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Mit Fußball-Promis, Würfelstrafe und Ersatztorhütern - Markranstädter Nachtschichten

Mit Fußball-Promis, Würfelstrafe und Ersatztorhütern

Schule in den Ferien? Aber klar doch! Wenn’s keine blauen Briefe gibt und man nicht sitzenbleiben kann, passt das schon. Und wenn es dann auch noch Fußballschule ist, dann ist alles gerichtet. So wie vorige Woche in Räpitz. Da fand das erste Fußball-Feriencamp der RB Leipzig-Fußballschule statt. Insgesamt 42 Kids waren bei fast durchgängig stabilem Herbstwetter fünf Tage lang von 9:30 Uhr bis 15:15 Uhr auf dem Räpitzer Rasen aktiv in Bewegung. Freiwillig!

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Da fragten sich einige der Organisatoren dann doch, ob die eiserne Kampfreserve unserer Gesellschaft das überhaupt durch- und die Lust beibehält. Aber als ein Tag nach dem anderen zu Ende ging und keiner mit Handy-Entzugserscheinungen ins Koma fiel, kehrte auch beim Org-Team Zuversicht ein. Die Kids waren begeistert von den Trainern und dem ganzen Camp.

Beim Start am Montag gab es erst einmal textile Motivation. Ausgabe der RB-Trikots!

Frisch aus der RB-Kleiderkammer: Neue Leibchen für die Fußballschüler.

Frisch aus der RB-Kleiderkammer: Neue Leibchen für die Fußballschüler.

Die LPG „Rote Brause“ hatte dazu vier Lehrausbilder und einen Lagerleiter nach Räpitz delegiert. Mit dabei: Christian Bittner, ehemaliger Jugend- und Herrentrainer sowie Abteilungsleiter bei Traktor Räpitz. Nachdem ihm dauernd so ein Energy-Drink unter die Nase gehalten wurde, konnte er vor fünf Jahren nicht mehr widerstehen, ließ sich Flügel verleihen und flog damit an den Cottaweg, um dort als Trainer im RB-Nachwuchsbereich zu landen.

Prominente Lagerleitung

Aber auch Lagerleiter Yannic Drechsler, der ebenfalls eine Nachwuchsmannschaft bei den Rasenballern betreut, ist in Räpitz kein Unbekannter. Er hatte selbst zahlreiche A-Jugend-Einsätze in Räpitz und ist nach einem Umweg über den SSV Markranstädt in der letzten Saison wieder in die Pfingstbier-Metropole an der Hunnenschanze zurückgekehrt.

Komplettiert wurde der Trainerstab im Camp von Maximilian Schmidt, Emma Graneist (vielen Markranstädtern ist ihr Großvater noch ein Begriff) sowie dem ehemaligen Bundesliga-Profi Mike Rietpietsch.

Der wechselte 1994 von Union Berlin zu Bayer Leverkusen, spielte im Anschluss noch für Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg sowie den VFL Bochum und ließ es sich jetzt nicht nehmen, an die Wurzel des deutschen Qualitätsfußballs zu pilgern. Willkommen in Räpitz.

Mike Rietpietsch an der Wurzel des deutschen Qualitätsfußballs.

Mike Rietpietsch an der Wurzel des deutschen Qualitätsfußballs.

Vormittags haben die Kinder in festen Gruppen trainiert, nachmittags wurden gemischte Turniere in unterschiedlichen Varianten gespielt. In den Turnieren wurden die Altersgruppen von 6 bis 12 Jahren auch in Teams kombiniert, so dass die Kleinen auch mal etwas von den Größeren lernen konnten. Tore, die von den kleineren Kids erzielt wurden, zählten dafür doppelt.

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In der Mittagspause gab es dann Verpflegung vom Räpitzer Vereinsversorger Philipp Schmidt, dessen Catering-Service die Kids auch zur Vesperpause mit gesunden Delikatessen abfütterte. Auch Obst verleiht Flügel.

Gleich am zweiten Tag lernten die Kinder eine neue Form von Disziplin kennen. Beim Begriff „Camp“ (deutsch: Lager) fallen einem ja vorwiegend so Sachen ein wie Prügelbock, Bunkerhaft oder Kindersteinbruch. Nicht so in Räpitz, wo man sogar auf den Straf-Appell verzichtet. Hier wird den Kids ganz spielerisch in Erinnerung gerufen, wo die Socken liegen.

Das beeindruckende Strafregister reicht vom Freilos bis zur Elefantenrunde.

Das grausame Register der Lagerstrafen reicht vom Freilos bis zur Elefantenrunde.

Wer am Vortag was auf dem Rasen oder in den Kabinen vergessen hatte, musste am nächsten Morgen „Strafwürfeln“. Glück hatte, wer eine Sechs würfelte, denn das war ein Freifahrtschein und der Lodderwanst bekam seine vergessenen Sachen einfach so wieder. Bei wem der Würfel aber beispielsweise eine 1 zeigte, der musste ein Lied singen.

