Felize covidad der Stadt Markranstädt und dem Erdkreis

 

So, jetzt ist Schluss mit lustig! Heute ist Heilig Abend und ab morgen geht’s auf die Zielgerade des Jahres. Und weil diesmal vieles anders ist, haben wir uns auch was anderes einfallen lassen, um für die letzten einsamen Tage des Jahres ein paar Momente der Freude in die Wohnzimmer zu zaubern. Mal kein gedrucktes Wort, keine Kalauer und keine doppeldeutigen Begriffe. Eben ein Video.
Wir wünschen unseren Lesern und Partnern, unseren treuen Unterstützern, aber auch unseren fürchterlichen Kritikern und standhaften Satire-Leugnern frohe und gesegnete Weihnachten.

Ihr Team des Satire-Instituts der
Claus-Narr-Universität Markranstädt

Hansels Eisenbahn ist weg, dafür kommt jetzt das INSEK

Wissenschaftler der Claus-Narr-Universität Markranstädt haben herausgefunden, warum so viele Menschen so schöne Erinnerungen an glückliche Weihnachten in ihrer Kindheit haben. Und das trotz übersichtlicher Gabentische zu Zeiten der DDR-Mangelwirtschaft. Es lag an der kreativen Betätigung, zum Beispiel mit der elektrischen Eisenbahn. Da wurde konstruiert, gebaut und geleimt, was das Zeug hielt. Mit Duosan Rapid und Kittifix war die komplette Familie sozusagen den ganzen Advent auf Klebstoff. Das sorgte für gute Stimmung unterm Christbaum. Und heute? Das Rathaus hat jetzt eine zeitgemäße Alternative entbunden.

Erinnern Sie sich noch? Früher haben sich die Väter für ihre Kinder zur Weihnachtszeit die elektrische Eisenbahn aufgebaut.

Ganze Städte wurden darauf errichtet. Gemeinsam wurde gegrübelt, wo noch Platz für einen Kindergarten ist oder ob es sich lohnt, am See ein Klo zu bauen.

... oder eine Windmühle.

… oder eine Windmühle.

Die Entscheidung wurde ganz demokratisch von Oberbürgermeister Vater nach konstruktiver Beratung mit dem Stadtrat der Kinder getroffen. Die Fördermittel kamen von Mutter, auch damals schon mit klar festgelegten Fristen. Punkt 12 wird gegessen!

Mit DDR-Freudenspendern den ganzen Advent auf Klebstoff.

Mit DDR-Freudenspendern den ganzen Advent auf Klebstoff.

Die Jahre vergingen. Computer hielten Einzug und die Kids bauten ihre virtuelle Sim-City allein, mit Minecraft später sogar ganze Welten, die ihre Väter nicht mehr verstanden. Und was folgt jetzt?

Pünktlich zur Weihnachtszeit 2020 geht es mit dem Integrierten Städtebaulichen Konzept (INSEK) zurück in die Realität. Im Aufruf der Stadtverwaltung heißt es: „Klicken Sie sich vom 19. Dezember bis 31. Januar ins INSEK-Beteiligungsportal und gestalten Sie mit der ganzen Familie Ihre Heimatstadt Markranstädt.“

Kreativität und Visionen sind gefragt, pragmatische Lösungen und innovative Vorschläge. Und es ist ein breitgefächertes Thema für die ganze Familie, vom Urenkel bis zu den Großeltern. „Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten! Mit einem Klick sind Sie dabei“, heißt es aus dem Rathaus.

Eigentlich sollte der Start in diese Phase der Stadtentwicklung ganz analog erfolgen. Von Angesicht zu Angesicht sozusagen. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Krise verzögert sich die Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des INSEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) allerdings.Diese Einladung finden Sie im aktuellen Amtsblatt.Die Bedienungsanleitung zum Mitmachen.

Um nach dem Start-Event „Demokratie im Park“ am 9. Oktober weitere Rückmeldungen aus dem Markranstädter Bürgertum abzuholen, startete am Samstag eine Onlineumfrage, die noch bis zum 31. Januar läuft.

Über die Internetseite der Stadt Markranstädt wird ein QR Code veröffentlicht. Mit diesem gelangt man direkt zur Umfrage, die über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen läuft.

