+ + + Beamter aus Markranstädt sorgt mit sensationeller Idee weltweit für Aufsehen: Mann (36) entwickelt Programm zur kinderleichten Ernährungsumstellung im Home-Office – die Kekse stehen jetzt links vom Laptop + + +  

Warum „Wir bleiben unter uns“ auch danach noch gilt

Guten Tag Markranstädt! In Zeiten, in denen die Jugend der Stadt die Senioren versorgt, müssen wir einen ganz anderen Weg gehen und die Alten missbrauchen. Weils der MN-Chef und der legasthenische IT-Nerd alleine nicht mehr schaffen, mussten zwei Rentner zurück ins ehrenamtliche Berufsleben gezwungen werden. Aber das nur nebenbei.

Im heutigen Morgenteil wollen wir uns mal der anderen Gruppe Hilfsbedürftiger widmen, den Unternehmern. Auch die machen harte Zeiten durch und die härtesten kommen erst noch.

Egal ob man jetzt noch Aufträge hat oder nicht: Es kommen wirtschaftlich harte Zeiten auf uns zu. Auch die kann man nur überstehen, wenn alle zusammenrücken und miteinander solidarisch sind. Schon jetzt gibt es in Markranstädt hoffnungsvolle Anzeichen dafür.

Nicht auf die Unternehmer allein wird es ankommen und auch nicht auf deren unternehmerisches Geschick. Ein Umdenken der Kunden, Auftraggeber und Klienten ist erforderlich, um die Zukunft zu meistern.

Ohne eine Rückbesinnung auf die Erzeuger und Anbieter vor Ort ist das nicht machbar. „Leben und leben lassen“ heißt die Devise oder um den Sprachgebrauch der gegenwärtigen Corona-Krise aufzugreifen: Wir bleiben unter uns!

Mia müssen jetzt auch mia san

Sie können ganz leicht selbst feststellen, welche „systemrelevanten“ Betriebe für Sie am systemrelevantesten sind. Es sind die, die gerade jetzt in dieser schweren Zeit vor Ort noch für Sie da sind. Unternehmen beispielsweise, die für Ihre Grundversorgung mit Nahrungsmitteln arbeiten (Landwirtschaftsbetriebe, Handelseinrichtungen) oder Handwerker, die trotz Infektionsgefahr zu Ihnen nach Hause kommen, um etwa wichtige Reparaturarbeiten auszuführen. Die sind jetzt für Sie da – seien Sie danach auch für diese Firmen da!

Ein Beispiel unternehmerischer Solidarität „made in markranstädt“ hat Mike Schärschmidt, Chef der Heizungs- und Sanitärfirma KSM aus Großlehna, mit einem emotional sehr berührenden und in jeder Hinsicht lesenswerten Aufruf gegeben. Er denkt dabei nicht nur an sich, wenn er schreibt: „Leider haben nicht alle Handwerksbetriebe diese Voraussetzungen wie wir, bitte helfen Sie auch anderen Gewerken mit Ihrer Treue …“

Auch Handwerksmeister Tilo Lehmann aus Frankenheim steigt seinen Kunden noch aufs Dach. Während er bei Anfragen von Investoren größerer Projekte zunehmend verhaltenes Interesse spüre, sei die Nachfrage von privaten Bauherren und im Bereich der Reparaturen und Dachsanierung unverändert.

„Selbstverständlich reagieren wir da so schnell wie möglich“, sagt Lehmann, schränkt aber ein: „Sofern wir dürfen.“ In Einrichtungen mit verschärften Kontaktvorschriften wie beispielsweise Pflegeeinrichtungen sei das derzeit schwierig.

Und der Dachdeckermeister hat auch festgestellt: „Nicht jeder Auftraggeber hat die Situation schon verinnerlicht. Hier und da mussten wir schon mal nachhaltig Verständnis einfordern, dass bei Baubesprechungen oder Abnahmen ein Mindestabstand einzuhalten ist und Mundschutz getragen wird.“

Dienstleister vor Ort

Auch viele Gastronomen haben inzwischen auf die veränderte Situation reagiert und bieten Speisen auf Bestellung zum Abholen an. In einigen Fällen dürfte allerdings das Preisniveau kaum für eine tägliche Inanspruchnahme geeignet sein.

Sagen wirs mal so: Wer sich täglich Restaurantessen zu Restaurantpreisen leisten kann, dürfte kaum zum Kreise derer zählen, die gesellschaftliche Überlebenshilfe brauchen.

