Seit Freitag ist es möglich, den eigenen Geschlechtseintrag samt Vornamen im Personenstandsregister durch eine einfache Erklärung gegenüber dem Standesamt ändern zu lassen. Warum das gerade für Männer eine elegante Alternative ist und wie sie auf diese Weise dem tristen Alltag in Markranstädt ein paar unvergesslich schöne Seiten abgewinnen können, erklärt Ihnen die neue MN-Chefin.
Ich hab`s probiert und es hat geklappt. Also: Ab sofort nicht mehr Claus Narr, sondern Clausolde Närrin bitteschön! Obwohl hinter meinem Hosenstall noch immer ein Zapadeus lauert, darf ich mich jetzt völlig frei in Damentoiletten bewegen, Frauenparkplätze benutzen und andere Leute auch mal nach dem Weg fragen, ohne gleich Mitleid zu erregen.
Im Grunde genommen war die Neudefinition meiner Chromosomensätze eine Befreiung für mich. Ebenso wie für den Rest der Männerwelt waren die letzten Jahre mehr und mehr von der Unterdrückung unseres Geschlechts gekennzeichnet. Schleichend und nahezu unbemerkt wurden wir an den Rand der Gesellschaft gedrückt und jedes auch noch so kleine Aufbegehren gegen diese perfide Art der Diskriminierung wurde als sexuell motivierter Übergriff verurteilt.
Männer: Die bedohte Art
Die Folgen dieser Entwicklung sind unerträglich. Während das Matriarchat sogar durchsetzen wollte, dass Mädchen in Knabenchören mitsingen dürfen, wird es auf der anderen Seite als selbstverständlich betrachtet, dass Erholungseinrichtungen für Männer tabu sind. So werden sie beispielsweise im Sportbad an der Elster donnerstags von der Sauna ausgeschlossen.

Keine Diskriminierung von Männern, weil sie vom Saunagang ausgeschlossen werden. Schließlich dürfen auch Hunde nicht rein.
Mehr noch: Es gibt im Gegenzug keinen einzigen Tag in der Woche, an denen die Männer mal unter sich sein und damit ohne das ständige Gequatsche ganz entspannt saunieren können. Für die gliedtragenden Glieder gilt in dieser Gesellschaft nur noch Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit.
Lady feiert, Knecht malocht
Diese Diskriminierung reicht bis hinein in die aktive Freizeitgestaltung, für deren Teilhabe Männern erst tief in die Hosentaschen gegriffen wird und die Beinkleider anschließend komplett runtergezogen werden, während sich ihre Frauen für den halben Preis darüber amüsieren dürfen. So wie bei der Ladies-Night auf der Kleinmesse.

In ihrer Funktion als Fleisch gewordene Einzugsermächtigung sparen hier zwar in Wahrheit die Männer, gerade deshalb ist es trotzdem diskriminierend.
In diesem Jahr kam das für mich zu spät, aber ich bin mal auf die Gesichter der Fahrgeschäft-Wärter gespannt, wenn ich ihnen nächstes Jahr meinen Ausweis vor die Nase halte und dann siegessicher meinen Rock lüpfe, um in den ultimativen „Hodenhammer“ einzusteigen, in dem ich dann zum halben Preis Loopings im Leipziger Nachthimmel drehe.
Wir notieren: Männer sind entweder komplett ausgeschlossen oder müssen für ihre Teilhabe am gesellschatlichen Leben doppelt so viel zahlen wie Frauen. Nicht mal Frauenfußball dürfen sie spielen.
Die Folge liegt auf der Hand. Maskuline Untermenschen werden nicht nur immer unzufriedener mit ihrer Gesamtsituation, sondern auch immer ärmer.
Selbst bei der lebenserhaltenden Grundversorgung haben die Männchen unserer Spezies inzwischen das Nachsehen. An immer mehr Tafeln in Deutschland gehen Männer leer aus. Sie müssen statt dessen zusehen, wie sich Frauen die Taschen mit Lebensmitteln vollstopfen, während die maskulinen Bedürftigen Hungerödeme nach Hause tragen.