Da Sie, liebe MN-Leser, schon einmal hier sind, bieten wir Ihnen diesen Code am Ende des Beitrages (rechts —>).

Bürgermeisterin Nadine Stitterich (Jahrgang 1980) hat selber noch die Reste jener Zeit erlebt, in der die Familienverbände zur Weihnachtszeit kollektiv an der Klebstoff-Tube hingen.

Szene aus dem Zeitalter analoger Stadtentwicklung.

Szene aus dem Zeitalter analoger Stadtentwicklung.

Bei ihr gings wahrscheinlich eher in Richtung Kaufmannsladen oder Puppenstube, aber die Inspiration war nachhaltig.

„Beim Start der Umfrage haben wir uns ganz bewusst für die Weihnachtszeit entschieden“, erklärt Stitterich. „Wir hoffen so auf eine rege Beteiligung und viele gute Vorschläge. Denn ich möchte unsere schöne Stadt mit unseren Markranstädtern gemeinsam weiterentwickeln“.

Jetzt liegt es an uns, dem Markranstädter Bürgertum, diese Idee aufzugreifen und zu nutzen.

Ganz ohne bewusstseinserweiternde Lösungsmittel in Nase und Hirn zwar, dafür aber genauso kreativ wie damals, als die Abrissfunken in den Motoren der Modelleisenbahnzüge noch den Westempfang des Nachbarn störten.

 

Rätsel um gefürchteten „Zottel vom Ranster Rain“ gelöst

Seit einigen Tagen wird Räpitz von einer geheimnisvollen Kreatur in Angst und Schrecken versetzt. Schon kursieren die schauerlichsten Legenden um das schwanzlose Untier, das dort nachts sein Unwesen treibt. Ganze Familienverbände standhafter Corona-Leugner haben sich deshalb schon freiwillig eine nächtliche Ausgangssperre auferlegt. Die Fenster werden verdunkelt, Omas erzählen ihren Enkeln Bettgeschichten über den „Zottel vom Ranster Rain“, eine Bürgerwehr steht kurz vor der Gründung. Jetzt ist es erstmals gelungen, die reißende Bestie mit einer Wildkamera zu filmen.

Zunächst liefen der Linse ein Fuchs und ein Reh durch den Fokus. Aber dann tauchte plötzlich das geheimnisvolle Monster auf. Mit gierig funkelnden Augen schleicht es nachts durch die Räpitzer Flur. Ganz offensichtlich ein blutrünstiges Mischwesen, das genetisch irgendwo zwischen Goldhamster und Grizzly zu verorten ist.

Zuerst lief ein Reh durch die Linse.

Da auch die zoologischen Analysten im Räpitzer Heimatverein nicht wussten, auf welchem genetischen Ursprung dieser biologische Defekt auf vier Beinen beruht, stellten sie die Videos auf ihrer Heimseite kurzerhand ins Internet. Doch der weltweit verbreitete Aufruf verhallte in den Weiten der Universitäten. Die Wissenschaftler sind rat- und sprachlos.

Wieder mal mussten die lokalen Satiriker die Sache in die Hand nehmen. Weil gerade Vollmond ist, lag eine der möglichen Lösungen quasi auf der Hand. Aber die Räpitzer waren um Mitternacht alle zu Hause und optische Veränderungen gab es bei ihnen auch nicht. Ein dickes Fell bekommt man ja dort im Laufe der Zeit automatisch.

Der „Zottel vom Ranster Rain“.

Also dann doch Plan B. Wir haben die Videos unserem Tierexperten Dr. Christian Harten vorgelegt. Der passionierte Jäger blickte kurz drauf und war sich sofort sicher: „Das Rätsel ist nicht schwer zu lösen.“ Der kupierte Schwanz deute zwar auf ein domestiziertes Wesen hin, aber ein Hund könne es nicht sein, da er sich wie eine Katze bewege.

„Bei diesem Tier handelt es sich um einen Fuchs, der im fortgeschrittenen Stadium an Räude leidet“, erkennt der Experte. Der Schwanzstummel sei praktisch der verbliebene Rest einer einst stolzen Lunte. „Wenn der damit wedelt, passiert das Gleiche wie mit einem Weihnachtsbaum, den man im Februar mal kurz auf den Boden stößt. Er nadelt.“

Abgenadelter Schwanz.

