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MN-Ideenwettbewerb: Meinungsbild pro Wiederaufbau

Der am 25. April von den Markranstädter Nachtschichten ausgerufene Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Kreisverkehrs hat jetzt auch Zuspruch von prominenter Seite erfahren. Die Markranstädter CDU hat sich für einen Wiederaufbau des Ensembles ausgesprochen. Auch andere Leser wollen sich eher für diese Variante erwärmen, sendet es doch ins Leipziger Rathaus das unmissverständliche Signal: „Bis hierher und keinen Schritt weiter!“ Es gibt aber auch Stimmen, die Mut zu einer Neugestaltung fordern.

Nachdem die letzte Ideensammlung für eine kreative Alternative zur ideenlosen „Kita am Bad“ nicht einmal anständig ignoriert wurde, überrascht uns das Interesse an der Gestaltung des Kreisels schon ein wenig.

Dass es angesichts unserer eigenen Vorlage eines Schdohnhänsch auch satirische Vorschläge gibt, die sich in der realen Welt kaum umsetzten lassen, liegt in der Natur der Sache. Es soll ja auch Spaß machen, darüber nachzudenken. So fordert ein Leser, in der Nabe des Kreisels gleich eine Schanze zu errichten. Sozusagen eine Sprunghilfe für Autos, die zugleich zerstörungsfrei ist.

Viele interessante Ideen

Foto: Fabi009 (CC BY 3.0)

Wesentlich seriöser und vor allem auch interessanter ist der Vorschlag einer Leserin, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern an bereits bestehenden Lösungen zu partizipieren. „Ich möchte mich dafür aussprechen, dass unser Metallbildhauer Christian Schmit aus Grosslehna sich von seinem spanischen Kollegen Cesar Manriqui inspirieren lässt. Er hat in der kleinen Stadt Jandia auf den Kanaren ein wundervolles Windspiel auf einem Kreisel geschaffen.“

In der Tat hat der spanische Architekt auf der Insel Lanzarote eine künstlerische Installation in einem Kreisverkehr hinterlassen, die es zu Weltruhm brachte und in keinem Fotoalbum eines Inselurlaubs fehlen darf. Aber bereits gestartete Versuche haben gezeigt, dass das Markranstädter Publikum entweder noch nicht so weit ist, solche künstlerischen Ausdrucksformen zu interpretieren, oder längst schon weiter.

Angesichts vorliegender Erfahrungswerte vom Alten Friedhof könnte diesem Vorschlag mithin das gleiche Schicksal beschieden sein wie einst dem MN-Vorstoß, die Kita am Bad nach Fix und Foxi zu benennen.

In der Mehrzahl der Leserzuschriften wird ein Wiederaufbau des vor kurzem zertrümmerten Ensembles gefordert. Dafür wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Argumente angebracht.

Gerade wollten wir die zusammenfassen, flatterte eine Pressemitteilung der Markranstädter CDU ins Haus, die uns diese Arbeit abgenommen hat. Die Christdemokraten haben sich unter Berufung auf diese wichtigsten Argumente für eine Rekonstruktion des Grußmals ausgesprochen. Ave Markranstädt!

Pressemitteilung der CDU Markranstädt

In der Stellungsnahme der Markranstädter CDU heißt es wörtlich:

„Vor reichlich einer Woche wurde am Ortseigang das Begrüßungsmonument zerstört. Zunächst wünschen wir der verletzten Dame alles Gute und eine schnelle Genesung.

Die Markranstädter Nachtschichten griffen die Diskussion über die zukünftige Gestaltung zu einem Ideenwettbewerb auf. Die CDU Markranstädt begrüßt die angeregte Diskussion und möchte ebenfalls dazu einen Beitrag leisten, denn auch unter den Mitgliedern der CDU wurde vielfältig dazu diskutiert.

In diesem Zusammenhang erlauben wir uns einen Rückblick zur Entstehung dieses Objektes vor rund einem viertel Jahrhundert.

Die Zeit war geprägt von umfänglichen Investitionen in die neuen Bundesländer, aber auch von Gebietsreformen und Eingemeindungen. Markranstädt sah sich ebenso Begehrlichkeiten von Leipzig nach einer Eingemeindung, wie viele umliegende Kommunen, ausgesetzt.

Dem galt es, ein deutliches Symbol der Stärke und des Selbstbewusstseins entgegenzusetzen. Genau diese Zeichen hat die große Darstellung des Stadtwappens mit dem Bartholomäus und dem Schriftzug „Markranstädt“ aufgezeigt.

In unmittelbarer Nähe zur Stadtgrenze Leipzig sagte es: „Bis hierher und nicht weiter.“. Das Thema der Eigenständigkeit von Markranstädt hat bis heute nicht an Bedeutung verloren und gilt es, weiterhin zu sichern.

Vorerst muss geklärt werden, ob der Schaden repariert oder ein Ersatz notwendig und in welcher Höhe die Versicherung den Schaden begleichen wird. Sollte ein Ersatz aufgrund eines Totalschadens erfolgen, ist eine Abstimmung im Stadtrat aus unserer Sicht erforderlich.

Dabei darf die ursprüngliche Bedeutung, wie eingangs beschrieben, nicht außer Acht gelassen werden. Das Stadtwappen und der deutliche Schriftzug „Markranstädt“ sind für uns deshalb unverzichtbare Elemente.

Zunächst wünschen wir uns jedoch, dass die zerstörten Elemente auf dem Kreisel weggeräumt werden. Es ist ein trauriger Anblick, unser Stadtwappen zerteilt im Dreck liegen zu sehen.
CDU Markranstädt

Alles wird gut. Wir sind davon überzeugt, dass die Idee von einer Beräumung des Trümmerfeldes ebenso schnell aufgegriffen wird wie die vom Ideenwettbewerb. Sicher werden in der kommenden Woche ein paar Trümmerfrauen losgeschickt, die Baufreiheit für was auch immer schaffen. Wichtig ist: Es ist was in Gang gekommen. Vielleicht wird ja irgendwo in einem Hinterstübchen noch eine Idee ausgeschwitzt, die noch gar niemand auf dem Schirm hat? Wir sind gespannt!

 



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3 Comments to MN-Ideenwettbewerb: Meinungsbild pro Wiederaufbau

  1. Lachlerche sagt:

    Das Märchen der Gebrüder Grimm „Der Hase und der Igel“ neu gefasst im Wettstreit um den Erfinder des Ideenwettbewerbs… zu hübsch, die MN sind einfach schlau und fix, das müssen Alle neidlos und mit lachendem Gesicht anerkennen 🙂

  2. Bekannt sagt:

    Warum nicht eine Melange aus mehreren Ideen? Der steinerne Sockel mit besagtem Stadtwappen als Podest, darauf das mögliche Windspiel a la Kanaren und darin getarnt der neue Behördenfunkturm. Damit sind die Bürger jenseits der Bahn das leidige Thema auf galante Art und Weise los und der Ball liegt direkt an den Grenzen der Kernstadt.

  3. Volker Schack sagt:

    Windspiel als Vorbild von den Kanaren wäre als neues Denkmal vor den Toren Markranstädts voll angesagt, diesen Vorschlag unterstütze ich. Herr Schmidt Ist fähig, hier ein weiteres einzigartiges Monument für unsere Stadt zu erschaffen!

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