Abenteuer im Pappelwald

Weil ja sonst nichts passiert, was lustig wäre: Offenbar motiviert vom Erfolg des Lachers „Notdurft Hafenkante“ haben uns in den letzten Tagen zwei weitere Lieblingswitze ambitionierter Humorschaffender aus Markranstädt erreicht. Warum eigentlich nicht? Bevor sie an irgendwelchen Stammtischen untergehen oder bis zum bitteren Ernst ausgeschmückt werden, sind gute Witze bei uns immer noch am besten aufgehoben. Da können alle mitlachen, so wie bei folgender Geschichte, die angeblich auf Tatsachen beruhen soll.

Ein Markranstädter Landwirt hat ein riesiges Problem. In seinem Stall stehen zehn Schweine, genauer gesagt: zehn Sauen.

Damit auch immer genügend Ferkel nachkommen, hat er einen sehr fortpflanzungswilligen Zuchteber dazu gestellt, dessen Lendenkraft sich auf dem Zenit der Fertilität befindet. Doch trotz allem will sich im Stall kein Nachwuchs einstellen.

Der daraufhin herbeigerufene Tierarzt stellt fest, dass den Sauen ein paar Hormone fehlen, die normalerweise im Zuge des Deckaktes ausgeschüttet werden. Um deren Produktion anzukurbeln, empfiehlt der Veterinär: „Laden sie die Sauen beim nächsten Vollmond auf ihren Transporter, fahren mit ihnen auf die Lichtung im Pappelwald und decken sie die Schweine dort selbst.“ Dabei werde zwar nichts herauskommen, aber allein durch den Akt werde die Homonproduktion angeregt und der Eber habe in den nächsten Tagen im Stall leichtes Spiel.

Der Landwirt tut wie ihm geheißen, lädt beim nächsten Vollmond seine Schweine auf und gibt im Pappelwald wirklich alles. Als sich in den folgenden Wochen im Stall noch immer nichts tut, ruft er verärgert den Tierarzt an. Der besänftigt den Schnitzelschaffenden: „Das ist die Natur, da klappt nicht immer alles sofort. Wiederholen sie die Aktion beim nächsten Vollmond.“

Hauptverkehrsstunde Mitternacht

Noch von der ersten Runde erschöpft, fährt der Bauer seine Schweine beim nächsten Vollmond wieder in den Pappelwald und nimmt sich erneut jede Sau einzeln vor. Er kriecht förmlich auf dem Zahnfleisch, erfüllt den Auftrag aber wacker.

Nachdem sein wund gescheuerter Bubenspitz verheilt ist und er einen ersten Blick in den Stall wirft, liegen die Sauen dort nach wie vor träge herum und der Eber arbeitet seine Zeugungskraft frustriert an einer Schubkarre ab.

Völlig entrüstet ruft der Bauer erneut den Tierarzt an, der sich seinerseits wiederholt auf die Natur beruft und ihn zu einem neuerlichen Versuch beim nächsten Vollmond motiviert.

Der in Sachen Libido völlig entkräftete Landwirt wagt daraufhin einen dritten Versuch. Mit den letztes Reserven seiner Manneskraft und unter Aufbietung all seiner Phantasie (bei Nummer 10 hat er sich die Situation mit Angela Merkel schöngedacht, mit der er auf einer einsamen Insel gestrandet war und der Begriff „alternativlos“ eine völlig neue Dimension erhielt), hat er sich noch einmal bis zum bitteren Ende durchgekämpft.

Vier Wochen später, es naht der nächste Vollmond, klingelt beim Tierarzt erneut das Telefon. „Sie müssen mir helfen“, fleht der Bauer. Der Veterinär unterbricht ihn und weist erneut darauf hin, dass man Geduld brauche und der Natur ihre Zeit geben müsse. „Darum geht es nicht“, antwortet der Landwirt, „Die Schweine sitzen im Auto und hupen!“

1 Kommentar

    • EddiKonstantin auf 30. April 2022 bei 10:31
    • Antworten

    Schöne heile Welt, wo jeder Bauer seine Schweine noch selber decken konnte!

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