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Recycling statt Autositze: Holländer übernehmen Fehrer-Standort!

Wenn jemand viel redet, hört man ihm irgendwann kaum noch zu. Genauso ist das, wenn jemand viel schreibt. Man überfliegt den Text dann oft nur noch oberflächlich. Aber da entgehen einem mitunter eben auch wichtige Informationen. So geschehen vor wenigen Tagen mit einer unscheinbaren Mitteilung, die eigentlich das Potenzial zur überregionalen Schlagzeile hat. Für den seit einigen Jahren in Markranstädt brach liegenden Industriestandort „Fehrer“ soll sich nämlich ein Investor gefunden haben! Nachdem sich die Chinesen in Großlehna niedergelassen haben, wird’s mit der Besetzung der ehemaligen Fehrer-Hallen jetzt richtig international. Dielesen


Auf einem Bein kann man nicht stehen: Tunnel säuft erneut ab

Endlich hat auch die Deutsche Bahn auf das touristische Alleinstellungsmerkmal einer „Stadt am See“ reagiert. Die letzte Woche abgesoffene Unterführung war demnach nicht einem plötzlichen Unwetterereignis geschuldet, sondern der Beginn eines bewusst inszenierten, schleichenden Gewöhnungsprozesses. Nachdem heute früh im Raum Markranstädt nur ein paar Regentropfen hochkant gelandet sind, war es erneut so weit. Seenot auf dem Bahnhof! Heute früh 7 Uhr: Auf dem Weg, das für den Unterhalt der Jakedumas und Nichtmichel erforderliche Finanzvolumen zu erwirtschaften, machte sich eine handvoll Markranstädter auf zu den Industrieplantagen der Messestadt. Oder zumindest wolltenlesen


GWF – der Erlkönig auf Markranstädts Straßen

Verschwörungstheoretiker wissen es schon lange: Die Werbung für Autos ist gefakt. In einschlägigen Wochenzeitungen liest man immer wieder angebliche Testberichte über neueste Modelle, bei denen man nach Addition der Merkmale nur zu einem Ergebnis gelangt: Schwimmfähiges Raumwunder mit Antrittsstärke und bergsteigerischen Fähigkeiten bei null Spritverbrauch. Seltsamerweise haben all die Testredaktionen das geheimnisvollste und zugleich bewundernswerteste Auto jedoch nicht auf dem Schirm: den GWF. Dabei bricht der Markranstädter Erlkönig alle Rekorde. Wissen Sie, was ein Erlkönig ist? Unter Fotografen ist das eines der begehrtesten Motive. Als Erlkönige werden geheime Prototypen vonlesen


Nach Razzia auf altem Friedhof: Scrabble ruft Spiele zurück

Seit die Polizei auf dem Alten Friedhof mit Razzien für Abwechslung sorgt, sind die Jakedumas dort total verunsichert. Vorsichtshalber lassen sie bis auf weiteres sogar Rentner unbehelligt passieren und bringen jetzt schon Gesellschaftsspiele mit, um den Einsatzkräften durch Vorgaukeln eines Pioniernachmittags keinen Grund zur Leibesvisitation zu bieten. Allerdings wäre es beim Scrabble beinahe zu einem Eklat gekommen. Weil der Hersteller eindeutig falsche Buchstaben geliefert hat, droht jetzt ein Rückruf aller nach Markranstädt verkauften Spiele. Also erst mal der Reihe nach. Keine 48 Stunden waren seit dem markerschütternden Appell der CDUlesen


Eingeschlossen bei Edeka: Die beinahe perfekte Panne

Manchmal schreibt der Alltag die beste Satire. Kaum dass die Sirenen in Markranstädt wegen der Unwetterschäden verstummt waren, schrillte am Mittwochabend die Alarmanlage bei Edeka. Offenbar wollten die Angestellten schnell nach Hause, um dort nach dem Rechten zu sehen. Superpünktlich Feierabend gemacht, den Laden abgeschlossen und nichts wie weg. Doch nur Minuten später, kurz nach 19 Uhr, schrillte der Bewegungsmelder. Ausgelöst wurde er durch die Verkäuferin an der Fleischtheke. Die hatte es nicht ganz so eilig und wurde deshalb versehentlich eingeschlossen. Gefangen zwischen Fleisch, Wurst, Bier und Chips – waslesen


