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Rätsel um gefürchteten "Zottel vom Ranster Rain" gelöst - Markranstädter Nachtschichten

Rätsel um gefürchteten „Zottel vom Ranster Rain“ gelöst

Seit einigen Tagen wird Räpitz von einer geheimnisvollen Kreatur in Angst und Schrecken versetzt. Schon kursieren die schauerlichsten Legenden um das schwanzlose Untier, das dort nachts sein Unwesen treibt. Ganze Familienverbände standhafter Corona-Leugner haben sich deshalb schon freiwillig eine nächtliche Ausgangssperre auferlegt. Die Fenster werden verdunkelt, Omas erzählen ihren Enkeln Bettgeschichten über den „Zottel vom Ranster Rain“, eine Bürgerwehr steht kurz vor der Gründung. Jetzt ist es erstmals gelungen, die reißende Bestie mit einer Wildkamera zu filmen.

Zunächst liefen der Linse ein Fuchs und ein Reh durch den Fokus. Aber dann tauchte plötzlich das geheimnisvolle Monster auf. Mit gierig funkelnden Augen schleicht es nachts durch die Räpitzer Flur. Ganz offensichtlich ein blutrünstiges Mischwesen, das genetisch irgendwo zwischen Goldhamster und Grizzly zu verorten ist.

Zuerst lief ein Reh durch die Linse.

Da auch die zoologischen Analysten im Räpitzer Heimatverein nicht wussten, auf welchem genetischen Ursprung dieser biologische Defekt auf vier Beinen beruht, stellten sie die Videos auf ihrer Heimseite kurzerhand ins Internet. Doch der weltweit verbreitete Aufruf verhallte in den Weiten der Universitäten. Die Wissenschaftler sind rat- und sprachlos.

Wieder mal mussten die lokalen Satiriker die Sache in die Hand nehmen. Weil gerade Vollmond ist, lag eine der möglichen Lösungen quasi auf der Hand. Aber die Räpitzer waren um Mitternacht alle zu Hause und optische Veränderungen gab es bei ihnen auch nicht. Ein dickes Fell bekommt man ja dort im Laufe der Zeit automatisch.

Der „Zottel vom Ranster Rain“.

Also dann doch Plan B. Wir haben die Videos unserem Tierexperten Dr. Christian Harten vorgelegt. Der passionierte Jäger blickte kurz drauf und war sich sofort sicher: „Das Rätsel ist nicht schwer zu lösen.“ Der kupierte Schwanz deute zwar auf ein domestiziertes Wesen hin, aber ein Hund könne es nicht sein, da er sich wie eine Katze bewege.

„Bei diesem Tier handelt es sich um einen Fuchs, der im fortgeschrittenen Stadium an Räude leidet“, erkennt der Experte. Der Schwanzstummel sei praktisch der verbliebene Rest einer einst stolzen Lunte. „Wenn der damit wedelt, passiert das Gleiche wie mit einem Weihnachtsbaum, den man im Februar mal kurz auf den Boden stößt. Er nadelt.“

Abgenadelter Schwanz.

„Aus Tierschutzgründen ist der eigentlich sofort zu erlegen“, ist sich Harten sicher und wünscht den Räpitzern: „Dann mal Weidmannsheil!“ Haken dran, wieder ein Fall gelöst. Nur im Bornaer Gesundheitsamt ärgert man sich. Jetzt, wo der „Zottel vom Ranster Rain“ entlarvt ist, muss wieder kontrolliert werden, ob die Räpitzer zu Hause bleiben.

 

8 Kommentare

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    • Manfred auf 18. Januar 2021 bei 10:39
    • Antworten

    Das Pferd von 1813. Echte Jäger treffen nicht, Sie sitzen auf der Kanzel und warten auf die Schweden.

    1. Ooookay … Passen Sie aber auf, dass sie nicht runterfallen.

    • Tilo Lehmann auf 21. Dezember 2020 bei 11:03
    • Antworten

    Das lasst mal den Weihnachtsmann nicht sehen und lesen. Ne schwanzstummelnde Rute zu Weihnachten- geht gar nicht!

    1. Stimmt, hacken wir auf der armen Sau nicht weiter rum. Schon schlimm genug, wenn man den Sack auf dem Rücken hat.

    • Bekannt auf 19. Dezember 2020 bei 11:14
    • Antworten

    Abgenadelter Schwanz … wie krieg ich jetzt die Bilder wieder aus dem Kopf? 🙂

    1. Wieso? Hat doch heute jeder. Die Männerwelt begibt sich sozusagen mit Rasierklingen und Kaltwachsstreifen freiwillig in die Wechseljahre. Da kann man froh sein, wenn sie sich zu Weihnachten nicht noch die Säcke ordentlich zubinden.

    • Röschen auf 18. Dezember 2020 bei 10:57
    • Antworten

    Gibt es überhaupt eine wissenschaftliche Disziplin, die Ihr nicht beherrscht? Vielen Dank für die Erleuchtung. Mich hatte die Fragestellung auf der Seite des Räpitzer Heimatvereins gestern auch schon beschäftigt.

    1. Wissenschaftliche Disziplinen beherrschen wir wirklich alle. Ist ja auch kein Problem mit Google. Die Rechtschreibung bereitet uns mitunter noch Sorgen und natürlich diese Genderei.

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