Markranstädter Wochenschau mit Spaziergang durch die „Straße der Besten“

Einen schönen Wahlsonntagmorgen allen MN-Lesern. Wissen Sie schon, wen Sie wählen werden? Wenn nicht, empfehlen wir Ihnen auf der Route zu Ihrem Wahllokal einen kleinen Umweg über die Zwenkauer Straße. Die Kurve am Krakauer Teich zeigt die „Straße der Besten“. Es ist eines jener übriggebliebenen Propaganda-Instrumente des DDR-Regimes, die heute wieder salonfähig geworden sind. Und so sehen wir auch genau jene Aktivisten, die unser Land auf den Weg zur DDR 2.0 geführt haben. Nicht einmal den Umgang mit Flaschendeckeln trauen sie uns zu und haben die Verschlüsse Schulter an Schulter fest und unverbrüchlich mit den Flaschenhälsen verbunden. Aber Markranstädt hatte in der letzten Woche des Wahlkampfes noch viel mehr zu bieten. Hier die sechs lustigsten Schenkelklopfer.

Der Wille war da

In der Bahnhofsunterführung wollten sich Jugendliche bei den Altparteien für die bisherige erfolgreiche Bildungspolitik bedanken und Olaf Scholz ein Graffiti mit einer ganz speziellen Danksagung hinterlassen. Leider hatten die Pestalozzi-Jünger ihre Kompetenzen leicht überschätzt und so ist aus dem geplanten Schriftzug „Danke, Olaf“ eine Klecksografie geworden, die beispielhaft für Deutschlands jüngstes Pisa-Zeugnis steht.

Ausgeflogen

Um rechtzeitig vor der Wahl Ruhe ins Volk zu bekommen, wurde in fieberhafter Eile das Markranstädter Hotel geräumt. Allerdings mussten die Gäste bei der überhasteten Aktion offenbar einige persönliche Habseligkeiten zurücklassen, die jetzt irgendwo zwischengelagert werden müssen. Da ist guter Rat teuer. Weil in der Tiefgarage in der Hordisstraße nur Autos parken dürfen, wurde dieses Fluggerät einfach vor der Einfahrt abgestellt.

Ohne Hirnverlängerung

Deutschland muss militärisch aufrüsten und das hat katastrophale Folgen! Weil für die Kabelfernsteuerung der neuesten Generation deutscher Drohnen kilometerweise Draht benötigt wird, sind für die Aufrechterhaltung von W-Lan-Verbindungen kaum noch Leitungen am Markt. Selbst die Verlängerungskabel für drahtlose Rückfahrkameras von Garmin sind über Nacht um satte 29,99 Euro teurer geworden.

Das Ende der Inflation

Auch in Markranstädt war die Inflation eines der größten Wahlkampfthemen. Auf die besorgten Fragen der Wähler, wieviel Cent man in Zukunft noch für einen Euro bekommt, wussten allerdings auch die Köpfe auf den Plakaten keine Antwort. Bis zu jenem Tag, als der REWE-Markt die Ängste der Bevölkerung mit einer Sonderaktion im Keim erstickte. Seither herrscht pure Freude in Markranstädt: Die Inflation ist vorbei, wir haben jetzt Exflation!

Weniger ist manchmal mehr

Während Markranstädt unter Wohnungsmangel sowie explodierenden Mieten ächzt und das Rathaus keinen Plan dagegen hat, zeigt der Leipziger Vermieter LWB, wie man das Problem allein unter Zuhilfenahme der Mathematik löst. Man senkt nicht die Mieten, sondern die Zahl der Mieterhöhungen. Die Gleichung geht auf, weil die Mieten der restlichen 62 Prozent der Bewohner um den Faktor x (vormals Twitter) umgekehrt reziprok sinken.

Tiny House war gestern

Und hier gleich noch ein wegweisendes Beispiel für erfolgreichen Kampf gegen die Wohnungsnot. Wer sagt denn, dass man nur in Wohnungen wohnen darf? Und so werden die Leser der Leipziger Lokalgazette durch die suggestive Bildauswahl sensibel darauf vorbereitet, wo sie ihren Lebensabend verbringen werden. Willkommen im Wohncampus Hauptbahnhof! Ist zwar ein wenig zugig dort, aber Hauptsache ein Dach über dem Kopf.

Wahlk(r)ampf in Markranstädt: Wer hat eigentlich Tante Enso erfunden?

Die bevorstehende Wahl hatte Deutschland auch in dieser Woche fest im Würgegriff. Bei Olaf Scholz ist der Puls zwischenzeitlich sogar auf 12 geklettert, Nancy Faeser droht nach einem neuerlichen Autounfall in München wieder mit der ganzen Härte eines impotenten Gesetzes und auch sonst läuft die aktive Sterbehilfe für das Land auf Hochtouren. Nur in Markranstädt nicht. Hier bietet der Wahlkampf mal wieder Realsatire vom Feinsten.