Bahnhof Markranstädt: Unterführung hält besser dicht als Stadtbad

Statt besser zu werden, wird die Lage immer schlimmer. Seit heute gegen 17 Uhr ist der Markranstädter Bahnhof nicht nur nicht barrierefrei für Menschen mit Handicap, sondern auch für Nichtschwimmer. Die gute Nachricht: Das Bauamt kann sich an der Unterführung eine Anleihe für die Sanierung des Stadtbads nehmen. Zumindest dicht scheint er zu sein, der Tunnel. Aber visionäre Freigeister denken längst weiter. Schon ist von einer Fährverbindung zwischen dem Stadtzentrum und den nördlichen Siedlungsgebieten die Rede. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr waren während des Unwetters kaum nach Göhrenz ausgerückt, umlesen


Ausnahmsweise verschreibungspflichtig (8/19)

Es hat etwas gedauert, bis sich genügend Material für die achte Ausgabe angesammelt hat, aber das Warten hat sich gelohnt. Das gilt übrigens auch für die badelustigen Markranstädter. Für die hat seit dem Männertag das Stadtbad geöffnet. Allerdings könnte einem der Spaß am Einstieg ins Becken vergehen, wenn man sich vorher den SachsenSonntag reingezogen hat. Boah ist das eklig! Jeder fünfte Deutsche pinkelt in den Pool, meldet die Gazette. Und mehr noch: Bis zu 80 Milliliter Urin pro Person treiben da im kühlen Nass herum. Wohl gemerkt: Pro Person undlesen


Neues aus der vierten Etage (50)

Nach Abzug des obligatorischen Beifangs sowie eines abgesetzten Themas blieben gestern lediglich noch fünf Punkte auf der Tagesordnung der Markranstädter Duma. Aber um die abzuarbeiten, brauchten die Senatoren mehr als zweieinhalb Stunden. Da hatte man früher schon mal doppelt so viel Umfang in halb so viel Zeit geschafft. Woran das gelegen haben könnte und was sonst noch geschah? Lesen Sie mal. Wann hat man als Nachkomme schon mal die Chance, seine Vorfahren lebend zu sehen und sich bei ihnen live über das Erbe zu erkundigen? Vor dem Hintergrund dieser Fragelesen


Pfingsten: WGT-Welle schwappt nach Markranstädt über

Seit 1992 trägt Leipzig am Pfingstwochenende Schwarz. Tausende Fans kommen zum Wave-Gothic-Treffen (WGT) und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Campingplätze und Hotels sind ausgebucht, das Festival platzt aus allen Nähten. Offenbar ist es jetzt auch nach Markranstädt übergeschwappt. Auch hier ist das Hotel schon längst ausgebucht, es gibt Musik rund um die Uhr und das Stadtbild wird durch schwarze Farbtupfer bunter. Und das Beste: Im Gegensatz zu Leipzig feiert Markranstädt nach Pfingsten einfach weiter.


Wahlergebnis neu ausgewürfelt: Kunzemann ist drin!

Verwählt, verzählt, verzettelt? Egal, bei einer „erneuten Überprüfung der Unterlagen zur Kommunalwahl“ in Markranstädt sind jetzt noch ein paar Stimmen aufgetaucht. Genau gesagt 50. Und die verteilten sich nicht etwa gerecht auf alle Kandidaten oder wenigstens paritätisch auf die angetretenen Parteien, sondern auf eine einzige Person. Heike Kunzemann (LINKE) hat beim erneuten Ausknobeln des Wahlergebnisses einen Mäx gewürfelt und zieht nun doch wieder in die Lallendorfer Knesset ein. Da haben wir uns mit einem vor Betroffenheit nur so strotzenden Nachruf so viel Mühe gegeben und jetzt soll das alles umsonstlesen