„Aus Tierschutzgründen ist der eigentlich sofort zu erlegen“, ist sich Harten sicher und wünscht den Räpitzern: „Dann mal Weidmannsheil!“ Haken dran, wieder ein Fall gelöst. Nur im Bornaer Gesundheitsamt ärgert man sich. Jetzt, wo der „Zottel vom Ranster Rain“ entlarvt ist, muss wieder kontrolliert werden, ob die Räpitzer zu Hause bleiben.

 

Beim Ortsspaziergang Kita-Standort entdeckt!

 

Auf die folgende investigative Reportage müssen wir Sie mit ein paar Sätzen vorbereiten. Es geht um Göhrenz! Eine Markranstädter Exklave, für die der Lockdown praktisch schon seit ihrer urkundlichen Ersterwähnung fest in der Ortschronik verankert ist. Eigentlich wollten wir für unseren Beitrag mit Ortsvorsteher Jens Schwarzer einen Spaziergang durchs Dorf machen. Dumm gelaufen. Wenn man in Göhrenz die Abstrandsregeln einhalten will, steht einer am Ortseingangs- und sein Gesprächspartner am Ortsausgangsschild. Labern impossible. Also haben wir die Zeitreise telefonisch abgesagt und ihn gebeten, allein loszulaufen. Dass die investigative Reportage jetzt trotzdem erscheinen kann, ist einem technischen Zufall zu verdanken.

Jens Schwarzer hatte vergessen aufzulegen. So wurde das Handy in seiner Jackentasche zum Super-Spreader für hoch infektiöse Nachrichten. Wir brauchten das nur noch mitzuschneiden und abtippen zu lassen. Bitteschön: Hier ein ganz persönlicher Jahresrückblick des Göhrenzer Ortsvorstehers, den wir nur noch mit ein paar Fotos garnieren mussten:

In diesen ruhigen Zeiten ist es in Göhrenz noch ruhiger geworden. Nur die beiden Durchfahrtsstraßen werden morgens und abends noch mäßig frequentiert. Ab und an begegnet man auch Leuten, die ihre bellende Berechtigung zum Rausgehen an der Leine durch den Ort führen. Kinder sind nur hinter Gardinen zu sehen, den sehnsuchtsvollem Blick in Richtung Schule oder Kita gerichtet, die irgendwo hinter dem Horizont liegen müssen.

Über die Corona-Aufregungen kann man in Albersdorf nur müde lächeln. Der Shutdown gehört hier seit der Antike zum Alltag

Über die Corona-Aufregungen kann man in Albersdorf nur müde lächeln. Der Shutdown gehört hier seit der Antike zum Alltag.

Ja, für Göhrenz hat sich in der Pandemie kaum etwas geändert. Es mussten keine Läden oder Kitas geschlossen oder gar über Beschränkungen von Gottesdiensten in einer Göhrenz-Albersdorfer Kirche gesprochen werden. Haben wir alles nicht!

Kein Laden, keine Kita, keine Schule, keine Kirche, kein Ortsbegegnungszentrum, keine Museumsmühle, kein Schloss, kein Industriegebiet und auch keine freiwillige Feuerwehr.

Aber eine Tankstelle hat Albersdorf. Mangels Durchgangsverkehrs allerdings nur für Anhänger.

Aber eine Tankstelle hat Albersdorf. Mangels Durchgangsverkehrs allerdings nur für Anhänger.

Eigentlich ein Top-Job für einen Dorfkanzler. Wo nichts ist, kannste nicht viel falsch machen. Und noch eigentlicher ist somit alles beim Alten. Fast jedenfalls.

Als es noch keinen Radweg gab, war das mal eine der beliebtesten Ausflugsgaststätten weit und breit.

Als es noch keinen Radweg gab, war das mal eine der beliebtesten Ausflugsgaststätten weit und breit.

Es gab auch schon Zeiten, in denen im Ort drei und mehr Kneipen ihren Lebensunterhalt bestritten haben, in denen es einen Kindergarten und ein Gemeindeamt gab.