Da hat’s doch wieder mal gepasst mit dem Blick in die Glaskugel. Zugleich wurde die These bestätigt, dass Satire zwar immer frei erfunden ist, aber nur wenig später stets wahr wird.

Zu den Geplänkeln rund um die bevorstehende Bundestagswahl hatte der Markranstädter Obernarr im Kaffeesatz gelesen, dass das gesamte Spektrum von Anschlägen über Denunziationen bis hin zur Prüfung von Doktorarbeiten droht. Diese Vision hatte er am 6. Februar.

Ich sehe, also bin ich

Und heute, neun Tage später?

Thema Anschlag: Das Attentat von München ist gerade mal zwei Tage her.

Thema Denunziation: Kanzler Scholz wird Rassismus vorgeworfen, weil er, offenbar aufgeputscht durch eine Valium-Tablette, einen Neger mit einem Feigenblatt verwechselt haben soll.

Thema Doktorarbeit: Robert Habeck ist von sich aus in die Offensive gegangen, weil jemand pünktlich vor der Wahl seine Dissertation zerpflückt hat.

Läuft!

Die Glaskugel der Markranstädter Nachtschichten vom 6. Februar 2025.

Für die Medienwelt hat das allerdings katastrophale Folgen. Wie lange noch wird sich Dieter Nuhr seinen Stab von Autoren für immer neue Gags leisten können, wenn es dem Kabarett aus dem Bundestag gelingt, das deutsche Publikum in Satire-Sendungen wie dem ARD-Brennpunkt mit der Wiederholung aufgewärmter Pointen zu Begeisterungsstürmen hinzureißen?

Die ganze Härte der Impotenz

Wer über Nancy Faesers Drohung mit „der ganzen Härte des Gesetzes“ nach Magdeburg oder Aschaffenburg noch nicht lachen konnte, musste sich doch spätestens am Donnerstag nach München auf die Schenkel hauen.

Und wie gut erst müssen die Leiter der Mimik-Seminare sein? Darsteller wie Olaf Scholz oder Robert Habeck können ihren betroffenen Gesichtsausdruck inzwischen nicht nur bis zum Ende einer jeden Pressekonferenz durchhalten, sondern auch bis kurz vor Beginn der bunten Regenbogenfeiern gegen Rechts an den von Blut gereinigten Tatorten.

Erste Hochrechnung: Linksruck in Markranstädt

Wenn angesichts dieses realsatirischen Treibens am 23. Februar in Markranstädt nicht mindestens 80 Prozent für die AfD zusammenkommen, muss man von einem deutlichen Linksruck sprechen.

Dreharbeiten in Großlehna: Neue Staffel wird zum Flop

Auch in Markranstädt hat der Wahlkampf in dieser Woche bunte Blüten getrieben. Ein Urheberrechtsstreit ist ausgebrochen.

Es geht darum, wer die Patentrechte an der Erfindung des Tante-Enso-Marktes in Großlehna hat. Wenn es ums Einkaufen geht, verstehen Frauen bekanntlich keinen Spaß.

Der Kampf um den Einkaufsspaß

Und so ist der Kampf um die Vermarktungsrechte der Idee zwischen Bundestagskandidatin Franziska Maschek und Bürgermeisterin Nadine Stitterich binnen Stunden nach der Uraufführung des Films eskaliert.

Zu den Dreharbeiten der neuen Staffel ihres Blockbusters „Die fleißige Angeordnete“ hatte sich Maschek an die A 9 begeben. Nur hier konnte der Titel der Folge „Ich bin in Großlehna – holt mich hier raus“ glaubhaft wirken.

Positioniert vor dem Einkaufszentrum in der Schwedenstraße ließ die Sozialdemokratin dann plötzlich wissen, dass sie es war, die Tante Enso hierher gelockt hatte. Kaum auf Instagramm uraufgeführt, meldeten sich allerdings sofort zahlreiche irritierte Zuschauer zu Wort.

Sie hatten die Enso-Ansiedlung wohl noch als Stitterichs Idee in Erinnerung und witterten jetzt eine KI-gesteuerte Verschwörung.

Es kam, wozu es in den asozialen Netzwerken immer kommt: Ein verbales Raufhändel entstand. Die Bürgermeisterin erklärte anhand einer glaubwürdigen Terminkette, dass sie die Idee lange vor Maschek hatte und Maschek wies anhand regen eMail-Verkehrs nach, dass sie es war, die Stitterich mit der Idee infiziert hatte.

Wie gesagt: Beim Thema Einkaufen verstehen Frauen keinen Spaß. Gerade hatte der Disput begonnen, ganz Markranstädt zu unterhalten und das Volk sehnsüchtig auf den nächsten Kommentar warten zu lassen, da war der Spuk auch schon vorbei. Alle Beiträge gelöscht, Kommentarfunktion gesperrt, in stillem Gedenken dem schwarzen Kanal.

