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Nicht Furcht, sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit

Eine Welle der Solidarität, Hilfe und Menschlichkeit geht durch Markranstädt und seine Ortschaften. Es ist überwältigend, in welchem Maße hier zur Tat geschritten wird, denn es ist nicht die Zeit für große Phrasen und markige Sprüche. Dennoch bedarf es in Wort gefasster Gedanken von Menschen, deren Aussagen Gewicht haben in der Gesellschaft, die Orientierung geben, ermutigen. Heute wendet sich an dieser Stelle Pfarrer Michael Zemmrich an Sie.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

gegenwärtig bewegt und beschäftigt uns eine Pandemie, die unser Leben verändert. Ich möchte Ihnen allen persönlich, beruflich und geschäftlich Gottes Bewahrung und Gesundheit wünschen.

Ob Sie nun angesichts der Lage an den Grenzen Ihrer inneren und äußeren Kräfte arbeiten oder die erzwungene Pause plötzlich viel, vielleicht zu viel Zeit zum Nachdenken lässt: Viele unter uns bewegen heute Fragen nach der Zukunft.

Viele haben Angst und Sorgen. Erkrankte brauchen besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit. Das öffentliche Leben verändert sich gerade grundlegend und wir spüren alle den Verlust körperlicher Nähe.

Begegnungen, Arbeit in Vereinen und das Feiern von Festen – all das darf nun staatlich verordnet auf unabsehbare Zeit nicht mehr stattfinden. Das betrifft auch unsere Kirchgemeinde.

Wenn so die Gelegenheiten zur inneren Stärkung durch reale Gemeinschaft aus gutem Grund verboten wurden, so bitte ich Sie herzlich, den Mut nicht zu verlieren.

Vielleicht brauchen Sie jetzt etwas anderes als Gottes Wort. Dennoch möchte ich Ihnen zusprechen, was Paulus an Timotheus schrieb: „GOTT hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

Es ist heute ein Gebot dieser Besonnenheit, dass wir uns alle an die hygienischen Regeln halten – besonders an den räumlichen Abstand voneinander. Denn so kann die Verbreitung des Virus eingedämmt werden.

Ich bitte deshalb auch um Verständnis, dass Taufen, Trauungen und Beerdigungen nur unter ungewohnten Bedingungen stattfinden können. Der räumliche Abstand ist nötig.

Umso nötiger aber ist geistige und geistliche Nähe, gegenseitiger Zuspruch. Gute Worte, Gebete und Segenswünsche können eine Mauer gegen Depression, Gereiztheit, angstbestimmtes Kaufen und Aggression sein. Sich gute Worte zuzusprechen, Hilfe zu leisten, wie es unter uns bereits in bewundernswertem Maße geschieht, sich Segensworte zu schreiben und die allgemeine Höflichkeit nicht zu vernachlässigen – dazu möchte ich Sie ermutigen.

Seien Sie behütet und bleiben Sie gesund!

Ihr Pfarrer Michael Zemmrich

 


Hinweis: Zum Karfreitag und zum Ostersonntag werden Andachten unserer Kirchgemeinde auf den beiden Homepages zu finden sein: unter www.kirche-rückmarsdorf-dölzig.de/Informationen und unter www.kirche-markranstaedt.de/Aktuelles. Unter beiden Adressen sehen Sie auch, ob, wie und wann unser Gemeindeleben im öffentlichen Raum wieder beginnt. Bleiben Sie behütet. Ihr Pfarrer Michael Zemmrich

 






4 Comments to Nicht Furcht, sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit

  1. Volker Schack sagt:

    Jetzt kommen die Zukunftsforscher auch noch ins Spiel, sie reihen sich ein bei den Göttern in Weiß, Viriologen, Pfaffen, Börsenspezialisten u.a. Weissagern, Türhaltern des Großkapitals. Sie sagen nun voraus, dass statt 4 Welten vielleicht schon bald 5 Welten allein von Europäern und der westlichen Welt aufgefressen werden könnten, weil wir neu durchstarten. Die Börse ist ja schon angesprungen, es besteht Hoffnung! Alle stellen sich neu auf nach dieser Krise in einem neuen Miteinander, Hauptsache die Finanzierung dieser ihrer Forschungseinrichtung bleibt gesichert! „Wir schaffen das“

  2. Samoht sagt:

    Da sieht man mal, auf wen man sich in außergewöhnlichen Zeiten verlassen kann. Man braucht eben auch mal Zuspruch und sowas. So eine „Regierungsansprache“ hätte man zwar wohl von jemand anderem eher erwartet, aber auch nicht wirklich. Also Danke Herr Zemmrich.

  3. Volker Schack sagt:

    Ich ermuntere Sie, wieder das Abschiednehmen zu erlernen, mit Gott, Kerze und Pfarrer am Sterbebett , nach dieser gefühlskalten Vergangenheit endlich zu unserem menschlichen Miteinander zurückzufinden.!

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