Sogar einen Bahnhof hatten wir mal, samt Gleisen und täglich verkehrenden Zügen zwischen Plagwitz und Lützen, die bis hin in die prosperierende Metropolregion Pörsten im Herzen von Sachsen-Anhalt reichten. Und das bei deutlich geringeren Einwohnerzahlen als heute!

Der ehemalige Verkehrsknotenpunkt auf der Strecke Lützen-Lausen-London.

Der ehemalige Verkehrsknotenpunkt auf der Strecke Lützen-Lausen-London.

Eine gut gehende und durch den Krieg insolvente Baumschule hat ihre Bäume in der Waldsiedlung und an anderen Stellen hinterlassen. Diese prägen bis heute das Ortsbild nachhaltig.

Bis vor kurzem wohnte dort sogar ein adeliger Sachse mit moritzburger Migrationshintergrund, auch ein Bauunternehmen hatte sich angesiedelt und schloss vor Jahren aus Altersgründen wieder. Sogar einen gutgehenden Schweinestall gab es mal auf Albersdorfer Flur. Heute wohnen dort „Neugöhrenzer“ Bürger.

Und nicht zu vergessen die Kohleförderung, die den Ort zu einem „Bergmannsdorf“ machte. Manche Touristen sind zwar der Meinung, die Zeit der Entstehung von Braunkohle stünde in Göhrenz erst noch bevor, aber spätestens beim Anblick der neuen Straße und moderner Brücken ins Nichts nehmen sie von ihrer Überzeugung Abschied.

Nein, die Kohle-Zeit ist lange vorbei. Viele Häuser von damals sind bereits dem Zahn der Zeit oder des Baggers zum Opfer gefallen. Das hat uns letztlich einen großen See, ein Kraftwerk, eine Fernwärmeleitung und viele Senken infolge Tagesbrüchen in der Gegend hinterlassen.

Die Schachthäuser an der Albersdorfer Straße zeugen noch heute von dieser Zeit … uups, zu weit gelaufen! Das ist ja nicht mehr Göhrenz. Schnell zurück, bevor die Kulkwitzer Grenztruppen auf mich aufmerksam werden.

Das Markranstädter Kaliningrad: Eine Kulkwitzer Exklave in fremdem Hinterland.

Das Markranstädter Kaliningrad: Eine Kulkwitzer Exklave in fremdem Hinterland.

Heute ist hauptsächlich noch Landwirtschaft und Viehzucht in Göhrenz erhalten geblieben. Fast möchte man den alten Zeiten nachtrauern. Aber das liegt nicht im Naturell eines alteingesessenen oder gar zugezogenen Göhrenz-Albersdorfers.

Wir schauen optimistisch in die Zukunft! Dort zeichnet sich in den kommenden Jahren ein Ortsbegegnungszentrum im Transval ab, das ganz sicher von den Einwohnern rege für gemeinsame Veranstaltungen, Kaffeekränzchen oder Zusammenkünfte und Feiern genutzt wird.

Das aktuelle Ortsbegegnungszentrum besticht durch eine stufenlos verstellbare Eingangstür, ein transparentes Fenster und ist mit seinem kompakten Fassungsvermögen ein wahres Raumwunder. Es soll jetzt trotzdem ein Neues her.

Das aktuelle Ortsbegegnungszentrum besticht durch eine stufenlos verstellbare Eingangstür, ein transparentes Fenster und ist mit seinem kompakten Fassungsvermögen ein wahres Raumwunder. Es soll jetzt trotzdem ein Neues her.

Auch die Veranstaltungen des Heimatvereins werden dadurch deutlich einfacher, da Wasser und Strom quasi vorhanden sind und nicht erst mühevoll organisiert werden müssen.

Wir haben den Elster-Saale-Radweg, der durch Göhrenz verläuft und direkt an einem Ziegengehege vorbei führt. Das gehört zwar auch nicht mehr zum Göhrenzer Staatsgebiet, aber geografisch schon.

Der (Rad)Weg ist das Ziel.

Der (Rad)Weg ist das Ziel.