Der Showdown läuft

Welche der beiden Erzählungen jetzt unwahr und welche gelogen ist, werden wir wohl nie erfahren und ehrlich gesagt, wird es auch kaum jemanden interessieren. Es ist Wahlkampf in Deutschland. Franziska Maschek will wieder Bundestagsabgeordnete werden und Nadine Stitterich kandidiert gar nicht erst. Und das, obwohl man auch als Bundestagsabgeordnete nicht gleichzeitig Bürgermeisterin sein kann. Das ist doch mal ein Zeichen.

Noch ist knapp eine Woche Zeit für den Endspurt im Wahlkampf. Freuen wir uns also auf all die Possen, die uns noch erwarten. Eine Demo für die Forderung „Puff ab 16“ hatten wir noch nicht, oder wie wär’s mit einem Polit-Talk unter dem Motto „Inhalte überwinden“?

Neues aus der vierten Etage (6): Ein Mandat für Cordula Grün

Ihren Umzug von der vierten Etage ins KuK werden einige Stadträte wohl schon während der ersten Sitzung im neuen Domizil am Donnerstag bereut haben. Gerade mal drei nach dem Satz des Pythagoras im Raum verteilte Mikrofone zwingen jeden Stadtrat vor und nach Befriedigung des Redebedürfnisses zur Leibesertüchtigung. Hand heben, aufstehen, zum Mikro wandern, zurückkehren zum Platz und hoffen, dass man wegen eventueller Nachfragen nicht noch einmal zur Wiederholung der Übung gezwungen wird. Das kostet dem Publikum Nerven und den Ratsleuten wichtige Lebenszeit. Dass es manchen Anwesenden trotz des Fitnessprogramms im Laufe der Veranstaltung zu kühl wurde, hat aber nichts mit den Wechseljahren zu tun.

Die Ouvertüre zur Sitzung war kurz und schmerzlos. Die Bürgermeisterin informierte kurz und knapp, dass der Zoff um ihr Stadtratsmandat vorbei ist. Gegen Zahlung von 182,28 Euro aus der Stadtkasse hat der Landkreis für Nadine Stitterich einen Persilschein zur Ablehnung ihres Mandats ausgestellt.

Hätte die CDU geahnt, dass ihr Landrat so billig zu haben ist, hätte sie sich ganz bestimmt nicht mit der lächerlichen Frage nach Stitterichs Stadtratsmandat beschäftigt, sondern bei Henry Graichen gleich ein Gebot für ihre Position als Bürgermeisterin abgegeben.

So aber ist die Posse jetzt Teil der Markranstädter Geschichte und wird, wie die anderen historischen Artefakte, irgendwann einmal im Container landen. Jedenfalls umfasst der Stadtrat ab sofort die ihm zugeteilten 22 Sitze. Stitterichs Platz auf der Ruderbank der Freien Wähler wird demnach von Elke Haenel besetzt.

Cordula Grün: Eine Mandatsträgerin aus Markranstädt

Wer jetzt etwas durcheinander gekommen ist bei der Frage, wer in Markranstädt noch oder wieder über ein Mandat verfügt oder nicht, könnte versucht sein, auf der Internetseite der Stadt unter der Rubrik „Mandatsträger“ Aufklärung zu finden. Hierzu ein wichtiger MN-Tipp: Warten Sie damit bitte bis zum Aschermittwoch! Denn offenbar hat der Markranstädter Carnevals Club nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte am 11. 11. Nägel mit Köpfen gemacht und ein eigenes Marionetten-Regime eingesetzt.

Vor fünf Jahren hat sich noch die ganze Welt gefragt, wer diese Cordula Grün ist, die im gleichnamigen Faschingshit die Hitparaden gestürmt hat.

Jetzt wissen wir: Sie ist Mandatsträgerin in Markranstädt. Aber das ist nicht die einzige Personalie mit jeckem Migrationshintergrund.

Wer hätte gedacht, dass die berühmte Cordula Grün eine Markranstädter Mandatsträgerin ist?

Wer hätte gedacht, dass die berühmte Cordula Grün eine Markranstädter Mandatsträgerin ist?

Unter dem Decknamen Admin Kisa hat sich offenbar ein weiteres Markranstädter Urgestein in die Liste geschlichen. Immerhin ist hier wenigstens bekannt, dass das Ex-Stadtoberhaupt Martin Schmeling nach seiner Abwahl beim kommunalen IT-Dienstleister Kisa geparkt wurde.

Admin Kisa: Auf den ersten Blick liest sich der Name, als hätte man bei der Räumung des Hotels jemanden vergessen, aber es muss offenbar doch ein Markranstädter sein.

Klingt, als hätte man bei der Räumung des Hotels jemanden vergessen, aber er hat ein Mandat.

