar schon mal als bürgerfreundlich bezeichnen.

Einziger Wehrmachtstropfen: Die Aktion begann schon ein paar Tage vor dem offiziellen Pressetermin am gestrigen Dienstag und so hatte die Bürgerschaft genügend Zeit, erste Unmutsäußerungen zu sammeln.

Aber die dürften nun so langsam verstummen. Der kritisierte Papieraufwand für die 125 Plakate dürfte weit unterhalb des Bedarfs liegen, der in anderen Städten für Überweisungsträger bei der Ahndung entsprechender Verstöße anfällt. Vom Unmut der Bürgerschaft mal ganz abgesehen.

Mal eine andere Perspektive: Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Demo von Schildbürgern ("Freiheit für den Maskenmann") ist in der Realität eine Szene vom Arrangement des Pressefotos.

Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Demo von Schildbürgern („Freiheit für den Maskenmann!“) ist in der Realität eine Szene vom Arrangement des Pressefotos.

Die Idee zu dieser Aktion hatte Rathaus-Insasse John Detzner. Er stieß bei Ordnungsamtschef Pierre Jaekel und seinem Team sofort auf offene Ohren und machte sich ans Werk.

Den daraufhin entbundenen Entwurf stellte er der Bürgermeisterin vor und mit deren Segen gings dann an die Umsetzung der Masken-Erinnerungsaktion.

„Unser Ordnungsamt hat sich dem angenommen und für die konstruktive Umsetzung bin ich dankbar. So wird das Thema präsent und für alle sichtbar in unser Stadtbild getragen“, freut sich Nadine Stitterich über die Initiative.

Wer ja sagt, muss sich auch in den Schnee wagen. Nadine Stitterich und John Detzner hängen eines der Plakate auf.

Wer ja sagt, muss sich auch in den Schnee wagen.

Insgesamt 125 solcher Plakate werden in den kommenden Tagen an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet aufgehängt. „Bereiche mit hoher Bewegungsdichte“ heißen diese im Verwaltungsdeutsch.

Die Uferpromenade wurde bereits Ende letzter Woche ausgeschildert. Jetzt folgen Fußgängerampeln in der Kernstadt, Parkplätze, ÖPNV-Haltestellen und Spielplätze.

Und auch in den Ortschaften tragen die Aufforstungsmaßnahmen des heimischen Schilderwaldes bereits erste Früchte. Gleich nach dem Pressetermin griff sich Detzner einen rumstehenden Azubi und machte sich mit ihm aufs Land, um die Mär vom bürgerfreundlichen Hinweis auch nach Göhrenz zu bringen.

John Detzner mit Azubi Moritz am Spielplatz in Göhrenz.

John Detzner mit Azubi Moritz am Spielplatz in Göhrenz.

Ja, nee … da kann man sich auch als Satiriker entspannt zurücklehnen und die Dinge mal einfach so laufen lassen. Schöner wärs zwar, wenn man solche Schilder überhaupt nicht bräuchte, aber da Corona nun einmal da ist, ist das der beste Weg.

Zumindest besser als bunte Schilder mit der verzweifelten Bitte, dass wir gemeinsam stark sind, obwohl selbst die Designer dieser Plakate wissen, dass die steuerbefreiten Gewinnler der Pandemie nicht zu dieser Gemeinschaft zählen.

 

8 Kommentare

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  1. Die Aktion naja. Kann man sicher machen. Es wird auf jeden Fall die „schilderische Vielfalt“ erhöht. Und was ab dem Polizeibehördenschild gilt – Abstand 1,50m (Zugang zu Aldi), wird nach 3m durch ein ALDI-Schild – Abstand 2m, noch verschärft. Also Achtung, wenn die Behörde auf dem Parkplatz kontrolliert. Da gilt nicht deren Schild.
    Was macht aber eigentlich die Polizeibehörde so noch den ganzen Tag. Schilder entwerfen und Plakate malen. Und dann noch durch die Provinz reisen und die Schilder anbauen. Gut bezahlter Job.

    1. Immer noch besser als in Säcke gefülltes Licht ins Rathaus zu schleppen. Die nachfolgenden Generationen werden über diese Etappe der Stadtgeschichte urteilen. Wir sollten erst mal froh sein, dass polizeibehördliche Mitarbeiter nicht gleichzeitig Plakate aufhängen und Maskensünder abstrafen können.

  2. Sensationelle Fotos.
    Vier Fotos auf denen von jeweils 2 Menschen pro Bild gegen die Abstandsregel verstossen wird, macht 8 x abkassieren durchs Ordnungsamt.

    Das ist halt nur ein Markranster Meterfuffzich.
    Merke: 1 Spiske hoch in der Breite Abstand halten,
    dann passt’s auch mit der Distanz.

    5 Euro rein ins Abstandsschwein! 🙂

    1. Äh … ja … haben Sie sich heute das falsche Zäpfchen reingeschoben oder stehen wir grade auf dem Schlauch?

    • Marc Ranstetter auf 27. Januar 2021 bei 12:15
    • Antworten

    Purer hirnrissiger Aktionismus – wohl auch am Stadtrat vorbei. Da wurde sinnlos Geld ausgegeben, welches zur Unterstützung unserer Gewerbetreibenden in der Stadt sinnvoller angelegt gewesen wäre. Diese Plakate retten kein einziges Unternehmen.

    1. Unsere Rede: Plakate bringen nichts. Man siehts ja jedesmal bei den Wahlen. Drum jetzt ein Bürgerversuch mit MAKARENA. Machen Sie mit?

    • Tilo Lehmann auf 27. Januar 2021 bei 9:35
    • Antworten

    Zu Gedenken 27.01.2021: Wir waren im schmuddeligsten Herbstwetter in Buchwald. Dort war es bedrückend und beängstigend! Auweia- das darf NIE vergessen werden was der fragwürdige Deutsche da vollzogen hat! Hier kann sich die Bürgerschaft von M. beweisen im Gedenken. Geht auch abständig im großen Kreis oder zeitversetzt.

  3. Na- wenn das mal nicht ne‘ Ansage ist aus dem BM-Stuhl! Wohlformulierte Wortfindung für unproduktive Lösungen Stadtbedienstete kostenneutral (?) in Beschäftigung zu halten. Das bringt die Hippe Stadt M. vorwärts. Die ungelösten weil nicht verfolgten Hinterlassenschaften des Vorgängers anzugehen war der Wahlansatz (vor der Thronbesteigung) und sollte es danach auch sein. Nun haben wir den sichtbarer Beweis in Markranstädt (hat Zukunft?). Schöner unsere Städte und Umlandgemeinden! Klappt ja schon mal! Naja- die berühmten 100 Tage sind noch nicht rum, warten wir es mal ab.

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