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Solidarität und Hilfe: Markranstädt organisiert sich

Guten Morgen Markranstädt! Auch der heutige Tag wird wieder von Wellen gekennzeichnet sein. Der Pessimist sieht eine Infektionswelle durch die Stadt schwappen, der Optimist nimmt eine sich ausbreitende Welle der Solidarität und Hilfe wahr. Lassen Sie uns den Tag aber zunächst als Realist betrachten und mit einem Lächeln beginnen. Es gibt da nämlich allerhand Fragen, die in den letzten Tagen aufgekommen sind.

Es sind ganz banale Fragen, die jetzt plötzlich wichtig werden und Menschen vor Probleme stellen. So will ein Mann wissen: „Darf ich jetzt meine Freundin noch besuchen oder muss ich wirklich die ganze Zeit zu Hause bei meiner Frau bleiben?“

Andere sehen sich erstmals in ihrem Leben mit regelmäßiger Körperhygiene konfrontiert und wollen wissen, wie man sich richtig die Hände wäscht. Eine Klinik in Köln gab hier den wohl nachhaltigsten Hinweis: „Waschen Sie sich Ihre Hände so, als hätten Sie gerade Chilischoten geschnitten und wollen nun als nächstes masturbieren.“

Manchmal gibt der neue Corona-Alltag allerdings auch Antworten. Noch dazu auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat. Vor dem Hintergrund der plötzlichen Kinderbetreuung zu Hause finden manche Eltern in diesen Tagen gerade heraus: Der Lehrer war nicht das Problem.

Hilfe aus Hogwarts

Auch in Markranstädt sind die Lehrer nicht das Problem, sondern mitunter sogar Teil der Lösung. So hat sich Gymnasialchef René „Dumbledore“ Schulz inzwischen auch ins Org-Team des Unterstützernetzwerkes eingeklinkt und dort schon vier Nähmaschinen für die Mundschutz-Produktion aufgetrieben.

Sehr sympathisch ist die Offerte von Christiane Nestler, Kunst- und Geschichtslehrerin an der Oberschule. Sie bietet Kids und deren Eltern ehrenamtlich Unterstützung beim „Homeschooling“ an.

Zwar könne sie – insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern – mitunter nur bedingt unterstützen, aber vielen Eltern sei vielleicht schon mit dem einen oder anderen Rat zur Herangehensweise und Methodik geholfen, teilt die Vertrauenslehrerin der Oberschule mit. Den Kontakt zu ihr gibt’s über das Unterstützernetzwerk unter der Rufnummer 44 99 42.

Gegen die Krise wehren und dabei unterstützen, das hat nun auch bei den Markranstädter Gastronomen die Runde gemacht.

Gastronomen bieten „Home-Essing“

Nachdem die von Rathaus-Sprecherin Heike Helbig publizierten Göpfert-Burger zum Mitnehmen am Wochenende ruck-zuck ausverkauft waren, hat das Seebenischer Restaurant jetzt sogar eine komplette Menükarte „to go“ entbunden.

Auch die „Alte Schmiede“ in Quesitz hat inzwischen eine Karte mit Speisen zum Bestellen und Mitnehmen ins Netz gestellt.

Ähnliche Angebote gibt es auch in der Kernstadt. Im „Ranstädter Eck“ zählen die Zubereitung und Auslieferung von Mittagessen schon traditionell zu den Kernkompetenzen.

Deshalb gibt es hier allerdings nicht Essen à la carte, sondern nach Plan (Tagesmenü). Dafür aber werden die Speisen (in der Kernstadt) auch an die Haustür geliefert. Sicher gibt es in Markranstädt noch mehr solcher Angebote. Wenn bei uns noch welche eingehen, erstellen wir mal eine Übersicht.

In der Zwischenzeit haben auch allerhand andere Aufrufe und Hilfsangebote die Runde gemacht. So erreichte uns aus Frankenheim die Mitteilung, dass sich hilfesuchende Einwohner über die Mailadresse ortsvorsteher.frankenheim@gmail.com oder über Telefon (03 41) 442 63 80 nicht nur hinsichtlich der Erledigung von Einkäufen an das Orts- und Vereinsnetzwerk wenden können. „Wir werden auch Unterstützung bei etwaigen unaufschiebbaren Reparaturen organisieren“, teilt Ortsvorsteher Jens Schwertfeger mit.

Auf großes Interesse ist die private Herstellung von Atemschutzmasken gestoßen. Hierzu wurden uns zwei verschiedene Schnittmuster mit Anleitung zugesandt. Wenn Sie Interesse haben: Einfach eine E-Mail schicken und wir leiten sie Ihnen weiter.

Beachten Sie aber unbedingt, dass diese Masken nur einen bedingten Schutz vor Infektionen bieten! Größer ist die Wirkung allerdings in der anderen Richtung. Diese Masken bieten einen besseren Schutz für Ihren Gegenüber, falls Sie selbst infiziert sind.

So viel erstmal für den Start in die Woche. Wenn sich das Unterstützernetzwerk einen ersten Überblick verschafft und die Köpfe überm Wasser der Hilfswelle hat, werden wir an dieser Stelle auch einen täglichen Überblick über die Aufgaben und Angebote veröffentlichen.

Kann sein, dass wir uns heute nochmal mit der einen oder anderen aktuellen Information melden. Bleiben Sie auf dem Laufenden und vor allem gesund!

 






5 Comments to Solidarität und Hilfe: Markranstädt organisiert sich

  1. Jo sagt:

    Alter Schwede! Was Ihr hier abliefert, ist ja fast so was wie ein CNN-Liveticker für Markranstädt. Danke dafür.

  2. Essen nach Bestellung sagt:

    Essen bietet nun fast jeder Gaststätten zum Abholen oder sogar zum Liefern an. Einfach mal bei seiner Gaststätte vorbeischauen oder anrufen. Ich selbst kann das Angebot vom Griechen und des Keglerheims nur empfehlen ;D

    • -st- sagt:

      Das haben wir teilweise auch schon festgestellt. Allerdings kann sich nicht jeder jeden Tag Restaurant-Essen zu Restaurant-Preisen leisten. Hier ist wohl eher bezahlbares Alltagsessen (Grundversorgung) gefragt. Aber mal sehen, vielleicht meldet sich ja noch der eine oder andere Anbieter bei uns. Um selber auf die Suche zu gehen, fehlt uns die Zeit.

  3. Maskenballerina sagt:

    Wenn ich selbst infiziert bin, hab ich unbedingt Quarantäne einzuhalten!!! Aber da keiner weiß, was in ihm steckt, ist es eine verantwortungsvolle Tat, eine Maske anzulegen, z.B. wenn ich an der Supermarktkasse stehe,oder sonstwo einem anderen Menschen gegenüber trete!

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