Jetzt hat ihn der MCC offenbar auf die politische Bühne zurückgeholt. Schauen Sie ruhig mal die Liste durch, ob Sie unter den vielen Mandatsträgern, die Sie in Markranstädt nicht kennen, vielleicht doch jemanden kennen?

Feindliche Übernahme: Streit ums Urheberrecht von Beschlüssen

Was gab’s sonst noch im Stadtrat? Eine Beschlussvorlage der Stadt zur Gestaltung des Ehrenmals auf dem Friedhof wurde von der CDU ergänzt und als eigener Antrag eingebracht. Das hatte Eddy Donat von den Freien Wählern irritiert.

Von tiefer Sorge um die Antragskultur im hohen Hause getrieben, nahm er den langen Weg zum Mikrofon auf sich. Dort wollte er wissen, ob es denn künftig wirklich immer als neuer Antrag zu werten sei, wenn man in einer Beschlussvorlage nur ein Wort ändert.

Gestählt von zahllosen eigenen Erlebnissen ähnlicher Art, ließ Heike Kunzemann (Linke) den Frontmann der Freien Wähler von ihren Erfahrungen partizipieren und teilte ihm lächelnd mit: „Das nennt man feindliche Übernahme.“ Eine reizvolle Humoreske, bevor es ernsthaft nur noch darum ging, wer sich die Lorbeeren für den eigentlich von allen befürworteten Beschluss letztendlich aufsetzen darf.

Rätselhafter Fundus

Nicht minder kreativ entwickelte sich die Diskussion um die Zukunft des Heimatmuseums und der in einem Container zwischenentsorgten Exponate. Was wurde da nicht alles thematisiert. Ein neues Domizil werde benötigt und auch ein Endlager für die Artefakte aus dem Stahlklops. Und überhaupt müsse man sich mal anschauen, wie dessen Inhalt die vergangenen vier Jahre überstanden hat.

Jeder will in den Container, aber keiner fragt nach dem Schlüssel

Seltsam nur: Allein die alles entscheidende Frage, wo sich der verschwundene Schlüssel zum Container befindet, wurde nicht gestellt. Das war dem Vertrauen des Publikums in das scheinbare Interesse der Ratsleute zum Erhalt des Museums wenig zuträglich. Ungefähr vergleichbar mit der Vorstellung, dass Egon Olsen ohne Stethoskop vor einem Franz Jäger Berlin steht. Wo bleibt da der Humor?

Venus im Pelz

Am Ende wurde es vielen Anwesenden im KuK offenbar zu kühl. Sogar die Bürgermeisterin warf sich schließlich einen wärmenden Mantel über ihr gewagtes Minikleid. Man muss eben leiden, wenn man seine Mitmenschen von einer Rückkehr in die vierte Etage überzeugen will. Die Markranstädter Nachtschichten haben die Rechte auf den Titel „Neues aus der vierten Etage“ jedenfalls schon mal um weitere 25 Jahre verlängert und den Markenschutz auch gleich auf kyrillische Runen erweitert.

Elf Dinge, die Sie über die Bundestagswahl in Markranstädt wissen müssen

In ein paar Tagen geht’s wieder an die Urne. Wenn uns die letzte Bundestagswahl etwas gelehrt hat, dann die Erkenntnis, dass richtig wählen gelernt sein will. Denn nicht Kinderbuchautoren, Schulabbrecher, vergessliche Aktentaschenträger oder postfeudale Erfinder von Wortschöpfungen wie Sondervermögen sind Schuld an der Misere. Vielmehr waren es jene Menschen, die sie mit ihren Stimmzetteln trotz mangelnder Qualifikationen in die Regierungsverantwortung gezwungen haben. Damit sich das nicht noch einmal wiederholt, haben die Markranstädter Nachtschichten die Antworten auf die elf wichtigsten Fragen zusammengetragen, die das Wahlvolk zwischen Floßgraben und Zschampert vor der Entscheidung am 23. Februar beschäftigen.


Elf Fragen, elf Antworten – hier kommt Ihr Leidfaden für die Wahl:

1. Wozu sind Wahlhelfer da?

Wie der Bergriff schon vermuten lässt, besteht die Aufgabe der Wahlhelfer darin, Ihnen bei der Wahl zu helfen. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, hinter welcher Partei Sie ihr Kreuz setzen sollen, können Sie sich vertrauensvoll an den Wahlhelfer vor Ort wenden. Den können Sie vor dem Einwurf ihres Stimmzettels in die Urne auch fragen, ob Sie die richtige Partei angekreuzt haben. Gute Wahlhelfer werfen gern einen Blick auf Ihren Wahlschein und scheuen sich oft auch nicht, Sie mit kleinen Hinweisen („Echt jetzt, FDP? Sind sie sich ganz sicher?“) auf den richtigen Weg zu bringen.