Ethnische Säuberung unter dem Deckmantel eines Aufnahmestopps: So wird der Männerüberschuss durch eine kaum beachtete Hungerkatastrophe beseitigt.
Zum Glück leben wir in einer Demokratie, in der uns die Statistik vor dem Schlimmsten bewahrt. Wenn die Frau zum Abendessen ein ganzes Brot vertilgt, während ihr Mann hungrig zu Bett geht, haben beide im Schnitt ein halbes Brot gegessen. Also worüber will sich der toxische Patriarch da noch aufregen? Weil er durch Aushungern systematisch ausgerottet wird und das auch noch selbst feiern darf? Schon gibt es Restaurants, die von Menschen mit Hosen nicht mehr betreten werden dürfen.
Der Rock: Das Machtinstrument der herrschenden Klasse
Auch das ist keine Diskriminierung. Eine neckische Strumpfhose angezogen, darüber ein geschickt geschnittenes Röckchen und schon darf auch der Mann rein.
Inzwischen hat das radikalfeministische Matriarchat sogar erkannt, wie der rebellische Rest der Männerwelt für die Herrschaft der Frau missioniert werden kann. So wird den wenigen noch verbliebenen echten Männern beim Schaufensterbummel neuerdings die latente Angst vor Cellulite genommen.
Cellulite als Auszeichnung
Wie in diesen Beispiel, in dem die Orangenhaut als eine Art Reichsinsignie für die Mächtigen dieser Welt ins Unterbewusstsein gepflanzt wird. Sieht zwar nicht unbedingt schön aus, aber die Macht hat nunmal ihren Preis.

Werbekampgne für Cellulite in einem Schaufenster. So wird Männern beim Shopping ganz nebenbei die Angst vor wechseljahrbedingten Altersbeschwerden nach Umtragung ihres Geschlechts genommen.
Doch auch mit der verbliebenen Unsicherheit, die sich nach dem Geschlechtswechsel im Personalausweis der Neo-Frauen hartnäckig erhalten will, weiß die reinrassige Damenwelt umzugehen.
Und so ebnet sie den Weg für die Konvertierung der niederen Rasse zu den höheren Weihen. So zum Beispiel im „Zuckerhut“ Leipzig, wo den frisch Umgeschriebenen die Angst vor dem Outing durch eine spontane Erektion genommen wird. Die Sorge ist schließlich berechtigt, wenn es so aussieht, als würde die geile Milf gerade versuchen, unter ihrem Rock heimlich Pinocchio an die Bar zu schleusen. Die Lösung findet sich auf der Damentoilette.

Wichtig: Man muss das Döschen nicht anlegen. Einfach an der Bar vorzeigen und schon gibts den Prosecco umsonst.
Einfach beim Personal melden, ein Döschen verlangen, selbiges dann im Schritt befestigen und schon geht man selbst bei einer Leibesvisitation unerkannt als Lady durch.
Wer trotzdem noch so viel Männlichkeit in sich trägt, dass er nur ganze Arbeit leisten und sich nicht mit Notlösungen abfinden will, der kann sich um einen Termin in einer der Änderungsfleischereien bemühen, die allerorten gerade wie Pilze aus dem Boden schießen. So wie hier in Pirna, wo ein MN-Leser nach erfolgreicher Behandlung vor lauter Glück noch ein Foto von dem Schaufenster schoss, hinter dem er wenige Minuten zuvor wieder zu einem vollwertigen Mitglied unserer Gesellschaft umgenäht wurde.

Heute fast überall möglich, gab’s das früher nur für Reiche. Angeblich sollen die Schamlippen Conchita Wurst einst aus den Ohren von Niki Lauda geschneidert worden sein.
Wir lernen: Ihrer vermeintlichen Unterdrückung können Männer ab sofort durch einen simplen bürokratischen Trick entgehen. Einfach im Einwohnermelde- oder Standesamt vorsprechen (keine Angst, dort freut man sich schon auf Ihren Besuch), das Geschlecht umtragen lassen und schon stehen Ihnen nicht nur Sauna, Kleinmesse oder Damentoiletten offen, sondern auch Swingerclubs, Frauenparkplätze und die Praxen von Gynäkologen.
Frauen leben länger
Für das bisschen Abwasch, Essen, dreckige Wäsche und ein sauberes Heim haben die Männer ja schon durch die Erfindung von Spülmaschine, Elektroherd, Waschmaschine und Staubsauger vorgesorgt. Und das Pieseln im Sitzen hat sich im genetischen Code des degenerierten männlichen Hirns sowieso längst schon so fest eingebrannt wie die Besitzermarken auf den Lenden nordamerikanischer Rinder.
Noch ein Tipp: Gerade für Männer ab 60 lohnt sich das Umschreiben ihres Geschlechts so kurz vor dem bevorstehenden Ende. Bekanntlich haben Frauen eine längere Lebenserwartung. Also warum sollte man davon nicht profitieren, dem Sensenmann ein Schnippchen schlagen und so noch ein paar Jahre rausholen?






























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