Auch Satiriker müssen eigene Fehleinschätzungen eingestehen und aus ihnen lernen. Wenn schon die Resonanz auf die MN-Hilfestellung zur Europawahl mit gerade mal drei Kommentaren entlohnt wurde, was soll dann noch auf die Beleuchtung der Kommunalwahlen folgen? Also dann: Bevor es ins Minus geht und wir bei der Wahlkommission Stimmenkredit beantragen müssen, um die leere Kommentarleiste wenigstens bis zum Nullpunkt aufzufüllen, lassen wir die Mühe lieber sein. Sicher auch zur Erleichterung einiger Kandidaten. Glücklicherweise gibt es ja wirklich wichtigere Dinge. Zum Beispiel die neuen sexuellen Vorlieben der Markranstädter.
Vor allem dem maskulinen Teil der Lallendorfer Ureinwohner wird’s zu Hause im ehelichen Bett offenbar zu langweilig.
Frisch rasiert (je niedriger die Hecke, umso höher wirkt das Haus), zieht es den homo marcransis hinaus in die weite Welt. So ein Swingerclub, von dem er schon gehört hat, übt dabei eine magische Anziehungskraft aus.
Arbeitskleidung im Swingerclub: Kann ich so gehen?
Doch schon stellt sich eine unerwartete Frage: Was trägt man eigentlich so im Swingerclub? Schließlich muss es ja auch dort, ähnlich wie in Gießereien, unter Tage oder auf Großbaustellen, irgendwelche Vorschriften hinsichtlich arbeitsschutzgerechter Kleidung geben.
Zum Ausziehen: Nette Bekleidung gesucht
Die Antwort darauf sucht ein Markranstädter via Anzeige auf einem Erotikportal. Doch nicht irgendein Textil von der Stange soll es sein, oh nein. Für seine ersten Schritte auf Freiersfüßen hat er hohe Ansprüche und sucht deshalb nicht nur irgendeine, sondern eine „nette“ Bekleidung.

MN-Tipp: Mit einem Feinripp-Schlüppi ist man für jeden Anlass bestens gekleidet. Damit kann man auch mobil sein. Wenn man damit auf dem Motorrad geblitzt wird, haben sogar die Polizisten was davon.
Tja, da ist guter Rat teuer. Nicht nur nett, sondern auch ausgefallen und damit zugleich auffällig wäre beispielsweise eine geschickt geschnittene Untertrikotage. Ein unzüchtiger Feinripp-Schlüpfer zum Beispiel. So einer, der auch den Bauchnabel bedeckt und mit provozierendem Eingriff lockt und mit verstärkten Beinabschlüssen versehen ist.
Und natürlich in sündigem Weiß, damit auch der laszive Kontrast zur natürlichen gelben Patte im Vorderbereich zu Geltung kommt. Es gibt sicher auch noch andere Ideen für nette Bekleidung beim Besuch eines Swingerclubs. Notfalls tut’s auch ein Blaumann. Die Klempnernummer mit der Rohrzange – manche stehen drauf.
Selbst ist der Mann
Ein anderer Markranstädter hat offenbar schon eine Lösung für seine Garderobe gefunden und sich im Katalog der Gebrüder Grimm des Kaisers neue Kleider bestellt.

Normal gebaut mit XL – damit sind offenbar die erträumten Zuschauertraversen am Ufer des Kanals gemeint, von denen aus das Publikum euphorisch skandiert: „Mütze-Glatze-Mütze-Glatze…“
Die gesellschaftliche Bewunderung für seinen Modegeschmack hofft er am Kanal bei Dölzig zu finden. Lediglich seine eigene Frau soll wenig Interesse an der Vorstellung gezeigt haben.
Die Ehefrau hat’s schon kommen sehen
Offenbar schon durch die zahlreichen Probevorstellungen zu Hause hinreichend gesättigt, winkte sie desinteressiert ab und meinte: „Ich hab’s schon kommen sehen.“
Mobs ohne Möpse
Wenn man schon mal dabei ist, seine Vorlieben im Schoße der Natur auszuleben, sollte man auch seinen Blick für deren Besonderheiten nicht verlieren. So wusste beispielsweise schon Loriot, dass ein Leben ohne Mops zwar möglich, aber sinnlos ist. Am Kanal, am Kulki oder im Auwald kann man Frauen begegnen, die sogar gleich zwei Möpse ausführen.
Auf die Dauer ist dieser Kick für Träger von Feinripp-Buxen oder blanker Haut allerdings zu langweilig.
Deshalb hat die Erotik-Redaktion der Leipziger Volkszeitung so lange recherchiert, bis ihr eine passende Spezies über den Schreibtisch geflogen ist. Voilá: die Mobsfledermaus.
Im Zeitalter des Kampfes gegen Sexismus kann man natürlich nicht schreiben, dass das Tier seine fertilen Zeiten längst hinter sich hat und seine Möpse deshalb nicht mehr wie zwei Hundeschnauzen im Wind stehen. Sie sind halt weicher geworden mit den Jahren, genauso wie das b in ihrem Namen. Wir lernen: Man sollte nicht nur auf die Möpse starren, sondern auch zwischen den Zeilen lesen.
So wird geschändert!
Kommen wir nun zum letzten Fallbeispiel für außergewöhnliche sexuelle Vorlieben: den Oralverkehr. Diese auch als Cunnilingus bezeichnete Praxis wird bekanntlich mit dem Mund vollzogen und genau darin besteht die Gefahr. Weil der Weg vom Gaumen zum Hirn kürzer ist als jener von der Beinschere aus, kann einem das daraus folgende Glücksgefühl auch viel schneller in den Kopf steigen. Was dabei rauskommt, ist jetzt im Stellenportal „Interamt“ nachzulesen.
Da kann man eigentlich noch froh sein, dass im Leipziger Rathaus nur nach Herzenslust geblasen wird, schließlich gibt es auch noch andere Praktiken. Wenn da also demnächst Arschlöcherinnen gesucht werden, wissen wir, aus welchem Loch der Wind weht. Mokkastübchen? Bingo!









































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