Hier ließe sich bestimmt auch was daraus machen – und wenn auch nur Werbung für Göhrenz und seine kulinarischen Attraktionen. So es sie wieder gibt. Dabei könnte man auch gleich die dem Vandalismus zum Opfer gefallene Rast-Hütte neu errichten, um den Radlern und Spaziergängern wieder eine Gelegenheit zum Verschnaufen zu bieten.

Außerdem ist Göhrenz der einzige Ortsteil Markranstädts mit eigenem Ufer am Kulkwitzer See! Daraus kann doch etwas entwickelt werden – vorsichtig und unter Einbeziehung der Anwohner und des einzigen Kiosks in Göhrenz natürlich.

Zwar erinnert die Architektur an einen kasachischen Grenzübergang, aber die "Platte" ist tatsächlich der beliebteste Ort gastronomischer Geselligkeit in Göhrenz.

Zwar erinnert die Architektur an einen kasachischen Grenzübergang, aber die „Platte“ ist tatsächlich der beliebteste Ort gastronomischer Geselligkeit in Göhrenz.

Die ansässige Tauchschule könnte an einer Entwicklung unseres Ufers ebenso partizipieren wie die vielen Badegäste, die den flachen, kinderfreundlichen Göhrenzer Strand sehr zu schätzen wissen. Leider muss dafür noch auf die Rückführung des Zweckverband-Geländes an Markranstädt gewartet werden.

Nach der Hundesteuer war dies einst die zweitwichtigste Einnahmequelle von Göhrenz. Jetzt werden mit dem Solarstrom Ziegelsteine betrieben.

Nach der Hundesteuer war dies einst die zweitwichtigste Einnahmequelle von Göhrenz. Jetzt werden mit dem Solarstrom Ziegelsteine betrieben.

Ist das passiert, sieht meine Fantasie bereits Dinge wie Sand am bisherigen Kies-Strand; vernünftige Zugänge dahin, wodurch auch Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren an das Ufer gelangen und die Reinigung einfacher funktioniert und auch die Feuerwehr ihr Boot zu Wasser lassen kann.

Ich sehe tolle Klettergerüste am Strand, geregelte und ausgewiesene Feuerstellen zum Grillen, regelmäßig geleerte Müllbehälter und Hundetoiletten; ich sehe eine Badeinsel und Strandkörbe … Bin ich schon größenwahnsinnig?

Schwarzers Visionen sehen hier einen Sandstrand sowie eine Aufwertung der Aufenthaltskultur. Machbar ... sobald der Zweckverband beerdigt wurde.

Schwarzers Visionen sehen da unten einen Sandstrand sowie eine Aufwertung der Aufenthaltskultur. Machbar … sobald der Zweckverband beerdigt wurde.

Möglicherweise erkennt ein geschäftstüchtiger Unternehmer auch das Potential und eröffnet eine kleine gepflegte Übernachtungsgelegenheit am Rande des befestigten Parkplatzes? Ich gleite bereits in Tagträume ab…

Für die nahe Zukunft sehe ich in Göhrenz DEN Standort für DIE neue Markranstädter Kita, welche derzeit im Stadtrat diskutiert und für die eine Interimslösung am Stadtbad errichtet wird.

Eine Kita für Göhrenz!

Göhrenz liegt sozusagen auf dem Weg zwischen der Leipziger Arbeit und dem eigenen Familienstandort der Markranstädter und würde unserem Ort sehr gut zu Gesicht stehen. Es gibt sogar mehrere denkbare Standorte für eine neue Kita und es gibt in einer aufstrebenden Kommune wie Markranstädt auch weiterhin Bedarf. Ein Hoch auf unsere Kinder – ein Hoch auf die Zukunft.

Und nicht zuletzt sind WIR als Einwohner von Göhrenz und Albersdorf und die vielen ansässigen Handwerksunternehmen diejenigen, die von einer heute noch geträumten Zukunft profitieren.

Apropos profitieren: Von dieser Provinzposse, die Göhrenz vor einigen Jahren berühmt machte, profitieren noch heute die gesamte Innung der KFZ-Mechaniker und Reifenhändler.

Apropos profitieren: Von dieser Provinzposse, die Göhrenz vor einigen Jahren berühmt machte, profitieren noch heute die gesamte Innung der KFZ-Mechaniker und Reifenhändler.