Auf die beiden gastronomischen Versorger, die sich inzwischen bei den Markranstädter Nachtschichten gemeldet und ihre konkreten Angebote übermittelt haben, trifft das zum Glück nicht zu. Da wäre zum einen das Ranstädter Eck in der Leipziger Straße. Hier kostet das Tagesmenü 4,50 Euro und wird in der Kernstadt sogar frei Haus geliefert.

„Bei Lieferbedarf in die Ortschaften, gerade wenn es sich um nur eine Portion handelt, müsste ich den Preis mit dem Kunden vorher absprechen“, bittet Restaurant-Chef Peter Thieme um Verständnis. Den Menüplan des Ranstädter Eck finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Ebenfalls interessant und erschwinglich ist das Angebot der Genussentdecker GmbH. Zwar hat diese ihren Sitz in der Leipziger Antonienstraße, aber die Chefin ist eine Markranstädterin und sie liefert natürlich gern „kontaktfrei“ und ohne zusätzliche Kosten an die Haustüren ihrer Heimatstadt.

Sozusagen als kleines „Extra“ kann man die Bestellung bei ihr sogar optimieren und gleich mehrere Mahlzeiten für mehrere Tage ordern, die dann haltbar gemacht kalt angeliefert werden und bei Bedarf zu Hause nur noch aufgewärmt werden müssen. Das Angebot der Genussentdecker finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Wo man Hilfe findet

Bliebe noch ein Blick auf die Unternehmen, denen das Glück weiterhin bestehender Möglichkeiten nicht beschieden ist. Für diese lohnt sich ein virtueller Besuch der Internet-Präsenz der Stadt Markranstädt. Dort wird tagesaktuell über die Möglichkeiten staatlicher Unterstützung informiert. Das Spektrum reicht von Soforthilfe-Darlehen über Zuschüsse, Expressbürgschaften und Kurzarbeiterregelungen bis hin zur Erstattung von Verdienstausfall und anderen Hilfsmaßnahmen.

Wohlgemerkt: Die Informationen dort sind bestenfalls als Übersicht gedacht. Im konkreten Bedarfsfall sollte man (der Hinweis ist für gestandene Unternehmer sicher überflüssig) bei der Auswahl und Antragstellung beratende Unterstützung durch sein Steuerbüro, den Berufsverband, die Innung oder ähnliche Einrichtungen in Anspruch nehmen.

 






2 Comments to Warum „Wir bleiben unter uns“ auch danach noch gilt

  1. Maskenballerina sagt:

    Damituns die Mitarbeiter aller regionalen Handwersbetriebe gesund erhalten bleiben, folgendes Angebot:
    Über ein vom Freistaat Sachsen gefördertes Mikroprojekt haben wir die Möglichkeit auch die Handwerks-, Landwirtschafts- u.a. Betriebe, Arzt- u. Physiotherapiepraxen unserer Region mit Schutzmasken aus unserer ehrenamtlichen Produktion zu versorgen.
    Wenn uns der Bedarf bekannt ist, verabschieden wir uns von den blümchenbunten Stoffresten der Erstserie und können neue Stoffe kaufen. Damit gäbe es die komfortable Situation, dass Mitareiter mit Kundenkontakten mit Mundschutz passend zu den Farben ihrer sonstigen Dienstkleidung ausgestattet werden könnten. Unser Referenzobjekt ist das Markranstädter Ordnungsamt, welches mit vernünftigem Selbstschutz und Vorbildwirkung für uns alle seine Arbeit macht.
    Bitte sagen Sie überall diese Möglichkeit weiter und kontaktieren Sie bei Bedarf möglichst schnell das Helfernetzwerk, damit die neue Stoffbestellung effektiv erfolgen kann.
    Seien Sie vernünftig, schützen Sie sich, wir brauchen Sie alle auch weiterhin. Unsere Masken sind für Sie kostenlos!!!

  2. HeFe sagt:

    Eine wirkliche Hilfe für uns Unternehmer ist der Artikel zwar auch nicht gerade, aber er zeigt wenigstens ein paar Wege auf und irgendwie gibt er auch Trost. Hoffentlich lernen alle was draus und rennen danach nicht schon wieder zum alteingesessenen Markraaaaaanstädter aus Hessen oder Bayern, der sein Umland aus lauter Heimatverbundenheit mit billigen Osteuropäern wiederaufbaut.

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