2. Gibt es im Wahllokal Getränke?

Obwohl es der Begriff vermuten lässt, ist das Klima in einem Wahllokal so trocken wie der Sand in der Sahel-Zone. Wenn Sie also einen längeren Wahlakt befürchten, weil Sie beispielsweise Ihren Kanzlerkandidaten erst vor Ort und gemeinsam mit Ihrem Partner bei einem unterhaltsamen Würfelspiel ausknobeln wollen, sollten Sie sich ein paar Getränke mitbringen. Alkohol ist allerdings untersagt, weil Wähler traditionell schon während des Wahlkampfes besoffen gequatscht werden.

3. Ich bin zwar schon 18, habe aber noch keine Brüste. Darf ich trotzdem wählen?

Angela Merkel war 16 Jahre Kanzlerin und hatte noch nicht mal eine Frisur. Niemand ist vollkommen und außerdem können nicht alle Frauen Nancy Faesers sein. Wenn Sie dennoch an der Außenwirkung Ihrer Herzkranzgefäße zweifeln, können Sie sich im Einwohnermeldeamt für den 23. Februar Ihr Geschlecht umschreiben lassen und gehen als toxisches Maskulinum in Ihr Wahllokal. Hauptsache Sie wählen.

4. Kann ich bei der Wahl etwas gewinnen?

Denken Sie mal nach: Wie wollen Sie Ihre Superzahl kontrollieren, wenn Sie den Tippschein vorher in die Urne geworfen haben? Der Gesetzgeber will damit Verhaltensstörungen entgegenwirken. Weil Glücksspiel süchtig machen kann, ist die Teilnahme an den Wahlen nicht ohne Grund erst ab 18 erlaubt. Ausnahme: Personen, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben.

5. Sind die Wahllokale barrierefrei erreichbar?

Je nachdem, mit wieviel Promille Sie sich auf den Weg ins Wahllokal machen, ist der Zutritt überall mehr oder weniger barrierefrei möglich. Das gilt nicht nur für Rollstuhlfahrer und Betreiber von Rollatoren, sondern sogar für psychische Härtefälle, die beispielsweise auf Gehhilfen von Birkenstock angewiesen sind.

Lediglich in Kulkwitz hat sich der Gemeinderat einer Ertüchtigung des Eingangs ins Wahllokal verweigert. Mit der sollte ursprünglich auch Wählern, die sich auf Minifahrrädern fortbewegen müssen, das direkte und abstiegslose Einfahren in die Wahlkabine ermöglicht werden. So viel Inklusion ging der Wahlkommission offenbar zu weit.

6. Wie wähle ich richtig?

Das ist eine gute Frage. Hier lohnt sich ein Blick in den „Leitfaden für unsichere Wähler*Innenden“, den man in den Mediatheken bei ADR und ZFD findet. Dort heißt es sinngemäß: Wenn Sie Ihre Stimme für die demokratische Mitte abgeben wollen, müssen Sie Ihr X genau in die Mitte des Kreises setzen. Wer sein Heil eher im rechten Spektrum sieht, muss rechts des Kreises kreuzen und Anhänger linker Lösungswege folglich links davon. Wichtig ist, dass sich diese Kreuze (also mit Ausnahme der Mitte) dann auch immer deutlich außerhalb des dafür vorgesehenen Kreises befinden.

7. Wie muss mein Kreuz auf dem Stimmzettel aussehen?

Diese Frage hat in der Vergangenheit schon oft zu Irritationen geführt. So waren Grünwählerinnen mitunter davon überzeugt, dass es ihrer Stimme noch mehr Gewicht verleiht, wenn sie den Kreis hinter Annalena Baerbock mit einem Origami ausmalen. Das hat nicht nur für lange Warteschlangen vor den Kabinen gesorgt, sondern auch für Zoff im Wahllokal, weil oft nicht ausreichend Buntstifte vorhanden waren. Als ähnlich zwecklos erwies sich auch die Alternative, für Deutschland mit einem Hakenkreuz zu stimmen. Nicht zuletzt mussten auch junge SPD-Erstwähler feststellen, dass es kein erkennbarer Ausdruck des Wählerwillens ist, wenn man den Kreis hinter jeder ungeliebten Partei mit einem weinenden Emoticon ausmalt und nur seinem Favoriten ein Smiley verleiht. Also, um ganz sicher zu gehen, setzen Sie einfach ein stinknormales X.

