Kommunalpolitik

 
 

Ab 14. September in Seebenisch: Abenteuer auf der Landstraße

Noch bis Ende der 60er Jahre bestand die Verbindung zwischen Seebenisch und Schkeitbar aus einem teilweise gepflasterten, ansonsten naturbelassenen Feldweg. Bio-Straße würde man heute sagen, um sich das Konstrukt schön zu reden. Irgendwann zu Beginn der 70er muss dann bei irgendeiner Baumaßnahme etwas Asphalt übrig geblieben sein, der dann da drauf gekleistert wurde. Ab nächste Woche nun soll dieser reparaturbedürftige Holper-Pfad für wenigstens ein Vierteljahr als Lebensader für Seebenisch dienen. Eine Provinzposse mit möglicherweise eklatanten Folgen. Im Fachjargon nennt sich die Verbindung zwischen Seebenisch und Schkeitbar K 7960. Für ihrenlesen


Gewitter „made in markranstädt“ vertreibt Unwetter von oben

Bei genau 36,4 Grad Celsius überm Gullydeckel startete am Sonntag der Umzug zum 140. Markranstädter Kinderfest. Der Ozon-Messer zeigte kritische 208 µg/m3 an, so dass der Rettungsdienst schon mal ein ausreichend großes Fahrzeug am Ende des Umzugs positionierte. Besenwagen nennt man das Fahrzeug bei der Tour de France, in dem die Zurückgebliebenen und Siechen aufgenommen werden. Aber was will man machen, wenn es der Herr mehr als gut mit dem Wetter meint? Es gab Jahre, da war das Wetter so mies, dass man mit weniger als 36 Volumenprozenten in derlesen


Der Schlagbaum hat wieder ausgeschlagen

Mühsam streckt die Gerste am Fuße der Frankenheimer Mühle ihre grünen Halme gen Sonne. Trotz besten Ackerbodens gibt’s hier, wie überall in Mitteleuropa, nur eine Ernte im Jahr. Andere Kulturen wachsen schneller. Die Schranke am Verbindungsweg zur Markranstädter Straße, die auf dem Stadtplan auch als „An den Windmühlen“ zu finden ist, hat beispielsweise einen solch hohen Vegetationsrhythmus, der sie bis zu drei mal im Jahr gedeihen lässt. Jetzt steht sie schon wieder in voller Pracht inmitten der Landschaft und wartet auf die nächste Ernte. Kritiker behaupten ja nach wie vor,lesen


Geheimnisvolle Zeichen im Stadtpark

Markranstädt steht seit voriger Woche im Fokus von Verschwörungstheoretikern und UFO-Forschern. Der Grund: Im Stadtpark sind 17 geheimnisvolle Zeichen aufgetaucht. Besorgte Bürger vermuteten hinter den mysteriösen Zahlen an den Bäumen zunächst das Bauamt, das mit einer Art ökologischem Vernichtungskataster quasi die Vorbereitungen zur Baufeldfreimachung für die neue Kita hätte betreiben können. Doch statt eines Bekennerschreibens kam nun aus dem Fachbereich III ein klares Dementi. Seither überschlagen sich die Gerüchte über den Ursprung der geheimnisvollen Zahlen. Üblicherweise sollen Schmierereien im öffentlichen Raum ja grundsätzlich von zugekifften Jugendlichen stammen. Das jedoch kannlesen


Stilblüten-Hitliste gegen Markranstädter Langeweile

Sie haben es sicher schon gemerkt: Irgendwie ist es langweilig geworden in Lallendorf und seinen annektierten Gebieten. Das verwirrt uns. Auf der Suche nach satirisch duftenden Hormonen liegt der Weg ins Internet nahe. Aber auch da stößt man nicht gleich auf des Pudels Kern. Man muss schon zweimal hinsehen und zwischen den Buchstaben lesen, um was entdecken zu können. Aber es lohnt sich! Hier die vier jüngsten Fundsachen aus dem World Wide Web, der Presse und (siehe Titelfoto) so mancher Anschlagtafel. Manchmal ist das Leben schier zum Kotzen. Das hatlesen