Später wollen wir doch einmal unseren Kindern und Enkeln erzählen können, wie es damals so war in Göhrenz, damals im Zeichen der Pandemie – damals im Jahr 2020.

So, liebe MN-Leser, das war der Reisebericht von Jens Schwarzer. Und jetzt sage noch einer, ein Ortsvorsteher hätte keinen Humor. Der hier hat sogar Visionen! Wir haben ihm nach dieser Leistung jedenfalls spontan den akademischen Grad eines Nachtschichtlers h.c. verliehen.

Sozusagen als Dank für diese hohe Verpflichtung bat er uns, anschließend noch einen finalen Aufruf zu veröffentlichen, der da lautet:

„Gern nehme ich weitere Ideen zu Göhrenz und Albersdorf auf. Schreiben Sie mir Ihre Vorschläge oder Kritiken unter or-goehrenz@web.de Ich melde mich bei Ihnen.“

 

Auf Sendung: Die Markranstädter Christmas-Saga geht weiter

Scheint, als hätte die Idee mit dem vorweihnachtlichen Stadtfernsehen vor der Stadthalle eingeschlagen wie einst DALLAS. Zum Glück für die junge Generation. Gestern standen mehrfach Lallendorfer Influenzer mit ihren Handys vorm Fenster und filmten den Bildschirm, obwohl der Streifen auf Youtube abrufbar ist. Das ist fast wie Diesel tanken im E-Auto! Der endgültige Beweis dafür, dass das Internetz nicht nur für die alten Säcke noch Neuland ist. Seit heute ist der zweite Teil zu sehen und der ist gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Er enthält sogar eine verschlüsselte Botschaft aus Askaban!

Was Lara, Jasmin, Leonie, Ron, Jannik und der große René da auf die Mattscheibe gezaubert haben, kann den Titel „Physik und Musik“ kaum beeindruckender in Szene setzen.

Da wird unter anderem gezeigt, wie man jemandem die Haare zu Berge stehen lässt, wie man Metallringe zum Fliegen bringt oder berührungslos Wattebällchen auf die Freundin werfen kann. Lehren fürs Leben!

Beinahe wäre der Film an einer ganz anderen Naturwissenschaft gescheitert. Die Teenager, die den Streifen übrigens von A bis Z selbst produzierten, hatten die GEMA in ihrem jugendlichen Eifer zunächst als Berufsgenossenschaft feministischer Goldhamster eingestuft.

Da hätte die musikalische Untermalung schnell mal ein gigantisches Loch in den städtischen Haushalt sprengen können.

Aber Youtube hat aufgepasst und konnte Jannik mit einer kurzen Nachricht motivieren, die Audiospur des Streifens mit finanziell unverfänglichen Harmonien zu erneuern.

Sehen Sie jetzt den zweiten Teil, in der auch der beliebte, vom Zaubereiministerium und dunklen Mächten aus Hogwarts zurückgetreten gewordene Dumbledore einen sympathischen Auftritt hat.

Markranstädter Weihnachtsfernsehen – Folge 1

Na bitte, da war doch ganz schön was los vor der Stadthalle. Immer wieder hielten im Laufe des Montag Mütter mit ihren Kindern (manchmal auch Kids ganz alleine) vorm Fenster inne, um sich den ersten Teil der Markranstädter Weihnachtsserie reinzuziehen. Angelockt von der weihnachtlichen Intro-Musik bleiben selbst die Passanten stehen, die nichts von diesem Ereignis wussten.

Im Serienstart liest Petra Stiehler aus der Stadt- und Schulbibliothek das Gedicht „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff vor, einem der bedeutendsten Vertreter der deutschen Romantik.

Wie der Zufall so will, steht dieses Gedicht gerade auf dem Lehrplan einer 3. Klasse der benachbarten Grundschule. Da können die Kids jetzt Homeschooling an der frischen Luft betreiben. Lernen durch zuhören.

Da wir versprochen haben, Ihnen die Videos nach Hause zu bringen, finden Sie den ersten Teil der Markranstädter Miniserie jetzt hier auf dieser Seite. Einfach untenstehenden Clip anklicken, zurücklehnen und genießen.