8. Was passiert nach der Wahl mit meinem Stimmzettel?

Das ist seit diesem Jahr neu. Weil die Bundestagswahl 2025 ungeplant und überraschend kam, stand so schnell nicht genügend Papier für die Stimmzettel zur Verfügung. Zwar ist es der Bundesregierung im letzten Moment gelungen, im Tausch gegen 200 weitere Stahlhelme einen größeren Posten aus einer unterirdischen Papiermine in der Ukraine zu ordern, bevor auch die von den Russen besetzt wurde, aber das soll sich auf keinen Fall wiederholen. Weil auch in der kommenden Legislatur ein solches Fiasko nicht auszuschließen ist, werden die Stimmzettel deshalb ab sofort wiederverwendet. Bei der nächsten Bundestagswahl in vier Monaten soll es demnach wie folgt ablaufen:

Sie sagen Ihrem Wahlhelfer, wen Sie wählen wollen und dieser reicht Ihnen dann einen bereits passend vorausgefüllten Stimmzettel aus der vorangegangenen Wahl aus. Mit diesem ressourcenschonenden Wahlakt unter Verwendung erneuerbarer Stimmzettel wird zugleich ein wichtiges Signal im Kampf gegen den Klimawandel gesetzt.

9. Kann man die Bundestagswahl anfechten?

Ja, das kann man. Obwohl der Begriff „anfechten“ nicht korrekt ist, da er die Verwendung von Stichwaffen wie Säbeln, Degen oder wenigstens Messern assoziiert. Die wurden nicht ohne Grund verboten. Moderne Anfechtungen auf Bundesebene werden heute ganz demokratisch mit Farb- und Brandanschlägen, Denunziationen oder der Auswertung von Doktorarbeiten angefochten. Läuft!

10. Wie geht es nach der Wahl weiter?

Im Gegensatz zur Wahl selbst gibt es in dieser Frage zum Glück keine zwei Meinungen. Irgendwie müssen sich mindestens zwei Parteien finden, um eine Koalition zu bilden. Dann – und nur dann – haben sie die Voraussetzungen erfüllt, um sich nicht an ihre Wahlprogramme und Versprechen halten zu müssen. Im politischen Regelwerk „Links und Rechts intim“ ist festgelegt, dass immer der jeweils andere Partner daran Schuld trägt, wenn man dieses, jenes oder alles nicht durchsetzen konnte. Das ist Politik und was dabei herauskommt, nennt man regieren. Klingt komisch, ist aber so.

11. Wie kann ich meiner Wahl mehr Nachhaltigkeit verleihen?

Indem Sie Ihr Wahllokal nach der Stimmabgabe bei Google bewerten. Sie können zwischen null und fünf Sterne in den Kategorien Freundlichkeit des Personals, gemütliches Ambiente in der Wahlkabine, schnelle Bedienung an der Urne, gastfreundliche Ausstattung des Wahllokals und Reichhaltigkeit des Angebotes auf dem Stimmzettel vergeben. In einem gesonderten Feld können Sie auch individuelle Kritiken äußern. So zum Beispiel wegen mangelnden veganen Angeboten, schlechtem oder gar fehlendem W-LAN oder nicht ausreichend vorhandener Gästeparkplätze vor dem Lokal.

Drei Mittel im Kampf gegen den Rechtsruck in Markranstädter Sandkästen

Neulich bei einem Spaziergang in Markranstädt: „Papa, ich möchte ein Eis.“ Darauf der Vater: „Tut mir leid Chantalle, Mutti hat uns nur Geld für vier Bier mitgegeben.“ Das Fazit dieser Szene ist dramatisch. In keiner Menschheitsepoche zuvor wurde Kindern so wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge: Wahlmüdigkeit in den Kitas, Abkehr von demokratischen Grundwerten schon in der Wiege, immer mehr brauner Populismus auf den Wickeltischen. Doch schon seit einiger Zeit hat ein im Markranstädter Westen etabliertes Bildungsinstitut ein neues pädagogisches Konzept entwickelt, das nicht nur dem Rechtsruck im Sandkasten den Kampf ansagt. Hier drei Beispiele aus dem Programm, die sprichwörtlich Schule machen könnten.

Das musische Bewusstsein

Weil sie bereits vor dem zweiten Geburtstag ihr erstes Handy geschenkt bekommen, können die Kids schon den ganzen Text von „Lamour to jour“ mitsingen, noch bevor sie Mama oder Papa sagen können. Der Drang nach musikalischer Entfaltung lässt sich nicht unterdrücken. Wohl aber kann man den Instinkt mit dem richtigen Angebot in demokratische Bahnen lenken.

Filmen und fotografieren verboten: Sogar die Eltern der Kids haben erst nach dem Konzert erfahren, dass in der Schule Scharlach aufgetreten ist.

Filmen und fotografieren verboten: Sogar die Eltern der Kids haben erst nach dem Konzert erfahren, dass in der Schule Scharlach aufgetreten ist.

Statt brauner Musik feierten die Kids dieser Markranstädter Bildungsanstalt kürzlich den Auftritt der roten Band „Scharlach“. Um keine Gegendemonstrationen zu provozieren, wurde das Konzert bis zuletzt geheim gehalten und auch Film- sowie Tonaufnahmen untersagt. Allerdings muss sich der Veranstalter jetzt mit einem Shitstorm herumschlagen, denn angeblich tritt Scharlach grundsätzlich nur in ungeimpften Kinderbeständen auf.

