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Mit harter Hand gegen nachtscheue Verbrecher - Markranstädter Nachtschichten

Mit harter Hand gegen nachtscheue Verbrecher

Offenbar ist selbst das Vertrauen der Legislative in die exekutiven Organe auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Weil sich Zerstörer, Chaoten und Feuerteufel noch immer oder schon wieder auf freiem Fuß befinden, hat die Öffentliche Hand jetzt zur Selbsthilfe gegriffen. So wurde die ursprüngliche Holztreppe am Strandbad durch ein nicht brennbares Stufengebilde aus Beton ersetzt. „Das ist ein entscheidender Schlag gegen die Vandalen“, frohlockte am Dienstag ein zufrieden (oder zumindest keinesfalls zynisch) strahlender Passant auf der Uferpromenade und ist sich sicher: „Davon werden sie sich nicht mehr erholen!“

Aber das ist längst nicht die einzige positive Entwicklung am Westufer. Dort wird jetzt nach allen Regeln des Rechts durchgegriffen!

Zu nah beieinander stehen und die Masken auf halb acht im Gesicht? Bitteschön – hier Ihr Überweisungsträger! Und der da drüben im Parkverbot … Was heißt hier „nur kurz was anliefern“? Dafür machen wir gleich noch ’ne Null dran vorm Komma!

Und die alte Frau da mit dem Elektromobil? Denkt wohl, weil sie hier einen auf Mitleid macht und auch noch ein Attest zum Führen des Gefährts zu haben behauptet, kann sie damit gleich über einen Geh- und Radweg heizen? Voilá – hier ihr Bescheid über die Zuzahlung!

Da geht’s endlich mal rund am Kulki. Das Signal ist unüberspürbar und spricht eine deutliche Sprache. Wer Böses im Schilde führt, sollte sich tagsüber dort besser nicht mehr blicken lassen und sein Ansinnen lieber auf spätere Stunden verschieben.

Zum Beispiel auf die Zeit, wenn so allmählich die Dämmerung hereinbricht und die wirklich schweren Straftaten des Tages zugunsten des Stadtsäckels gesühnt sind.

Dann können die kleinen Delikte stattfinden. Die Jugendsünden sozusagen. Man kann ja in Zeiten wie diesen nicht alles verbieten.

Dienstagmorgen am Kulki. Harmlose Jugendsünden - nicht vergleichbar mit der Vergewaltigung eines Parkplatzes.

Ein paar Bäume fällen und versuchen, damit Feuer zu machen – mein Gott. Brennt eh nicht, das grüne, im Safte des nahen Frühlings stehende Zeug.

Lass wir sie die Erfahrung ruhig machen, die Jakedumas. Wo sollen sie’s sonst lernen?

Und die paar Abfälle, die können die maskenlosen Straftäter vom Parkplatz wegräumen, nachdem sie ihre Bußgelder überwiesen haben. Da kommen die wenigstens nicht auf dumme Gedanken.

Ist sowieso nicht mehr viel übrig von den Plasteflaschen und Kunststoffverpackungen. Die wurden vor Ort thermisch verwertet, nachdem die gefällten Bäume partout nicht brennen wollten.

Sie haben es sicher schon geahnt, liebe Leser: Selbstverständlich ist diese Geschichte, die sich am Dienstag in Markranstädt zugetragen hat, völlig frei erfunden.

Wir haben sie gleich einer Fabel nur deshalb aufgeschrieben, weil sie ein lehrreiches Fazit birgt. Wir lernen: Die meisten Dinge regeln sich von ganz alleine. Es ist ein Kreislauf, ein immerwährender Kreislauf, nichts weiter. Wozu die Vandalen abends behelligen und ihnen Strafzettel ausstellen? Die haben doch eh kein Geld. Gibt nur unnötig Ärger.

 

7 Kommentare

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    • Doppelrömer auf 24. Februar 2021 bei 16:38
    • Antworten

    Politisch gesehen gut und richtig, ist aber vom mittig/neutralen Standpunkt Egal. Also 00.

    1. Darum macht es – politisch gesehen – auch gar keinen Spaß, etwas politisch zu betrachten. Sehen wir’s lieber ernsthaft mit Humor.

    • Joseph auf 24. Februar 2021 bei 12:18
    • Antworten

    Die gehören in ein Waldorf-Straflager.
    Erst mal 48 Stunden lang am Stück ohne essen und trinken ihren Namen tanzen, dazu 60 Stockhiebe auf die Treppe.
    Dann die Haare anzünden, mal schauen wie´s brennt aber keine Noten darüber vergeben, antiautoritäre Erziehungsmaßnahmen halt.
    Und das Loben nicht vergessen, zum Beispiel: Du brennst viel schöner, schneller und heller als die Treppe!

    • EddiKonstantin auf 24. Februar 2021 bei 9:52
    • Antworten

    Dieser Beitrag bringt es auf den Punkt, Dienst nach Vorschrift und dann , gemeinsam, gemeinsam schaffen wir das! An dieser Problematik beginnt sich Frau Bürgermeisterin wohl von vornherein auch, ihr schönes Profil abzuschleifen.

    1. Nicht immer alles auf die Bürgermeisterin schieben. Hier sind Kräfte am Werk, die sie nach 95 Tagen noch gar nicht unter Kontrolle haben kann. Die Wand zwischen ihr und dem Problem ist ziemlich dick.

    • Doppelrömer auf 24. Februar 2021 bei 9:16
    • Antworten

    Es tut gut „ungeregelt“ dafür selbstbestimmt zwischen diesen Zeilen zu lesen… . Und das in diesen Zeiten wo alle Nase lang ne neue Bestimmung uns regelt. Dafür haben wir dank dieses Artikels lustige Kopfbilder über lange Gesichter ob einer fehlenden Holztreppe, umweltsündiger Zahlenzettel mit €-Zeichen und ungeübter Kaminbeheizer die Ihre Außenzündelfähigkeit einem Kinde gleich erlernen müssen. Tja, meine politische Frage aber: Warum nur braucht es in Ostdeutschland nahe der LE- selbstvergleichenden Großstadt statt einer Holztreppe eine Unbrennbare erst überhaupt?

    1. Wenn das wirklich eine politische Frage wäre, müssten wir uns erstens über die Farbe der Treppe unterhalten und zweitens definieren, ob sie nach unten oder nach oben führt.

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