Ungewöhnlicher Beifang beim Blitzermarathon

Der Blitzermarathon in der vergangenen Woche hat Wirkung gezeigt. Überall in Europa sind PKW im Schneckentempo unterwegs, vor den Kirchen stauen sich Trucks, deren Fahrer vor den Beichtstühlen Schlange stehen und kleine Kinder überholen mit ihren Rollern auf Radwegen neuerdings sogar Porsche und Lamborghinis. Die Veranstalter dieses Events schwimmen derweil im Geld. In Markranstädt allerdings hatte das Landratsamt ungewöhnlichen Beifang im Netz. Gertrude F. (94) ist nicht mehr so gut zu Fuß und stieg vor ein paar Jahren deshalb auf einen Rollator um. Ihre Enkel haben sich dabei nicht lumpenlesen


Jetzt sind sie endgültig ausgemeindet!

Am Sonntag wird die Bockwindmühle in Lindennaundorf wieder unzählige Besucher anlocken. Zwischen 13 und 18 Uhr werden sowohl das Bauwerk als auch die darin befindliche Technik vorgeführt, Korn geschrotet und so das Wetter mitspielt, werden sich auch die Flügel im Winde drehen. Allerdings kann es diesmal passieren, dass nicht alle angelockten Zuschauer zur Mühle finden werden. Das liegt jedoch nicht an der Schranke, die nur noch rudimentär vorhanden ist, als vielmehr am neuen Namen des Ortes, den es auf noch keinem Navi gibt und der auch bei Google unbekannt ist.lesen


Bevor es heute in der Bürgerfragestunde Fragen gibt…

Eine von der vor 8 Stunden neu gegründeten Bürgerinitiative „Räpitzer Treue für Sachsen“ eilig einberufene Einwohnerbefragung, die laut Gesetz nur am 1. April möglich ist, ergab eine ebenso einstimmige wie überwältigende Willensbekundung: „April, April“ lautete das Veto der Räpitzer zum kolportierten Wechsel des Ortes nach Sachsen-Anhalt. Und während man im Dresdner Kreml noch nach einem Staatssekretär mit Namen Borderlein fahndet, ist in Markranstädt längst wieder der Alltag eingekehrt. Die Sprecherin schweigt, der Meister wird zum Spiskesellen und im Ordnungsamt wird aufgeräumt. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Die Idee hat was!lesen


Erst Räpitz verhökert, dann Markranstädt eingemeindet?

Räpitz und seine Ortsteile sollen ab 1. 4. 2017 zu Sachsen-Anhalt gehören. Diese Mitteilung war mehr als nur ein landespolitischer Paukenschlag. Wie zu erwarten, beschäftigen sich jetzt ganze Stäbe von Juristen mit der Frage, ob ein solcher Vorgang tatsächlich vom Grundgesetz gedeckt wird. Artikel 29 sieht so etwas zumindest vor. Da es aber ein Präzedenzfall ist, lesen sich die Pressemitteilungen aus Dresden und Magdeburg eher wie Anleitungen zum Kauen von Naturkautschuk. Nur ein einziger Paragraf wurde benannt, dafür jede Menge Willensbekundungen und schwammige Phrasen. Eigentlich sind es nur zwei Argumente,lesen


Beschränkte Hilfe durch beschränkte Lösungen

Die Zahl 13 soll bekanntlich Unglück bringen. Aber wahrscheinlich dachte gestern keiner der Kameraden der Markranstädter Feuerwehr beim Ausrücken daran, dass es der 13. Einsatz anno 2015 war. Das Unglück kam trotzdem, wenngleich die Sache glimpflich endete. Wie immer, so ist der Einsatzbericht des FFW-Pressewarts wieder einmal lesenswert, birgt aber diesmal auch eine hohe Brisanz. Demnach rückten die Kameraden gestern gegen 11:59 Uhr zu einem Heckenbrand in Frankenheim aus. Das muss schon ein seltsames Gefühl sein, wenn man überhastet den Arbeitsplatz, die Küche, den Garten oder was auch immer verlässt,lesen