Das Hygienebewusstsein

Nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist, hat Adolf Hitler mal gesagt. Auch wenn wir heute wissen, dass der lange Zeit als Nazi verrufene Führer eigentlich Kommunist war, hatte er nicht ganz Unrecht. Voraussetzung für die Reinheit der Gesinnung ist allerdings ein gewisses Mindestmaß an Körperhygiene. Das gilt auch für die Kleinsten in unserer Gesellschaft.

Die Planer stehen vor einem Rätsel: Obwohl sich heute sogar Kids schon untenrum rasieren, ist der Abfluss der Dusche mit Sackhaaren verstopft.

Die Planer stehen vor einem Rätsel: Obwohl sich heute sogar Kids schon untenrum rasieren, ist der Abfluss der Dusche mit Sackhaaren verstopft.

Weil sich sowohl Mischbatterien als auch Duschköpfe für die kleinen Racker oft in unerreichbarer Höhe befinden, hat ein junges Start-Up jetzt eine Lösung für eine kindgerechte Badarchitektur entwickelt. Leider hat der Prototyp bei seinem ersten Praxistest in Markranstädt noch eine Schwäche offenbart und musste deshalb vorübergehend gesperrt werden. Die Experten sind ratlos und suchen fieberhaft nach Antworten, wo die Sackhaare herkommen, die den Syphon verstopfen.

Das Selbstbewusstsein

Früher gab es für Jungs nur einen wichtigen Tipp beim Wasserabschlagen: Niemals gegen den Wind pullern, sonst Windtripper. Heute ist das anders. Draußen wird sowieso nichts mehr gemacht und lediglich noch in der Nutzung ihrer Daumen auf Handys geschult, sind die motorischen Fähigkeiten der Kids unserer Tage so weit verkümmert, dass sie ihren Zapadeus nicht mal mehr aus dem Hosenstall kriegen.

Während die Pädagoginnen ihre Ehemänner zu Hause damit beruhigen, dass es auf die Größe nicht ankommt, geben sie den Kids viel Selbstbewusstsein mit.

Während die Pädagoginnen ihre Ehemänner zu Hause damit beruhigen, dass es auf die Größe nicht ankommt, geben sie den Kids viel Selbstbewusstsein mit.

Das Problem: Wenn es die Kids nicht rechtzeitig schaffen, geht beim Trocknen des Schritts zu viel Papier drauf. Um das zu verhindern und gleichzeitig das Selbstbewusstsein ihrer Zöglinge zu stärken, wird den kleinen Hosenmätzen jetzt das Gefühl gegeben, etwas so Großes aus der Hose zu holen, dass man beide Hände dazu braucht. Verfasst in kindgerechter Rechtschreibung heißt es nun beim Pieseln: „Seit bereit – jederzeid“.

Markranstädter Wochenschau: Hotel wird geräumt, Korsett für die Gesinnung und Fleppen für den Lift

Woche drei im neuen Jahr: Wie schnell doch die Zeit vergeht. Für den Landkreis offenbar nicht schnell genug, denn der hat jetzt unter seiner Kündigung der Flüchtlingsunterkunft zum 30. Juni ein paar übrig gebliebene Silvesterraketen angebracht und mit Vmax in den Nachthimmel über Borna geschossen. Heißt: Schon am kommenden Dienstag soll das Hotel beräumt werden. Die Stadt wurde vom Landkreis traditionell als letzte Instanz davon in Kenntnis gesetzt. Und so war hier die Überraschung groß, als plötzlich ganze Pilgerströme besser informierter Fachkräfte in der Schkeuditzer Straße anklopften, um sich um eine der drei letzten freien MBWV-Wohnungen zu bewerben. Kommunikation ist eben alles, das lehrt uns auch ein Blick auf die anderen Nachrichten, die in der zurückliegenden Woche über uns kamen.

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Und weil noch nicht einmal die Meinungsforscher wissen, wen sie diesmal wählen sollen, macht sich der Erb-Adel unserer Demokratie so langsam Sorgen um seine Zukunft.

Denn dessen Gesinnungswächter in den Redaktionsstuben haben vor allem bei der älteren Generation deutliche Defizite in der politischen Haltung festgestellt.

Der Haltungskorrektor: Das Korsett für die richtige Gesinnung

Gerade noch rechtzeitig zur Eröffnung des Wahlkampfes präsentiert die in Markranstädt erscheinende Lokalgazette nun die Lösung des Problems.

In der Tat verrückt, man kanns nicht anders ausdrücken.

In der Tat verrückt, man kanns nicht anders ausdrücken.