Das zieht! Viele Eltern, die am Nachmittag ihr Kind abholten, waren ob des pädagogischen Erfolgs dieser Maßnahme derart überwältigt, dass sie auf dem Rückweg gleich einen Knobelbecher kauften und die Würfelerziehung fortan im Rahmen der häuslichen Kindesprägung pflegen.

Bulli im Tor und wer steckt drunter?

Bulli im Tor und wer steckt drunter?

Am Mittwoch, dem dritten Trainingstag, war ein besonderes Highlight geplant. Zum zweiten Mal nach der 70-Jahrfeier im August 2018, besuchte das RB Maskottchen „Bulli“ den Räpitzer Sportplatz. Die Kids konnten sogar mal auf das Tor von Bulli schießen oder wehrten einen Schuss von ihm selber ab.

Gleich am Donnerstag wurde der Bulli-Einsatz dann aber schon getoppt. Dabei wäre das sicher nicht nur für die Kids, sondern auch für den einen oder anderen älteren Fussballfan oder gar für den Räp’ser Pfostenwächter Henni was Besonderes gewesen.

Torwart-Training mit einem Nationalkeeper.

Torwart-Training mit einem Nationalkeeper.

Ex-Nationaltorwart Perry Bräutigam kam pünktlich um 9:30 Uhr nach Räpitz, um mit einigen Kindern ein spezielles Torwarttraining durchzuführen. Schnell meldeten sich zehn Spieler, die in ihren Vereinen auch schon mal im Tor standen.

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Perry machte mit den Kids zunächst eine Begrüßungsrunde und erzählte ihnen von den Stationen seiner Karriere.

Zum Beispiel, dass er mit Lothar Matthäus („Das Chancenplus war ausgeglichen“) und Rudi Völler („Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch nicht!“) im Kader der ersten gesamtdeutschen Nationalmannschaft stand.

Hör zu und lerne: Die Nille ist rund und da musst du ordentlich zupacken.

Hör zu und lerne: Die Nille ist rund und da musst du ordentlich zupacken.

Danach durften aber auch die Kinder einiges über ihren fußballerischen Werdegang berichten und sagen, was sie mal werden wollen. Offenbar als diplomatische Reminiszenz an Bräutigam oder einer Regung des Mitleids folgend, sagte einer sogar: „Ich möchte Ersatztorwart werden…“

Parship-Tipps vom Bräutigam

Bei den ersten Übungen erzählte Perry den Kindern, worauf es beim Torwart mental ankommt. „Man muss sich immer einreden: Ich halte jeden Ball, ich halte jeden Ball“. Ob das später auch mal bei der Partnersuche klappt (ich kriege jede Frau), ließ Bräutigam offen, aber eine Lehre fürs Leben war dieses Camp allemal.

Am letzten Tag folgte noch die Finalrunde der Räpitzer Fußball-WM, die Portugal für sich entscheiden konnte. Das Team, das in der Hauptrunde die meisten Punkte einfahren konnte, durfte am Ende gegen das Trainerteam antreten und selbst dieses wurde dann noch im Neunmeterschießen bezwungen.

Lorbeeren auf dem Olymp

Während des Camps konnten die Kinder natürlich auch noch ihr Fussballabzeichen machen und erhielten am Freitagnachmittag alle ihre Urkunden für Bronze, Silber oder Gold.

Dauerhafte Erinnerungen an eine geile Ferienwoche.

Dauerhafte Erinnerungen an eine geile Ferienwoche.

Aber auch in die Gegenrichtung wurden Lorbeeren verteilt. Ein herzliches Dankeschön gab’s für das Trainerteam von RB, aber auch den zahlreichen ehrenamtlichen Trainern von Räpitz, die früh, mittags und nachmittags vor Ort waren und die Pausenbetreuung sowie die Vor- und Nachbereitung des Camps übernommen haben.

Fußball-Camp 2.0

Einer Neuauflage in den kommenden Sommerferien sollte damit nichts im Wege stehen. Abgesehen von ein paar Viren, die bis dahin hoffentlich in millionenfach gelockdownten Masken elendiglich zugrunde gegangen sind.

Nach der Coronapause steht der Räpitzer Nachwuchsbereich jedenfalls wieder für alle interessierten Kids offen.

[alle Infos und Fotos: SG Räpitz 1948 e.V.]

 

1 Kommentar

    • Tilo Lehmann auf 2. November 2020 bei 11:06
    • Antworten

    R ichtig B eieindruckend, da hat Markranstädt bei Räpitz aber Schwein das es im Umland solche tollen Macher in den Gemeinden gibt. Hier ist ja bekanntlich mehr los als vor-bei der BM-Wahl. Und wer hat`s verbreitet? MN! Danke!!! Ist nun auch kein Wunder mehr das die „Großen„ von RB so kaputt waren am Wochenende und ne Qualitätspressen-„Serie“ von 2 mal nicht gewonnen Spielen hatten… (Hätte der große Schäfer mal bei den kleinen Lämmern der Provinz vorbeigeguckt wäre das nicht passiert!)

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