Allerdings hat die Sache mit dem neuen Haltungskorrektor einen Haken: Freiwillig will im widerspenstigen Osten einfach niemand sowas tragen. Wie die Markranstädter Nachtschichten aus gut informierten Kreisen erfuhren, will Karl Lauterbach deshalb als Info-Teams getarnte Einsatztruppen in die Seniorenheime schicken.

Diese Kommandos sollen, ähnlich wie bei den Corona-Impfungen, die Insassen davon überzeugen, dass sie sich die neuen Haltungskorrektoren freiwillig zwangsanlegen lassen. Nach Angaben der Bundesregierung würden drei Millionen fest an den Wirbelsäulen der geronten Leiber angezurrter Haltungskorrektoren genügen, um noch ein letztes Mal über die 5-Prozent-Hürde zu kommen.

Es gibt übrigens nicht nur links- und rechtsausgleichende Korrektoren, sondern auch grüne. Die drehen sich wie Windräder, während das BSW-Modell Spondylose simuliert.

Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen werden ältere Bürger ständig mit neuen Maßnahmen gegängelt. Weil es beispielsweise in Leipzig-Grünau immer wieder vorkommt, dass sich Rentner mit den Fahrstühlen verfahren, sie beim Einparken beschädigen oder versehentlich den Aufwärtsgang einlegen, hat die neue Minderheitsregierung in Dresden ein speziell für ältere Fahrstuhlnutzer entwickeltes Ausbildungspaket geschnürt.

Neu: Fahrstuhl-Fahrschule

Demnach müssen Fahrstuhlfahrer jetzt eine Fahrschule besuchen und dort den „Nachweis zum eigenständigen Führen einer für den vertikalen Personentransit installierten Bürgeraufzugskabine“ erwerben. Den gibt es freilich in verschiedenen Varianten. Für größere, bis zu acht Personen fassende „mechanische Stetigförderer für den Senkrechttransport humanoider Stückgüter“ benötigt man beispielsweise zusätzlich ein Gesundheitszeugnis und muss eine spezielle Prüfung für die Befähigung zur Personenbeförderung ablegen.

Simulierter Fahrschulbrand in der ersten Fahrstunde zum Erwerb des Fahrstuhl-Führerscheins.

Simulierter Fahrschulbrand in der ersten Fahrstunde zum Erwerb des Fahrstuhl-Führerscheins.

Wie das Bild zeigt, hat die lokale Tageszeitung eine Grünauerin bei ihrer ersten Fahrstunde mit einem speziellen Fahrschul-Fahrstuhl begleitet. Offenbar stand der Einführungskurs unter dem Thema „Verhalten im Fahrstuhl während eines Brandes“.

Ein Kurs samt Prüfung und Führer*Innenschein kostet übrigens 3.000 Euro, kann aber von der Steuer für die bereits versteuerte Rente abgesetzt werden. „Sicher ankommen, das sollte insbesondere für unsere älteren Mitbürger nicht nur auf dem Weg nach unten gelten“, wirbt das Verkehrsministerium für die Lift-Fahrschule, denn Schwarzfahren wird noch teurer.

Aufatmen in Markranstädt! Das seit über einem halben Jahr andauernde Gezerre um das Stadtratsmandat von Bürgermeisterin Nadine Stitterich hat endlich ein Ende, wenngleich ein überraschendes. Grund für den Zoff war die Regelung der Sächsischen Gemeindeordnung, wonach man nicht gleichzeitig Bürgermeisterin und Stadträtin sein kann.

Eine überraschende Lösung

Bislang ist man im Ratssaal davon ausgegangen, dass sich Nadine Stitterich deshalb für einen der beiden Posten entscheiden und den anderen folglich aufgeben muss. Schon frohlockte die in der Mehrheit befindliche Opposition über Neuwahlen zum Bürgermeisteramt, doch jetzt plötzlich diese Wendung.

Mesiterhaft gelöst: Jatzt kann Nadine Stitterich Stadträtin und Bürgermesiterin zugleich sein.

Mesiterhaft gelöst: Jetzt kann Nadine Stitterich Stadträtin und Bürgermesiterin zugleich sein.

Die Markranstädter Regierungschefin hat einen Weg gefunden, wie sie beide Mandate trotzdem miteinander vereinbaren kann. Dass Stadträtin und Bürgermeisterin zugleich nicht geht, mag sein, aber von einem Konflikt zwischen Stadtrat und Bürgermesiterin steht nichts in der Sächsischen Gemeindeordnung.

Von diesem taktisch mesiterhaften Schachzug war sogar die CDU überrascht, die sich offenbar darauf verlassen hat, dass Gesetze im Rathaus traditionell nur genutzt werden, um Dinge zu verhindern. Jetzt also endlich mal ein wirklich sympathisches Beispiel dafür, wie man Vorschriften auch auslegen kann, um vorwärts zu kommen. Chapeau!